Was unternimmt die Kirche eigentlich, damit Missbrauch und Gewalt kein Thema mehr sind? Eigentlich müsste man die Frage ja umgekehrt stellen: Was unternimmt die Kirche, damit Missbrauch und Gewalt sehr wohl Thema sind – auch in der Diskussion darüber, wie sie erkannt bzw. verhindert werden können? Die Antwort: sehr viel.

Die folgende Liste soll dazu dienen, sich einen Überblick über die diözesanen Maßnahmen zur Gewaltprävention verschaffen zu können – und sie imbesten Fall auch in der Pfarre aufzugreifen. Denn, warum nicht auch einmal eine Fortbildung zum Thema Gewaltschutz?

Für die Pfarre
Für die ganze Diözese


Für die Pfarre

In der Pfarre trägt der Pfarrer eine besondere Verantwortung dafür, dass die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen über die Bestimmungen zur Prävention von Missbrauch und Gewalt informiert sind.

Der Pfarrgemeinderat kann dabei aber natürlich unterstützen. Zum Beispiel indem er sich intern immer wieder mit Themen und Fragestellungen zu "Nähe und Distanz" auseinandersetzt.

Einmal pro Funktionsperiode ist eine intensivere Auseinandersetzung mit der Rahmenordnung zum Schutz vor Missbrauch und Gewalt („Die Wahrheit wird euch frei machen“) vorgesehen. Der Gewaltschutzbeauftragte steht dazu beratend und unterstützend zur Verfügung.


Gewaltschutz
Die Stelle für Gewaltprävention hat den Auftrag, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen über das Thema Gewalt zu informieren und zu sensibilisieren. Die Stelle für Gewaltprävention schafft Netzwerke innerhalb der Diözese und organisiert Fortbildungsveranstaltungen.

Kontakt
Mag. Stefan Schäfer, T 0664 2795736,

 

Für die ganze Diözese

"Die Wahrheit wird euch frei machen"
Die Rahmenordnung der Österreichischen Bischofskonferenz bündelt Maßnahmen zum Umgang mit Missbrauch und Gewalt. Die kompromisslose Aufarbeitung von Missbrauchsfällen gehört ebenso dazu wie ein offensiver Umgang mit Verdachtsfällen.
Zum Dokument geht es hier.

Prävention
Prävention beginnt schon beim besonderen Augenmerk auf die Persönlichkeit bei der Auswahl neuer Mitarbeiter/innen und reicht über Weiterbildungsmaßnahmen bis hin zu Verhaltensregeln für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen.

Die Ombudsstelle
Die Beratungsstelle zum Schutz vor Gewalt und sexuellen Übergriffen (Ombudsstelle) wurde für alle eingerichtet, die Gewalt innerhalb der Kirche erlebt oder beobachtet haben. Die Mitarbeiter/innen sind weisungsfrei und zur Verschwiegenheit verpflichtete Fachpersonen aus Psychologie, Psychotherapie, Psychiatrie und Sozialarbeit.

Die Beratung ist kostenlos.

Kontakt
Dr. Ruth Rüdisser. Psychologin und Psychotherapeutin. T 0800 84 80 08 (kostenlos).

 

Diözesane Kommission
Aufgabe der Kommission ist es, die Erhebungen den Missbrauchs- und Gewaltfällen durchzuführen, die über die Ombudsstelle vorgelegt werden.
Die Kommission wird von Mag. Gabriele Strele geleitet.

Kontakt
Kommissionssekretariat - Gaby Hudelist. T 05522 3485 7500.
kommission@kath-kirche-vorarlberg.at