Der Münchner Erzbischof Kardinal Reinhard Marx (66) steht nicht für eine eventuelle zweite Amtszeit an der Spitze der Deutschen Bischofskonferenz zur Verfügung.

Foto: Degreezero, Cardinal Reinhard Marx 02, Zuschnitt, CC BY-SA 4.0

Das teilte er in einem am Dienstag veröffentlichten Brief an die Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz mit. Bei der Anfang März in Mainz stattfindenden Frühjahrsvollversammlung der deutschen Bischöfe stehen Neuwahlen an. Die Amtszeit des Vorsitzenden beträgt jeweils sechs Jahre.

„Meine Überlegung ist, dass ich am Ende einer möglichen zweiten Amtszeit 72 Jahre alt wäre, und dann auch das Ende meiner Aufgabe als Erzbischof von München und Freising nahe sein wird“, heißt es in dem Brief. Marx weiter: „Ich finde, es sollte die jüngere Generation an die Reihe kommen.“

Synodalen Weg weiterverfolgen

Sein Entschluss, dann nicht wieder zu kandidieren, stehe schon seit längerer Zeit fest, so Marx. „Selbstverständlich werde ich auch weiterhin aktiv in der Bischofskonferenz mitarbeiten und mich besonders engagieren für den Synodalen Weg, der aus meiner Sicht gut gestartet ist.“ Zugleich wolle er jetzt auch wieder stärker in der Erzdiözese München und Freising präsent sein, wo ein „umfassender Strategieprozess“ gestartet werden soll.

Die Deutsche Bischofskonferenz ist der Zusammenschluss der katholischen Bischöfe in Deutschland. Sie leiten als Ortsbischöfe eine der deutschen 27 Diözesen oder helfen als Weihbischöfe. Ebenfalls zur Konferenz gehören – auch wenn sie nicht Bischöfe sind – Diözesanadministratoren, die eine Diözese nach Rücktritt oder Tod eines Ortsbischofs übergangsweise verwalten.

Quelle: kathpress.at