Bildung und Mobilität hängen in vielen Teilen der Erde unmittelbar zusammen. Und MIVA, die Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft, sorgt dafür, dass diese Verbindung stimmt.

Wie sind Sie früher zur Schule gekommen? Konnten Sie zu Fuß gehen, weil das Klassenzimmer nur einen Steinwurf entfernt lag? Hat Sie ein Schulbus chauffiert (oder gar die eigenen Eltern)? Oder haben Sie sich Morgen für Morgen auf ihr Radel geschwungen, um die paar Kilometer zu fahren – mit dem erhabenen Gefühl, schon ganz schön erwachsen und unabhängig zu sein?

Mit dem Rad zur Schule

Falls es so war, können Sie zumindest ein wenig nachvollziehen, wie es sich wohl für jene Kinder in der Demokratischen Republik Kongo anfühlt, die seit vergangenem Jahr auf zwei Rädern in die Volks- bzw. Mittelschule der Salesianer Don Boscos in Kipushya kommen können. Weil die Aufnahmekapazitäten der angeschlossenen Internate begrenzt sind, das Einzugsgebiet der Schulen aber einen Umkreis von bis zu hundert Kilometern umfasst, bedeuten Fahrräder eine erhebliche Erleichterung für die Schülerinnen und Schüler. Dank der Spenden, die das katholische Hilfswerk MIVA Austria 2017 eingesammelt hat, konnten auch Lehrer, die zu Außenstationen pendeln, mit Rädern ausgestattet werden.

342 Projekte mit 1.728 Fahrzeugeinheiten in 55 Ländern wurden 2017 von MIVA insgesamt finanziert – darunter 1.084 Fahrräder, 260 Autos, 251 Maultiere, vier Traktoren und 24 Rollstühle. In den ärmsten Regionen der Welt ist die (Verkehrs-)Infrastruktur jenseits solcher Mobilitätsspenden oft nicht vorhanden – aber Grundvorraussetzung, um Zugang zu Einkommensquellen, Nahrungsmitteln und Bildung zu erhalten.

Gleichbleibendes Spendenniveau

Insgesamt 5,3 Millionen Euro standen der MIVA im vergangenen Jahr zur Verfügung – Erträge der beiden bekanntesten Spendenaktionen, der Christophorus- und der Fahrradaktion, wie auch aus Sponsoring, Rücklagenauflösungen etc. Das entspricht recht genau dem Finanzvolumen des Vorjahres – ein gutes Ergebnis.

Quelle: MIVA Austria / red