Von Mittwoch bis Sonntag feiern Hindus in Indien das Lichterfest Diwali. Dabei wird mit bunten Farben, Lichtern und Geschenken der Sieg des Guten über das Böse zelebriert. Diwali ist eines der größten Festivals des Landes und auch ein wichtiger Wirtschaftszweig. Ein Fest, zu dem auch Bischof Benno Elbs im Namen der katholischen Kirche Österreichs die die österreichischen Hindu-Gemeinden beglückwünscht und an die gemeinsamen sozialen Anliegen der Religionen erinnert.

"Vielleicht ist es kein Zufall, dass dieses Fest — ähnlich wie unser christliches Weihnachten — gerade in die „dunkle" Jahreszeit der langen Nächte fällt, in denen die Symbolik des Lichtes von besonderer Strahlkraft ist", schreibt Bischof Benno Elbs. In diesem Jahr sei es besonder wichtig, "dass wir uns bemühen, jenen Menschen Licht und Wärme zu geben, die alles verloren haben und bei uns ihren Schutz suchen", weist Elbs auf die gemeinsame soziale Komponente zwischen den Religionen hin.

Licht als Verbindendes
"Ein zentrales Symbol Ihres Festes ist das Licht, das Sie in vielfältiger Weise entzünden werden. In diesem Zeichen wissen wir Christinnen und Christen uns Ihnen tief verbunden, ist doch auch in unserem Glauben das Licht — wie bei Ihnen — ein ergreifender Ausdruck der göttlichen Ankunft und Gegenwart. Wir sind überzeugt, dass unsere Welt Menschen braucht, die fähig sind, die Wirklichkeit im Lichte Gottes zu betrachten. So beten wir etwa immer wieder in unserem Psalm: „In deinem Licht schauen wir das Licht." (Ps 36,10) Wir wissen, dass sich ebenso unzählige Hindus um einen solchen Blick auf die Welt bemühen, und wir wünschen Ihnen allen, dass Ihr Lichterfest Sie darin bestärkt und Ihnen viele Licht-Blicke schenkt, um die Wirklichkeit tiefer zu erkennen das Leben entsprechend „lichtvoll" zu gestalten.", betont Elbs. Benno Elbs ist Referatsbischof für Weltreligionen der Österreichischen Bischofskonferenz.

Die Bedeutung von Diwali
Schätzungen zufolge gibt es rund 10.000 Hindus in Österreich. Jedes Jahr zwischen Mitte Oktober und Mitte November feiern Tausende Menschen das bis zu fünftägige Festival in ganz Indien. Im Vorfeld der Feierlichkeiten werden Häuser und Wohnungen gereinigt und geschmückt und Hunde sowie Kühe mit Blumenketten behängt und bemalt. In den Wohnräumen und außerhalb stellen Gläubige Öllampen und Laternen auf, Lichterketten säumen die Straßen. Familie und Freunde werden beschenkt und es werden spezielle Süßigkeiten gegessen.

In der Nacht von Diwali zeigen sich Hindus in neuen Gewändern und halten gemeinsame Gebete (Pujas) - meist zur Göttin Lakshmi - ab. Sie ist die Göttin des Wohlstands, des Reichtums und des Glücks. Die Gebete richten sich regional an unterschiedliche Gottheiten. Nach den Gebeten folgen Feuerwerke und ein Festessen. Am dritten Tag steht vielerorts eine Einkaufstour auf dem Programm, bevor die beiden letzten Tage wieder der Familie gewidmet sind. (red/kathpress)