Würden Sie sich für eine Million Dollar einen Monat lang vegan ernähren? Die Frage scheint sich auch der Papst zu stellen, dem die Kampagne "Million Dollar Vegan" genau dieses Angebot gemacht hat. Für den guten Zweck natürlich.

Keinen Monat mehr - und schon  beginnt die Fastenzeit. Die Zeit, in der man sich besinnen, auf Wesentliches reduzieren und am besten: verzichten sollte. Auf tierische Produkte wie Fleisch, Eier, Milch und Honig zum Beispiel. Das sah die gemeinnützige Kampagne "Million Dollar Vegan" genau so und machte Papst Franziskus ein Angebot, das er eigentlich kaum ausschlagen kann, oder? 

Eure Heiligkeit Papst Franziskus

"Wenn Sie mitmachen, spendet die Blue Horizon International Foundation eine Gesamtsumme von einer Million Dollar an eine oder mehrere Wohltätigkeitsorganisationen Ihrer Wahl als Zeichen ihrer unendlichen Dankbarkeit für Ihr Engagement für eine bessere Welt", heißt es im offenen Brief der Kampagne, die laut eigenen Angaben, "ein weltweites Umdenken herbeiführen will, indem sie auf die katastrophalen Folgen hinweist, die Tiere, Menschen und unser Planet durch die industrielle Tierhaltung erleiden."

Hier geht´s zum offenen Brief der Kampagne an den Papst

Und die Antwort?

Ein Thema, mit dem sie beim Papst eigentlich an der richtigen Stelle sein müssten, setzt er sich doch immer wieder für Umwelt und Schöpfungsverantwortung ein (siehe die Enzyklika Laudato si‘). Zahlreiche Prominente, Umweltschützer und Wissenschaftler wie Paul McCartney, Nena oder der Schauspieler Woody Harrelson unterstützen die Kampagne bereits - der Papst ist bis jetzt eine Antwort noch schuldig geblieben.

Warum das Ganze?

In 15 Ländern auf fünf Kontinenten ist die Kampagne bereits gestartet, die zum Handeln aufruft. Und warum? Weil die heutigen Essgewohnheiten der überwiegend reicheren Nationen "globale Zerstörung und Verwüstung" verursachen: " 83 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen werden für die industrielle Tierhaltung genutzt, diese liefert jedoch nur 18 Prozent unserer Kalorien. Weltweit leiden mehr als 815 Millionen Menschen an Hunger – eine Abkehr von verschwenderischen Tierprodukten könnte größere Teile der Weltbevölkerung ernähren."

Außerdem würde die industrielle Tierhaltung mit 14,5 Prozent zu den vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen beitragen. Sie ist eine Hauptursachen für die Abholzung von Wäldern und das Massensterben von Wildtieren. Chemikalien und Abfälle aus der Tierproduktion verunreinigen unsere Seen und Flüsse, während Überfischung und die Verschmutzung durch Abwasser unsere Ozeane zerstören.

Mehr Infos zur Kampagne gibt´s auf deren Homepage: www.milliondollarvegan.com