Am Mittwoch Vormittag wurde die offizielle Ernennung von Benno Elbs zum Bischof von Feldkirch verlesen. Dies geschah öffentlich, im Rahmen eines Pressegesprächs. Seinen ersten Schritt in die Öffentlichkeit tat der neue Bischof allerdings schon eine Stunde zuvor – bei einem Treffen, zu dem alle MitarbeiterInnen eingeladen waren.

Dompfarrer Rudolf Bischof sprach in seinen Begrüßungsworten von der Wartezeit: „Zwei Mal neun Monate, zwei große Schwangerschaften sind vorbei – jetzt ist das Glück geboren. Wir haben einen Bischof.“ Die Freude ist groß, denn Benno Elbs ist kein Unbekannter. Rudolf Bischof bezeichnete ihn als einen „spirituellen Menschen“, der diese spirituelle Energie auch vermitteln kann, der auf die Menschen hört und deshalb glaubwürdig ist. Zudem hat er viel Erfahrung in der Verwaltung, was für seine neue Aufgabe hilfreich ist.

Als Benno Elbs dann an der Reihe war zu reden, tat er dies nicht mit großen, programmatischen Worten. Vielmehr erzählte er von den Erlebnissen der letzten Tage, was außen und innen so vor sich ging. Dabei sprach er zu „seinen“ Leuten, zu einem vertrauten Kreis und begann mit einem Dank für die große Hilfe und Mitarbeit.

Gemeinsam den Weg gehen

Der Wunsch des Papstes hatte ein Hin und Her von Gefühlen in ihm ausgelöst. Da war die Freude über das Zutrauen des Papstes, der große Respekt vor der Aufgabe und auch die Angst vor dem, was da auf ihn zukommt. Benno Elbs nahm sich Zeit für seine Entscheidung. Als diese dann öffentlich wurde, freute er sich über die große und positive Resonanz. Sie führte ihm vor Augen, wievielen Menschen die Kirche ein Anliegen ist und wieviele Menschen die Kirche mittragen. Im Pressegespräch später sagte er: „Es fühlt sich dann gut an, wenn ich an die Menschen denke, die mit mir den Weg gehen.“ Das gibt ihm Vertrauen.

Um die Menschen geht es ihm in seiner Aufgabe, darum „ihnen zu zeigen, dass wir bei ihnen sind“. Für die Pastoral bedeutet dies, sich den anstehenden und sich stets verändernden Fragen zu stellen. Als seine Aufgabe sieht er es auch, die Freundschaft mit Gott zu leben und Menschen in diese Freundschaft zu führen. Für diese Aufgabe bat er seine MitarbeiterInnen um ihr Gebet und um den jesuanischen Blick. „Ich wünsche uns allen zusammen von Herzen Gottes Segen“, schloss er seine erste Rede.

Unterstützung

Auch Abt Anselm van der Linde war zu dem ersten Treffen eingeladen und brachte durch seine Anwesenheit seine Solidarität und seine Bereitschaft zur Unterstützung zum Ausdruck. Beides hatte er selbst von Benno Elbs erfahren. „Es ist wichtig, dass wir nicht Angst haben, Freundschaft und Zärtlichkeit zu zeigen“, betonte der Abt des Klosters Mehrerau. Er erinnerte daran, dass „Glaube niemals ein Ausdruck von Macht sein darf“ und wünschte dem neuen Bischof viel Kraft für seine Aufgabe.

Pastoralamtsleiter Walter Schmolly schloss sich den Glückwünschen an. „Für uns ist es ein besonderer Tag. Wir haben sehr darauf gehofft und entsprechend groß ist nun die Freude. Er wünschte dem neuen Bischof für seine Aufgabe, dass sein Humor erhalten bleibe und sein Vertrauen sich immer wieder erneuere.

Ein Video mit Auszügen aus dem Pressegespräch finden Sie hier.