Mit diesen Worten beschrieb Hartmut Dünser seinen jahrelangen Einsatz in Burkina Faso. Vergangenen Freitag wurde ihm in feierlichem Rahmen der Romero-Preis verliehen.

Der 78-jährige Hartmut Dünser aus Kennelbach ist mit seinem Hilfsverein „Runde Eine Welt - Kennelbach“ seit mehr als 20 Jahren in Burkina Faso aktiv. Neben dem Bau von Brunnen für die Wasserversorgung verwirklichte er Projekte für eine nachhaltige Landwirtschaft, Berufsausbildungs- und Alphabetisierungsprogramme, letztere speziell für Frauen. Für sein Engagement wurde er nun mit dem Romero-Preis ausgezeichnet. Dieser Preis wird von der Katholischen Männerbewegung Österreich (KMBÖ) und deren entwicklungspolitischen Aktionen - z. B. Bruder und Schwester in Not - vergeben. Ausgezeichnet damit wird überdurchschnittlicher sozialer Einsatz im globalen Süden.

Vorarlberger Art

Herbert Nussbaumer, Obmann der KMBÖ Vorarlberg, erzählte bei der Begrüßung: Als er Hartmut Dünser mitteilte, er sei der heurige Preisträger, lautete dessen Antwort „Jemand anders hätte das mehr verdient. Es ist doch selbstverständlich, was ich getan habe.“ Diese Bescheidenheit, aber auch seine „Vorarlberger Art“, wie Nussbaumer es nannte - das Zupackende, Mutige, ja auch Sture - wurde in zahlreichen Ansprachen beim Festakt im Saal des Landeskonservatoriums hervorgehoben. Der Preisträger selbst widmete seine Rede den Menschen, die ihn bei seinen Projekten unterstützt hatten. Allen voran seine Frau Frieda.

Der Abend war informativ, abwechslungsreich und bewegend. Ein Schülerchor der HLW Rankweil und die Tanzgruppe ASTV Walgau sorgten für musikalische und tänzerische Umrahmung. Große Beachtung fand ein Video über Hartmut Dünser, das von Alexander Juritsch gedreht worden war. Einziger Wermutstropfen bei dem Fest: Einem 15-köpfigen Mädchenchor aus Burkina Faso, der extra zu dem Fest angereist wäre, war die Ausreise von den Behörden des westafrikanischen Land verweigert worden.


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