Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner wird bei der Visitation der Diözese Gurk auf ein Team erfahrener Experten setzen können - mit dabei auch Bischof Benno Elbs.

Erzbischof Lackner wird mit der Visitation in Klagenfurt Mitte Jänner beginnen. Ein genauer Termin wurde allerdings noch nicht bekannt gegeben. Im Zentrum der Visitation stehen dabei die Vorwürfe gegenüber dem ehemaligen Bischof der Diözese, Alois Schwarz. Er wolle "Verwundungen, Leiden und Missverständnisse wahrnehmen", "mögliche Irrwege aufzeigen" und "alles sorgsam prüfen", so der Salzburger Erzbischof zu seiner anstehenden Aufgabe. Bischof Benno Elbs wird ihn dabei in beratender Funktion begleiten.

Genaue Prüfung als weitere Basis

Ein "Apostolischer Visitator" ist ein Beauftragter des Papstes, der in einer Diözese oder einem anderen kirchlichen Bereich als eine Art Kontrolleur mit umfassenden Befugnissen agiert. Die Untersuchten sind laut Kirchenrecht verpflichtet, "vertrauensvoll mit dem Visitator zusammenarbeiten, indem sie auf rechtmäßiges Befragen wahrheitsgemäß" zu antworten haben. Die Einsetzung eines Apostolischen Visitators für eine gesamte Diözese bedeutet, dass der Visitator im Auftrag des Papstes die gesamte Amtsführung des Diözesanbischofs - im Falle einer Sedisvakanz die des Diözesanadministrators - sowie alle diözesanen Einrichtungen zu überprüfen hat. Sein Bericht dient als Grundlage für weitere Entscheidungen des Apostolischen Stuhls.

Stellungnahme des Kärntner Diözesanadministrator Engelbert Guggenberger zur angekündigten Visitation.

Quelle (kathpress / red)