Festgottesdienst mit Bischof Benno Elbs zum Abschluss des Jahres der Barmherzigkeit

Das Jahr der Barmherzigkeit hat versucht, den heute weit verbreiteten Denkweisen eine ganz andere Logik entgegenzustellen. Das stellte Bischof Benno Elbs in seiner Predigt zum Abschluss des Jahres der Barmherzigkeit am Christkönigssonntag, 20. November 2016, im Feldkircher Dom fest.

Der Logik des Marktes, des Profits, der Medien, auch dem Virus der Polarisierung, stellt die Logik der Barmherzigkeit die liebende Zuwendung zum Menschen entgegen: Gott hält die Türe seines Herzen immer offen. So sollen auch wir füreinander die Türe unseres Herzen offen halten. Dann kann daraus eine Logik der Hoffnung keimen, so Bischof Benno. Die Hoffnung hilft uns, in einer jeden Lebenssituation auch Licht, Sinn und Wege des Weitergehens zu finden. Dazu bedarf es auch der Barmherzigkeit mit sich selber. Sie gibt Raum, wo auch Fehler sein dürfen, und schenkt Versöhnung.

In zahlreichen Gottesdiensten wurde das Jahr der Barmherzigkeit abgeschlossen. "Zeitzeugen der Barmherzigkeit" erzählten von ihren Erfahrungen, Pforten der Barmherzigkeit standen ein letzten Mal offen. Im Dom St. Nikolaus trugen der Kammerchor Vokale Neuburg mit Werken von James Whitbourn, Domorganist Johannes Hämmerle und Saxophonist Martin Franz zur musikalischen Gestaltung bei. Mit Alltagsgegenständen wurde nochmals vor Augen geführt, wie sich Barmherzigkeit ganz konkret zeigen kann. Kopfhörer symbolisierten das "Ich höre dir zu, eine Rose stand für das "Ich bete für dich" und mit Brot wurde auf das "Ich teile mit dir" verwiesen.

Als Zeichen der offenen Türen verabschiedete sich Dompfarrer Rudolf Bischof an der Kirchentüre von den Mitfeiernden. Die Türe wird mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres wieder bedeutungsvoll, wenn es heißt: "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit."