In dieser Woche liegt das Klimavolksbegehren zur Unterzeichnung auf – und bekommt Unterstützung von Österreichs Bischöfen.

Haben Sie schon oder werden Sie noch? In dieser Woche liegt das Klimavolksbegehren zur Unterzeichnung auf – und Österreichs Bischöfe würden es ausdrücklich begrüßen, wenn wir alle diese Initiative unterstützen! Das betonen sie in ihrer Erklärung zum Abschluss der Vollversammlung der Bischofskonferenz in Mariazell. Wörtlich halten die Bischöfe fest: „Die Folgen des globalen Klimawandels werden längerfristig weitaus verheerender ausfallen als jene der aktuellen Pandemie.“ Deshalb brauche es den „Geist der Achtsamkeit und Entschlossenheit“, so die Bischöfe in Anspielung auf ihr pfingstliches Hirtenwort, in dem sie die Zukunftsperspektive einer geistvoll erneuerten Normalität in Österreich skizziert hatten.

Die Weichen für die Zukunft stellen

Sie verweisen auf Papst Franziskus, der bereits vor fünf Jahren im programmatischen Dokument „Laudato si“ dargelegt habe, wie die ökologischen und sozialen Krisen durch eine persönliche Umkehr hin zu einem nachhaltigen und verantwortungsvollen Lebensstil überwunden werden können. Damit verbunden bräuchte es auch verbindliche Regeln für eine ökologische und soziale Wirtschaft, die dem Menschen diene.

Mit der gegenwärtigen Wiederbelebung der Wirtschaft würden sich Möglichkeiten ergeben, emissionsarme und klimasensible Wirtschaftskreisläufe zu schaffen, zeigen sich die Bischöfe zuversichtlich. Zugleich halten sie fest: „Eine lebendige, florierende Wirtschaft muss keine maßlos wachsende Wirtschaft sein.“ Und das gelte auch für den Konsum: „Konsum ja, aber mit Maß und Ziel. Das heillose Immer-Mehr zerstört das Leben.

Unterstützung für Brasilien

In ihrer Erklärung erinnern die Bischöfe auch an die im Oktober 2019 stattgefundene Amazonien-Synode. Diese habe die Not der Indigenen, die Bedrohung des Regenwaldes und die damit verbundenen globalen Auswirkungen anschaulich vor Augen geführt. Durch die Pandemie habe sich die Situation nun dramatisch verschärft. Wie Bischof Erwin Kräutler berichtet, seien Indigene durch das Coronavirus besonders gefährdet. Durch das illegale Eindringen von Holzfällern oder Goldsuchern könnten ganze Völker dem Virus zum Opfer fallen.

Die politische Führung in Brasilien sei dafür allerdings „blind und fördert sogar die Abholzung des Regenwaldes und die Ausbeutung von Rohstoffen in Amazonien“. Die katholischen Bischöfe in Brasilien hätten dagegen entschieden Stellung bezogen „und sie benötigen dafür auch unsere Unterstützung und Solidarität“, so die heimischen Bischöfe.

www.klimavolksbegehren.at

Quelle: kathpress.at / red