In jeder Gemeinde zumindest einmal pro Monat Eucharistie zu feiern: das ist Ziel der Priester im heurigen MIVA-Beispielland Kamerun. Eine Aufgabe, die nicht leicht fällt, denn die Pfarren sind groß und weitläufig und die Katholiken leben verstreut. „Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein MIVA-Auto“ lautet deshalb der schon bekannte Slogan der österreichischen „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft“ (MIVA), mit dem sie vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer um ihre Spende bittet.

Wenn der österreichische Kamerun-Missionar P. Herrmann Gufler, der die Pfarre Oku im Nordwesten Kameruns leitet, seine "Schäfchen" besuchen will, kann das viel Zeit in Anspruch nehmen.  Nicht nur, weil 70% der Bevölkerung Christen, sondern auch, weil die Pfarren groß und sehr weitläufig sind. „Wird da manchmal das Gefährt zum Gefährten?“, fragte ihn das ORF-Religionsmagazin „Orientierung“. „Ja“, schmunzelt der Priester, „das Auto wird ein Teil von dir.“ Um alle Gemeinden zu erreichen und wenigstens einmal pro Monat mit ihnen Eucharistie zu feiern, sind die Priester auf robuste Fahrzeuge angewiesen, die in der Regel von den finanzschwachen Diözesen nicht finanziert werden können. Auf den schlechten Straßen sind die Fahrzeuge zudem großer Beanspruchung ausgesetzt. 

ChristophorusAktion
Umso wichtiger ist für diese Menschen die ChristophorusAktion der österreichischen „Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft“ (MIVA), die  den finanziellen Grundstein für zahlreiche MIVA-Projekte in jährlich mehr als 60 Ländern der Welt legt. Um den ChristophorusSonntag (27. Juli 2014) bittet die MIVA Austria Autofahrerinnen und –fahrer, "pro unfallfreiem Kilometer einen ZehntelCent für ein MIVA-Auto" zu spenden.

Schwerpunktkrankenhaus
In dem zentralafrikanischen Beispielland haben unter anderem die Tertiarschwestern des Hl. Franziskus um Fahrzeuge angesucht. Sie haben im Nordwesten des Landes (Shisong bei Kumbo) ein Schwerpunktkrankenhaus errichtet. Dazu gehört ein großes „Cardiac Centre“, eine Herzstation, in der auch am offenen Herzen operiert wird. Es ist die einzige derartige Einrichtung in ganz West- und Zentralafrika.

Mobile Hilfe
Zusätzlich betreiben die Schwestern, deren Mutterhaus in Brixen in Südtirol liegt, eine große Krankenpflegeschule, ein Waisenhaus, eine Grundschule und vieles mehr. Vom Krankenhaus aus werden kleinere medizinische Stationen in vielen Orten des Landes betreut. Der Fuhrpark der Institutionen ist minimal. Im Herzzentrum etwa muss man auf den einzigen Ambulanzwagen zurückgreifen, um Gastärzte vom eine Tagesreise entfernten Flughafen in Douala abzuholen. Ein MIVA-Auto könnte dem abhelfen.

MIVA
MIVA Austria ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche, das sich die Finanzierung von Fahrzeugen für Mission und Entwicklung zum Ziel gesetzt hat. So werden je nach Bedürfnis die optimalen Fahrzeuge für den jeweiligen Einsatzort organisiert. Dabei spannt sich der Bogen über Geländewagen, Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte und fallweise auch Wasserfahrzeuge, Flugzeuge oder Lasttiere. Gesammelt wird am „Christophorus Sonntag“, dem 27. Juli. Die Aktion ist nach dem heiligen Christophorus, dem Patron des Straßenverkehrs, benannt und verbindet internationale Solidarität mit dem Dank für unfallfreies Fahren.

Übrigens: Am 26. und 27.  Juli finden österreichweit Fahrzeugsegnungen statt - auch in Vorarlberg