Bei Bischof Benno Elbs machten die Firmlinge der Pfarre Lochau Zwischenstation auf dem „langen Firmweg“. Nach einer Zeit der Vorbereitung von drei Jahren werden sie am Pfingstsonntag das Sakrament der Firmung empfangen.

Nach einem informativen Besuch bei der Young Caritas, im Dom und beim Ehe- und Familienzentrum trafen sie mit ihren Begleiterinnen Monika Pichler und Elisabeth Hörburger am 10. Februar im Bischofshaus ein.

Warum lasst ihr euch eigentlich firmen, wollte Bischof Benno von den Jugendlichen wissen. „Weil es halt dazugehört. – Weil ich zur Kirche gehören will. – Weil ich an Gott glaube. – Weil ich meinen Glauben festigen möchte. – Weil ich für meinen Glauben einstehen möchte“, so klangen die Antworten. Die Erfahrung von Spaß und Gemeinschaft bei Hüttenwochenenden auf der Tschengla am Bürserberg und in Bezau-Sonderdach bleiben ihnen jedenfalls in bester Erinnerung.

Die Farben des Hirtenstabs

Die Frage an Bischof Benno nach der Bedeutung der Farbsymbole im Hirtenstab des Bischofs hatten die Jugendlichen von ihrem Besuch zuvor im Dom mitgebracht. Im Bischofsstab finden sich die Farben des von Martin Häusle entworfenen Kirchenfensters zur Bibelstelle vom „Guten Hirten“ wieder. Sie stehen für christliche Grundhalten: das Gelb für Glauben, Rot für „Martyria“ – Zeugnis geben für den Glauben, das helle Rot für Caritas – Nächstenliebe und das Blau steht für Hoffnung.

Gewöhnliche Fragen

Frei von der Leber kamen auch ganz „gewöhnliche“ Fragen: Hätten Sie sich nicht auch manchmal eine Familie gewünscht? – „Durchaus“, räumte Bischof Benno ein. Die Entscheidung, ganz für die Menschen da zu sein und sich für sie einsetzen zu können, gerade auch in besonders belastenden Situationen oder bei tragischen Ereignissen, das hat er dennoch nie bereut.  

Firmweg: lang oder kurz?

„Sind Sie für den langen Firmweg?“ war eine weitere Frage, die der Bischof ganz klar bejahte. Die bewusste Entscheidung für ein Ja zu Gott, der zu jedem Menschen sagt: „Du bist mein geliebter Sohn / meine geliebte Tochter“ – mit anderen Worten: Du bist ein Lieblingsgedanke Gottes – das ist mit einem reiferen Alter von 17, 18 Jahren eben anders möglich als noch als Kind. Dass drei Jahre Firmweg schon auch Einiges an Durchhaltewillen erfordern, verschwiegen die Jugendlichen beim Weiterdiskutieren bei Pizza und Cola nicht.

Die Gaben des Geistes „Stärke, Entschiedenheit, Hoffnung und Freude für das Leben“ gab Bischof Benno beim Abschied den jungen Menschen als Wunsch mit auf ihren Wegen.