Krippenfeier in der Familie mit Kindern am Heiligen Abend

Der Christbaum ist geschmückt.
Das Geschehen, das wir feiern steht im Mittelpunkt. Die Familie versammelt sich.
Die Krippenfiguren liegen ungeordnet bereit.
Die Krippe ist aufgestellt – leer.
Teelichter sind bei der Krippe bereitgestellt.

Gemeinsam singen wir ein Lied oder hören ein Musikstück:
"Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all!
Zur Krippe her kommet in Betlehems Stall.
Und seht was in dieser hochheiligen Nacht
der Vater im Himmel für Freude uns macht."

Jemand darf das Weihnachtsevangelium vorlesen:
Lk 2, 1-14

Aufbau der Krippe

Alle Familienmitglieder wählen sich eine Figur aus. Nun gehen sie einzeln in folgender Reihenfolge damit zur Krippe. Vor dem Hinstellen der Figuren auf den Platz in der Krippe werden die passenden Texte zur jeweiligen Figur gelesen oder erzählt

Maria
Dieser Name bedeutet: Ich bin von Gott geliebt.
Maria glaubt an die Liebe Gottes.
Oft hat Maria nicht verstanden, was Gott von ihr wollte.
Aber sie vertraut auf Gott und sagt "Ja" zu seinem Plan.

Josef
Das Evangelium berichtet wenig über ihn.
Er stammt aus dem Haus Davids.
So muss er wegen der Volkszählung mit Maria nach Betlehem ziehen.
Das war nicht leicht. Denn Maria war schwanger und die Geburt war nahe.

Ochse und Esel
Sie gelten als nicht besonders kluge Tiere.
Und doch sind sie die ersten, die das Kind bestaunen.
Die Worte des Propheten Jesaja werden erfüllt:
"Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat keine Erkenntnis." (Jes 1,3)

Schaf
Schafe sind gutmütige und geduldige Tiere.
Der Prophet Jesaja vergleicht den Erlöser mit einem Lamm.
Johannes der Täufer weist auf Jesus hin und sagt: "Seht das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt." (Joh. 1,29)

Hirte
Hirten waren arme Leute, bezahlte Tagelöhner, die in den Höhlen der Bergwiesen wohnten.
Sie hatten keinen guten Ruf. Ihr Umgangsstil war rauh, ihr Aussehen nicht vertrauenserweckend. Sie lebten am Rande der Gesellschaft. Gott denkt anders als wir, er hat ein großes Herz. Denn die Hirten waren die ersten Menschen auf der Erde, die durch einen Engel die Botschaft hören durften: "Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren!"

WeihnachtskrippeChristkind
Ein kleines Baby hat jeder gern.
So klein, arm und hilflos ist das Gotteskind, damit keiner vor ihm Angst haben muss.
Für alle Menschen will es der Retter sein.
Immer erzählen und singen wir von dieser Nacht, die anders ist als alle anderen Nächte, weil in dieser Nacht Christus, der Retter, geboren wurde.

Lied und Gebet
Nun passt ein Weihnachtslied, z. B. Stille Nacht

Einfaches Gebet an der Krippe:
Guter Gott,
wir freuen uns über das Kind in der Krippe.
In diesem Kind willst du uns nahe sein.
Öffne unsere Augen und unsere Herzen für das Wunder der Weihnacht:
Du, Gott, ein Kind! Ein Kind in der Krippe!

Lasst uns Kerzen anzünden
Alle nehmen ein Teelicht, entzünden es an der Kerzen des Christbaumes.
Der Text wird gesprochen, die Kerzen werden um die Kruppe aufgestellt.

  • Ich entzünde das Licht der Freude - lasst uns die Freude, die dieses Kind gebracht hat, weiter geben.
  • Ich entzünde das Licht der Hoffnung, lasst uns Hoffnungszeichen sein wie dieses Kind.
  • Ich entzünde das Licht des Friedens, lasst uns Frieden stiften, denn da freut sich dieses Kind.
  • Ich entzünde das Licht der Liebe, lasst uns Liebe stiften, denn dieses Kind ist Liebe.
  • Ich entzünde das Licht des Vertrauens, lasst uns vertrauen auf Gott.
  • Ich entzünde das Licht des Glaubens, lasst uns wachsen im Glauben, durch das Geschehen dieser Nacht.

Vaterunser (kann gebetet werden)
Wir segnen einander (mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn) und wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest.
Wir beschenken einander, weil Gott uns reich beschenkt.

(Zusammenstellung: G. Zarits, Diözese Eisenstadt)