Das Kreuz ist ein Statussymbol der besonderen Art: Ein Zeichen, das dort zu finden ist, wo Menschen sich zu Jesus bekennen. Es weist auf ihn hin und lädt ein, das persönliche Kreuz zu tragen. Es ist ein Zeichen für die Erlösung und das Heil. Das Fest Kreuzerhöhung, das am 14. September gefeiert wird, lädt ein, im Blick auf das Kreuz neue Kraft zu schöpfen.

Für viele Menschen ist ein Statussymbol wichtig: ein Haus, viel Geld, ein teures Auto, das neuste Smartphone. Sie zeigen und erzählen gern, was sie haben. Es muss das beste und teuerste sein, was man vorzeigen kann.

Christen und Christinnen haben ein anderes Zeichen, ein anderes Statussymbol: das Kreuz. Man findet es überall, wo Menschen sind, die sich zu Jesus bekennen. Das Kreuz ist ein Statussymbol der anderen Art: Es weist auf Jesus hin, der am Kreuz gestorben und nach drei Tagen auferstanden ist. Darum kann und will es ein Zeichen des Heils und der Erlösung sein. In den Worten des Apostels Paulus klingt das so: „Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit." (vgl. Gal 6,14)

Der Volksmund weiß: „Jeder hat sein Kreuz zu tragen.“ Sein Kreuz zu tragen, meint anzunehmen, was einem das Leben durchkreuzt: zum Beispiel im Alltag, wenn der geplante Tagesplan durch ein unvorhergesehenes Ereignis über den Haufen geworfen wird oder in den schweren Stunden des Lebens, wenn man beispielsweise einen geliebten Menschen verliert. Der Blick auf das Kreuz kann in diesen Situationen Kraft und Mut schenken. Niemand braucht zu verzweifeln, weil EINER am Kreuz gestorben ist und alles, was einen belastet und beschwert, schon durchlebt und durchlitten hat.

„Das Kreuz steht, während die Welt sich bewegt“

Dieses Motto hat der wohl strengste Orden der katholischen Kirche, der Orden der Kartäuser, gewählt. Die Mönche und Nonnen geben ein Beispiel, wie das gehen kann, sein Kreuz zu tragen. Sie leben, arbeiten und beten in ihren Zellen und widmen sich allein dem geistlichen Leben. Sie sind dabei ganz auf Jesus und die Beziehung zu ihm ausgerichtet. Alles andere ist ihnen nicht wichtig. Sie harren aus, was auch immer geschieht.

Am 14. September feiert die Kirche das Fest Kreuzerhöhung. Vielleicht geht es gerade darum, durch den Blick auf das Kreuz alles andere relativiert zu sehen und die Beziehung zu Jesus mehr in die Mitte des eigenen Lebens zu stellen. Das Kreuz ist ein Anker für die Christinnen und Christen. Wer sein Leben an ihm festmacht, wird nicht untergehen, denn das Kreuz ist ein Zeichen für die unendliche Liebe Gottes zu den Menschen. (red./domradio.de)