Aus, Schluss, vorbei: Am Tag der Erde (22.4.) beschlossen 35 katholische Institutionen aus vier Kontinenten das Ende von Investitionen in fossile Brennstoffe – endlich!

Soll man lachen oder weinen? Lachen darüber, dass die Caritas Internationalis, drei Banken mit einem Vermögen von rund 7,5 Milliarden Euro sowie verschiedene Diözesen und Bischöfe binnen der kommenden fünf Jahre ihr Geld aus Erdöl-, Gas- und Kohle-Anlagen abziehen werden. Weinen darüber, dass das alles erst jetzt passiert.

Wie es um unser Klima steht und dass unser unbedarfter Umgang mit fossilen Brennstoffen einen erheblichen Anteil daran hat, ist nicht neu. Im Gegenteil: Auch Papst Franziskus fasste in seiner Enzyklika Laudato si‘ vor drei Jahren bereits Bekanntes zusammen. Umso eindringlicher formulierte er allerdings den Appell, diesem Wissen ENDLICH Taten folgen zu lassen.

Werte, Worte, Taten

Die drohenden bzw. bereits geschehenen Klimaveränderungen betreffen uns alle – besonders aber die Menschen in Entwicklungsländern, betont Kardinal Luis Tagle, Präsident der Caritas Internationalis: „Aus diesem Grund hat sich Caritas Internationalis dazu entschieden, nicht mehr in fossile Brennstoffe zu investieren. Wir ermutigen unsere Mitgliedsorganisationen und andere Gruppen und Organisationen, die mit der katholischen Kirche verbunden sind, das Gleiche zu tun.“

Auch Bischöfe seien verpflichtet, „finanzielle Entscheidungen zu treffen, die unseren moralischen Werten entsprechen“, erklärt Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg. Der nun beschlossene Ausstieg aus Investitionen in fossile Brennstoffe sei eine Möglichkeit, als Kirche mit gutem Beispiel voranzugehen.

Hinterher!

Moment: Voran? Laut Klimaschutzbewegung Global Catholic Climate Movement (GCCM) schließen sich jene 35 katholischen Einrichtungen mit ihrer Ankündigung mehr als 850 Universitäten, Städten, Pensionsfonds und anderen Investoren weltweit an, die diesen Schritt längst hinter sich haben. Aber vielleicht nehmen sich andere trotzdem ein Beispiel und ziehen nach? Wir geben die Hoffnung nicht auf...

Quelle: Kathpress.at / GCCM / red