500 Jahre Reformation gehen auch an der Österreichischen Bischofskonferenz nicht spurlos vorbei. Bei der Herbstvollversammlung, die nächste Woche über die Bühne geht, finden erstmals ein gemeinsamer ökumenischer Gottesdienst sowie ein Studientag mit Spitzen der lutherischen, reformierten und methodistischen Kirche statt.

Eisenstadt ist dieses Mal Schauplatz der Herbstvollversammlung der Österreichischen Bischofskonferenz, die vom 7. bis 11. November stattfindet. Und da wird gleich ein gemeinsames Zeichen gelebter Ökumene gesetzt. "Neben dem Bedenken der geschichtlichen Entwicklung seit der Reformation und der Bilanz darüber, was in der Ökumene erreicht wurde, steht der gemeinsame Auftrag der Kirchen heute im Mittelpunkt. So soll ein Schritt auf dem Weg zur Einheit gesetzt werden", heißt es in der offiziellen Einladung zu einem ökumenischen Gottesdienst, der am Dienstagabend in Rust stattfindet.

Gemeinsamer Gottesdienst...

Mit einer gemeinsamen Pressekonferenz von Kardinal Schönborn und dem lutherischen Bischof Michael Bünker wird die Bischofskonferenz am Dienstag eröffnet. Um 18 Uhr feiern die Bischöfe mit den Repräsentanten der Evangelischen Kirche A.B. und H.B sowie der Evangelisch-methodistischen Kirche einen ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Rust.

... und ein gemeinsamer Studientag

Die ökumenische Begegnung wird am Mittwoch, 9. November, mit einem gemeinsamen Studientag fortgesetzt. Dabei referieren die frühere evangelische Superintendentin Luise Müller und der katholische Theologe Jozef Niewiadomski. In der Folge soll die Zusammenarbeit der Kirchen im karitativ-diakonischen Bereich, in der Bildung und in der geistlichen Ökumene vertieft werden.

Ein Hauptpunkt der Vollversammlung wird die Wahl des Vorsitzenden sowie des Generalsekretärs der Bischofskonferenz sein, weil deren sechsjährige Funktionsperiode abläuft. Laut Statut ist für beide eine Wiederwahl möglich. Kardinal Schönborn steht seit 1998 an der Spitze der Bischofskonferenz, Generalsekretär Schipka wurde im November 2010 von den Bischöfen in das Amt gewählt. (red/kathpress)