Derweil wir uns einigermaßen in den Corona-Präventionsmaßnahmen eingerichtet haben, droht in den Krisenregionen der Welt durch die Pandemie der Kollaps der Systeme. Aber wir alle können etwas dagegen tun!

Die Meldung stammt vom 11. März: „Griechenland meldet erste Corona-Infizierte auf Lesbos“. Das war der Tag, an dem man sich hierzulande mit dem Gedanken anzufreunden hatte, dass künftig Freiluftveranstaltungen mit mehr als 500 Personen und Indoor-Termine mit mehr als 100 Personen verboten sein würden, um die Ausbreitung ebenjenes Virus zu verlangsamen. Nun: Auf Lesbos leben 20.000 Geflüchtete. Ausgelegt ist das dortige Erstaufnahmelager Moria allerdings für gerade einmal 2800. Die Menschen hausen dort wie auch auf den Inseln Leros, Chios, Kos und Samos in notdürftig zusammengeschusterten Zelten, frieren, hungern, Kinder verfallen der Lethargie. Sie können sich vorstellen, was das hochansteckende Coronavirus in diesen Zuständen bedeutet (falls nicht: die deutsche Wochenzeitung "Die Zeit" sammelte entsprechende Schilderungen) – unter Menschen, deren Immunsysteme ohnehin geschwächt sein dürften von den physischen und psychischen Strapazen, ohne vorbereiteter Gesundheitsinfrastruktur, und, vor allem: ohne Hoffnung. Übrigens: Der 11. März war auch jener Tag, an dem sich der Kriegsbeginn in Syrien zum neunten Mal jährte. Und die Lage rund um die nach wie vor umkämpfte Region Idlib ist kein bisschen anders als die an den diversen europäischen Grenzen.

Hilfe – jetzt!

Die deutsche Bundesregierung hat, ebenso wie einige andere europäische Staaten, angekündigt, besonders schutzbedürftige Kinder und Jugendliche aufzunehmen, derweil wir uns bei Homeoffice und Netflix zuhause einigeln und hoffen, dass dieser Corona-Alptraum schnell ein Ende finden möge. „Was werden wir unseren Kindern und Enkelkindern antworten“, fragt Bundespräsident a. D. Heinz Fischer im Standard, „wenn wir eines Tages gefragt werden, warum wir damals im März 2020 so lange zugeschaut haben – wissend, wie es zwei Flugstunden von Wien entfernt zugeht?“ Und er ist nicht der einzige: Auch Kardinal Schönborn rief in der ORF-Pressestunde am Wochenende eindringlich zur Solidarität über Landesgrenzen hinaus auf.

Die österreichische Bundesregierung kommt an anderer Stelle ins Spiel – nämlich da, wo es zum Spendengelder geht: Alle Spenden, die die Stiftung „Nachbarn in Not“, ein Zusammenschluss verschiedener Hilfsorganisationen wie Caritas, CARE bis hin zu Samaritern und Rotem Kreuz, bis Ostern erreichen, werden von Regierungsseiten verdoppelt. Ein erster Schritt, der helfen kann, die katastrophalen Zustände in Flüchtlingslagern und Kriegsgebieten zu verbessern. Helfen auch Sie?

Nachbar in Not – Katastrophe in Idlib
Spendenkonto: IBAN: AT 05 2011 1400 4004 4000, BIC: GIBAATWWXXX
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Nothilfe für Griechenland und Syrien
Raiffeisenbank Feldkirch, IBAN AT 32 3742 2000 0004 0006
Kennwort : "Nothilfe Vertriebene Griechenland", Online-Spenden: www.caritas-vorarlberg.at
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