Infobrief_16 zum Pastoralgespräch "Die Wege der Pfarrgemeinden"

„Der Versuch, mit organisatorischen Maßnahmen das Weiterfunktionieren von Strukturen zu sichern, statt Verwandlung und Neuwerden zu riskieren ist ein chronisches Leiden in der Kirche.“
(Josef Epping, Tiefenheilung. In: Christ in der Gegenwart, Nr. 41 vom 10. Oktober 2010, S. 453)

Liebe Freundinnen und Freunde des Pastoralgesprächs!
Geschätzte Interessierte!

Anfang November haben Priester- und Pastoralrat den von Bischof, Generalvikar und Pastoralamtsleiter vorgelegten Entwurf einer „Struktur- und Personalplanung 2025“ diskutiert und mit einem einstimmigen Votum dessen Ansatz und Grundausrichtung (mit einigen Anmerkungen für die konkrete Umsetzung) bestätigt. Die Planung will zum einen eine verlässliche Perspektive für die nächsten 15 Jahre eröffnen und zum andern strukturelle Impulse im Sinne der guten Entwicklung des pfarrlichen Lebens setzen. Sie will also entschieden mehr sein als die Verwaltung des Mangels an Priestern, Beteiligung und Finanzen.

Das Votum steht am Ende eines gemeinsamen Gesprächs- und Lernweges, auf dem offenkundig Vertrauen zueinander gewachsen ist. Es ist vor allem auch das Votum, den Weg in der Haltung des gegenseitigen Hörens und gemeinsamen Lernens weiterzugehen. Das soll und wird so sein. Das Gespräch wandert jetzt in die Pfarrgemeinden. Zum einen läuft vielerorts die Auseinandersetzung mit den pastoralen „Orientierungen für die Wege der Pfarrgemeinden“. Zum andern wird auch die Klärung der Strukturen im Gespräch mit den Betroffenen erfolgen. Dabei werden auch jene Aspekte die gewünschte Aufmerksamkeit bekommen, die in den bisherigen Diskussionen als sensible Punkte markiert worden sind: das Verhältnis von Pastoralteam und PGR, die Sorge, ob sich auch künftig Frauen und Männer finden, die das pfarrliche Leben mittragen und mitgestalten, die bestmögliche Beteiligung von Frauen am Leitungsdienst.

In den nächsten Wochen werden nun im Konzept noch einige Detailfragen vertieft. Und es werden die ersten Schritte für die Definition der Einheiten (Pfarrverbände, Seelsorgeräume) gesetzt. Ein Vorschlag für diese Einteilung wird im Gespräch mit den Dekanen, den Dekanatskonferenzen und einzelnen Regionen entwickelt. Dieser wird dann im Konsultorenkollegium beraten und Bischof Elmar Fischer zur Entscheidung vorgelegt. Sobald das alles geklärt ist, werden wir selbstverständlich in den Dekanaten über die Entscheidungen informieren.

Wir bleiben also im Gespräch! Ihr

Dr. Walter Schmolly
Leiter des Pastoralamtes

Hier finden Sie den Infobrief_16 als Pdf-Download.

(Bild: John Wardell / flickr.com)