Ein Anschlag wie dieser verneint alles, worauf wir in unserem Zusammenleben vertrauen dürfen: Respekt und Achtung voreinander, Freiheit und Sicherheit.

Ein Gewaltakt wie dieser will unsere Angst, will, dass sie sich eingräbt in unser gesellschaftliches Gedächtnis und dass wir uns gegeneinander wenden.

Lassen wir das nicht zu. Stehen wir zusammen, gerade  in unserer Trauer und unserem Schrecken. Trauern wir gemeinsam um die Opfer dieser Nacht. Es ist wichtig, einen Ausdruck für unser Entsetzen zu finden, der Gewalt nicht mit Gegengewalt beantwortet. Das Gebet ist mein Ausdruck dafür.

Ich bete für die Opfer, für ihre Familien, für die Einsatzkräfte und Rettungsmannschaften, die ihr eigenes Leben aufs Spiel setzten, um uns zu schützen. Meine Gedanken sind bei allen, die heute mit großer Angst und Unsicherheit durch den Tag gehen.

Bischof Benno Elbs am 3. November 2020