Da soll noch einer sagen, die Kirche gehe nicht mit der Zeit. Als "Ausdruck eines verantwortungsvollen Umgangs mit der aktuellen Corona-Lage" tagt die Österreichische Bischofskonferenz aktuell digital. Die Themen sind dieses Mal die Auswirkungen der Corona-Situation auf das kirchliche Leben, die Seelsorge und Hilfsangebote.

Normalerweise treffen sich die Österreichischen Bischöfe für die Vollversammlung ja zwei Mal jährlich persönlich. Weil heuer aber gar nichts "normal" ist, findet die Sitzung nicht in Salzburg, sondern erstmals in Form einer Videokonferenz statt. Ebenfalls ein Novum ist, dass der Salzburger Erzbischof Franz Lackner erstmals in seinem neuen Amt als Bischofskonferenz-Vorsitzender eine Vollversammlung der österreichischen Bischöfe eröffnet und damit Kardinal Christoph Schönborn "ablöst".

Bewährte Kommunikationsform

"Aufgrund des Lockdowns haben sich die Bischöfe bewusst dazu entschieden, sich dieses Mal digital zu treffen und auszutauschen", sagte Lackner unmittelbar vor Beginn der Beratungen im Kathpress-Interview. Wirklich "neu" ist da für die Bischöfe nicht, schließlich nutzen sie diese  Form der Kommunikation schon länger für informelle Videokonferenzen.

Und die Themen sind ...

Aus aktuellem Anlass werden die Auswirkungen der Corona-Situation auf das kirchliche Leben, die Seelsorge und Hilfsangebote ein Hauptthema der Beratungen des Episkopats sein, führte Lackner aus. Weitere wichtige Punkte werden die gesellschaftliche Situation nach dem Terroranschlag vor einer Woche in Wien sein. Auch die jüngste päpstliche Sozialenzyklika "Fratelli tutti" steht auf der Tagesordnung der Bischofskonferenz.

Die digitalen Beratungen der Bischöfe dauern bis Donnerstagmittag, 12. November. Erzbischof Lackner wird am Freitag, 13. November, um 10 Uhr, in Wien im Rahmen einer Pressekonferenz über die Ergebnisse der Beratungen der Bischöfe informieren