80 Jugendliche diskutierten mit Bischof Benno Elbs und Studierendenseelsorger Simon Kopf beim „Hot-Spot-Talk“ im Alten Hallenbad.

Glauben oder nicht glauben, das ist hier die Frage. 17 % der österreichischen Bevölkerung sind ohne Religionsbekenntnis. 5%würden die Frage nach der Existenz Gottes mit einem klaren Nein beantworten – sie sind bekennende Atheisten. Doch kann man ohne Religion überhaupt ein sinnerfülltes Leben führen? Was bedeutet es genau, gottlos zu leben? Und wie viel Religion braucht der Mensch wirklich? Diesen Fragen gingen 80 Jugendliche und Junggebliebene am Donnerstag im Alten Hallenbad in Feldkirch auf den Grund. Bischof Benno Elbs und Dr. Simon Kopf (Wissenschaftler) diskutierten mit jungen Leuten in entspannter Atmosphäre über die Themen "Religion und Atheismus".

Glaube ist etwas sehr persönliches und individuelles, das wurde gleich zu Beginn bei einer Umfrage nach der Glaubensausrichtung klar, bei der sich die Leute nur zögerlich meldeten. Dieser Meinung ist auch Simon Kopf, der das Thema von der wissenschaftlichen Seite beleuchtete. Im Gegenzug ließ Bischof Benno Elbs seine Erfahrungen mit Glaube und Religion einfließen. „Ich kann mir nicht vorstellen ohne Glauben zu leben“, antwortete er auf die Frage, ob ein Leben ohne Glauben möglich sei. Auch die Stimmen der Jugendlichen waren gefragt, so erklären ein Agnostiker und eine Gläubige den Anwesenden warum sie glauben oder eben auch nicht.

Unter dem Namen „Hot-Spot-Talk“ organisieren Jugendliche gemeinsam mit der Berufungspastoral der Katholischen Kirche Vorarlberg laufend Diskussionsabende. Mit dabei ist immer Bischof Benno Elbs. Für ihn ist das Format ein Weg, mit jungen Menschen unkompliziert ins Gespräch zu kommen, zu hören, was läuft und welche Fragen kursieren.  Jede Frage kann und soll gestellt werden. Ganz einfach so. Ohne große Hindernisse und Hürden. Das geht natürlich am Besten in gemütlicher Atmosphäre, wie es sie bei jedem Hot-Spot-Talk gibt.