Gedanken zum Tag von Jugendseelsorger Fabian Jochum

Durststrecken im Leben sind uns vertraut. Jetzt sind wir neuen und unerwarteten Bedrohungen ausgesetzt. Nichts ist mehr, wie es noch vor wenigen Tagen war.

„Meine Seele dürstet nach Gott.“ (Ps 42,3) Dieser Satz aus dem heutigen Psalm erinnert mich auch an das Evangelium von gestern: Es ist in der Mittagsstunde am Jakobsbrunnen. Jesus sagt: „Ich habe Durst.“ (Joh 4,10) Mittag steht hier auch für: Kampf und Bedrohung. In der „Hitze des Gefechts“ Sehnsucht und Durst nach Leben.

Ich denke heute besonders an alle jungen Menschen, die voller Träume und Erwartungen sind, an die Maturantinnen und Maturanten, die nicht so wie geplant in Richtung Matura durchstarten können.

Ich bete für alle Menschen, die jetzt noch mehr von Einsamkeit bedroht sind, für alle im Gesundheits- und Sicherheitsbereich, die an ihre Grenzen geraten. Für alle, die vom Virus betroffen und bedroht sind und für alle, die sich fragen, wie es jetzt weitergeht.

Kurz bevor Jesus am Kreuz stirbt, sagt er noch einmal: „Ich habe Durst.“ (Joh 19,28) Wir glauben an einen Gott, der alle „Durststrecken“ des Lebens kennt. Das gibt mir Hoffnung.

Fabian Jochum
Jugendseelsorger

"Gedanken zum Tag" in Kooperation mit den Vorarlberger Nachrichten und vol.at.