Das Flüchtlingslager Kakuma in Kenia gehört zu den größten des afrikanischen Kontinents. Auch der Jesuiten-Flüchtlingsdienst ist vor Ort – und dank der MIVA-Fahrradaktion hoffentlich bald mit dem Rad unterwegs.

Was all diejenigen, die Quoten, Abschiebungen und geschlossene Grenzen fordern, gern vergessen: Bei uns in Europa kommt nur ein Bruchteil derjenigen an, die Kriege, Krisen und Perspektivlosigkeit zur Flucht aus ihrer Heimat zwingen. In ganz Ostafrika zum Beispiel leben Millionen Menschen, die vor bewaffneten Konflikten in Somalia, im Kongo oder im Süd-Sudan geflohen sind – allein 200.000 im Flüchtlingslager von Kakuma im Nordwesten Kenias.

Unermüdlicher Einsatz

Ohne den Einsatz des UNO-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) und zahlreicher Nichtregierungs-Organisationen wäre ein Leben im Lager kaum möglich. Der Jesuiten-Flüchtlingsdienst (Jesuit Refugee Service, JRS) betreut dort unter anderem so genannte „sichere Häfen“ für Frauen, die von Gewalt bedroht sind. Er sorgt sich um gefährdete Kinder und Jugendliche, hat Schulen eingerichtet und bietet Internet-Fernstudien an.

Der Mangel an Perspektiven bleibt für viele trotzdem schwer erträglich. Aber auch für die Helferinnen und Helfer des JRS ist die Situation nicht einfach. Wer nicht in der Umgebung wohnt, verbringt die arbeitsfreien Abende und Wochenenden in der Regel in einer Barackensiedlung, die für die NGOs nahe dem Lagereingang errichtet wurde.

Fahrräder für mehr Flexibilität

Sie sollen nun Fahrräder erhalten, die aus Spenden an die MIVA (Missions-Verkehrs-Arbeitsgemeinschaft) finanziert werden. Damit können sie sich im Lager freier bewegen und sind nicht nur von den Mannschaftsbussen und ihren Abfahrtszeiten abhängig. Die Kosten pro Fahrrad belaufen sich auf etwa 120 Euro und sind so eine vergleichsweise kostengünstige, aber trotzdem enorm wirkungsvolle Hilfe in den ärmsten Regionen der Welt. Wenn sich die Drahtesel im Flüchtlingslager bewähren, soll die Aktion ausgeweitet werden.

Die MIVA ist ein katholisches Hilfswerk zur Finanzierung von Fahrzeugen in Entwicklungsländern. Die Fahrradaktion kommt wie bisher kirchlichen Laienmitarbeiterinnen und -mitarbeitern in den Dörfern zugute. Darüber hinaus wurden zuletzt weitere Projekte unterstützt: Fahrrad-Ambulanzen in Simbabwe, Fahrräder für Schulen im Kongo oder eben in diesem Jahr für Flüchtlingshelferinnen und -helfer in Kenia.

Spendenkonto: IBAN AT07 2032 0321 0060 0000

Quelle: MIVA / red

Spendenkonto

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Rückfragehinweis

Birgit Gruber b.gruber@miva.at, +437245 / 28945-44