Die aktuellen Krisen - in Ökonomie, Ökologie, Sozialpolitik oder Demokratien - rufen auch aktuell die Kirchen auf, sich gesellschaftlich einzubringen", heißt es seitens des Ökumenischen Rats der Kirchen, der ab Herbst 2013 mit dem Projekt "sozialwort 10+" vor allem die gesellschaftspolitischen, ökonomischen und ökologischen Inhalte des Sozialworts aktualisieren will.

Das „Sozialwort“, das 2003 von den damals 14 Mitgliedern des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRKÖ) herausgegeben wurde, soll im Zuge des Projekts „sozialwort 10+“ aktualisiert werden. Begonnen wird damit am 1. Adventsonntag 2013.

Die Katholische Sozialakademie (ksoe), die bereits die Koordination des in einem mehrjährigen Prozess erarbeiteten Sozialwortes innehatte, koordiniert nun auch das Projekt "sozialwort 10+", das vor allem die gesellschaftspolitischen, ökonomischen und ökologischen Inhalte des Sozialwortes in Erinnerung rufen und aktualisieren soll.

Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit

Zehn Jahre nach Erscheinen des Ökumenischen Sozialwortes der ÖRKÖ 16 Mitgliedskirchen. Für sie sei das Sozialwort bleibender "Kompass für die sozialen und gesellschaftlichen Herausforderungen". Und diese seien seit 2003 nicht geringer geworden: "Die aktuellen Krisen - in Ökonomie, Ökologie, Sozialpolitik oder Demokratien - rufen auch aktuell die Kirchen auf, sich gesellschaftlich einzubringen", heißt es seitens des ÖRKÖ. Ebenso soll das Projekt "sozialwort 10+" der Einschätzung jener Fachleute Rechnung tragen, die die Notwendigkeit einer "großen Transformation", in der Klimagerechtigkeit und soziale Gerechtigkeit untrennbar zusammengehörten, betonen.

Startveranstaltung des Projekts ist ein Ökumenischer Gottesdienst am 28. November 2013 in der Wiener Donaucitykirche. Danach wird ein Jahr lang - bis zum ersten Adventsonntag 2014 - in einem ergebnisoffenen Prozess die „Gestaltung des notwendigen gesellschaftlichen Wandels“ diskutiert.

Ergebnisse sichten und bündeln

Kirchliche Gruppen und Organisationen sind eingeladen, dazu Lesekreise zu initiieren, die themen-, text- oder projektorientiert ausgerichtet sein sollen.

Die ksoe will die bis Ostern 2014 rückgemeldeten Ergebnisse sichten und bündeln. Diese dienen in weiterer Folge als Grundlage für die Gestaltung von öffentlichen interreligiösen Dialogveranstaltungen, so die Katholische Sozialakademie. Ergänzend seien auch Interviews mit Experten und Schlüsselpersonen für die Umsetzung des Sozialwortes geplant.

Präsentiert werden sollen alle Aktivitäten und die entsprechenden Schlussfolgerungen des Ökumenischen Rates der Kirchen am 1. Adventsonntag 2014.

(KAP/Red)