Bildungsreferentin im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast

Termine für die Schulbesuchsaktion 2019
Montag, 18. November,  8 - 13 Uhr
Montag,, 25. November, 8 – 13 Uhr
Donnerstag, 28. November, 8 – 13 Uhr

Juliana Troy
Bildungsreferentin im Jugend- und Bildungshaus St. Arbogast

Juliana Troy wurde 1978 in Innsbruck geboren, wuchs in einer religiösen Familie in Wien und Vorarlberg auf und absolvierte nach der Matura eine Lehre als Zahntechnikerin in Bregenz. Ein für sie sehr einschneidendes Erlebnis brachte sie dazu, ihre Stelle zu kündigen und nach Innsbruck zu gehen, um Christliche Philosophie zu studieren. „Querdenken war meine Leidenschaft.  Aus pragmatischen Gründen inskribierte ich jedoch zusätzlich Fachtheologie, war doch die Philosophie in meinen Augen ein etwas brotloses Unterfangen“, so die verheiratete Frau und Mutter dreier Kinder.

Theologie ist relevant fürs Leben

Schon bald entwickelte sie eine Leidenschaft für die Theologie und die Frage nach Gott. Die Themen Krankheit und Leiden  hat sie spätestens seit der Diplomarbeit („Mein Gott, warum hast du mich verlassen? – Über die Gottverlassenheit Jesu am Kreuz und die Bedeutung für Sterbende und ihre Begleitung) nicht mehr los gelassen. Sie arbeitete in Innsbruck und Stanford (Kalifornien) als Krankenhausseelsorgerin. Menschen in ihren Nöten und Krisen, in Krankheit, Leid und Tod zu begleiten, empfindet sie als ein ganz besonderes Geschenk und etwas, das sie ohne die Hilfe und den Zuspruch Gottes nicht hätte tun können. Neben der Krankenhausseelsorge wurden ihr aber auch die gesellschaftspolitischen Themen zum Anliegen. Die Sozialenzykliken der Päpste, das Einstehen für ein würdevolles Leben und Arbeiten und auch die Mahnung Papst Franziskus‘ in seiner Umweltenzyklika Laudato si ermutigen die Menschen in unserer Gesellschaft zu einem  menschwürdigen und lebensfördernden Miteinander.  „Dabei hat die Christliche Botschaft, das Evangelium, nichts an Aktualität eingebüßt und betrifft jeden Menschen,  auch wenn ihm/ihr das nicht auffällt“,  so Juliana Troy. Nicht zuletzt diese Überlegungen  motivierten sie dazu, in christlicher Soziallehre zur Doktorin der Theologie zu promovieren.

Hinter jedem Sein steckt Gott

Eine der spannendsten Fragen ist für mich die metaphysische Frage, warum es etwas gibt und nicht vielmehr nichts. Wenn man beginnt, diese Frage durchzudenken, steht am Ende eigentlich eine religiöse Antwort. Von da her interessieren mich Menschen an sich. Was sie beschäftigt und was sie umtreibt. Nicht selten erlebe ich im intensiven Gespräch, dass die Frage nach dem Woher und Wohin, dem Sinn und Un-sinn des Lebens, viele umtreibt und ihnen zu denken gibt. Sich zu trauen, diesen Fragen Raum zu geben und auszusprechen, ist an sich schon philosophisch und theologisch und verlangt Mut, aber bietet auch ungeahnte Möglichkeiten und Chancen.