CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:15 - 18:45 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CIN-Gebetsstunde                                                                                                      09.06.2022

Im Namen des Vaters und des Sohnes…

Herr Jesus Christus, wir denken auch heute wieder an die Menschen, die für ihren Glauben leiden, die für ihre Hoffnung bedrängt werden, die für ihre Treue zu dir sterben. 

Nigeria: Nach einem brutalen Angriff auf eine katholische Kirche ist die Opferzahl im westafrikanischen Nigeria auf bis zu 100 gestiegen. Unter den Toten befinden sich zahlreiche Kinder sowie schwangere Frauen. Schwerbewaffnete Täter hatten die St. Francis-Kirche am Pfingstsonntag in der Stadt Owo während eines Gottesdienstes gestürmt, wahllos auf die Gläubigen geschossen und Sprengsätze ausgelöst. "Es war barbarisch, so etwas haben wir noch nie erlebt", sagte ein Politiker, nachdem er die Kirche und ein Krankenhaus besucht hatte. Präsident Muhammadu Buhari verurteilte den Anschlag. Die genaue Zahl der Opfer und welche Gruppe hinter dem Anschlag steht, blieb weiterhin unklar. Die Regierung hat eine Untersuchung eingeleitet. Dschihadistische und kriminelle Gruppen haben in den vergangenen Jahren zahlreiche Anschläge auf Kirchen im überwiegend muslimischen Norden Nigerias verübt. Religiöse Konflikte, insbesondere zwischen Muslimen und Christen, kommen in Nigeria immer wieder vor. Das Massaker fand im Südwesten Nigerias statt, einem Gebiet, das bisher nicht von der Unsicherheit und Gewalt betroffen war.

Beten wir für die Opfer dieses hinterhältigen Anschlags, Herr Jesus, nimm sie auf in dein Reich. Beten wir aber auch für die Hinterbliebenen um Trost und Halt im Glauben in dieser schweren Zeit. 

... Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat

Nach der Misshandlung und Tötung einer jungen Christin ist es im Nordwesten Nigerias zu weiteren Attacken auf christliche Einrichtungen gekommen. Zuvor waren zwei mutmaßliche Täter festgenommen worden. Ein ökumenisches Bündnis hatte zu friedlichen Protesten gegen die Gewalt aufgerufen. Die 21-jährige Studentin Deborah Samuel Yakubu war am 12. Mai von Kommilitonen in Sokoto im Nordwesten Nigeria geschlagen, gesteinigt und anschließend in Brand gesteckt worden. Ihr wurde vorgeworfen, in einer WhatsApp-Gruppe den Propheten Mohammed kritisiert und damit Blasphemie begangen zu haben. Yakubu gehörte einer evangelikalen Freikirche an.

Beten wir um Gerechtigkeit für Deborah Yakubu und für ein Ende der Gewalt gegen Christen und christliche Einrichtungen.

... Jesus, der für uns gegeißelt worden ist 

Nach der Festnahme der beiden Tatverdächtigen griffen Demonstranten unter anderem die Kathedrale der katholischen Diözese Sokoto an. Kirchenfenster wurden eingeschlagen und ein Gemeindebus verwüstet. Lokalen Medien zufolge wurden gezielte Falschinformationen gestreut, um die Stimmung noch mehr anzuheizen. Als Reaktion auf die Übergriffe rief Bischof Kukah die Christen auf „weiterhin das Gesetz zu respektieren und für eine Rückkehr zur Normalität zu beten“. Er dankte der Polizei und den lokalen Behörden für ihr schnelles Eingreifen, das eine Eskalation oder weitere Todesopfer verhindert habe. KIRCHE IN NOT sieht die Situation der Christen in Nigeria mit wachsender Besorgnis. Die dschihadistische Gewalt ist vor allem im Norden Nigerias auf dem Vormarsch. Mehrfach sind auch katholische Priester entführt und ermordet worden.

Beten wir für ein friedliches Miteinander aller Religionen und Weltanschauungen auf der ganzen Welt.

... Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist 

China: Seit dem 1. März gelten in China neue gesetzliche Richtlinien, die das Veröffentlichen religiöser Inhalte unter strikte staatliche Kontrolle stellen. Knapp drei Monate nach Inkrafttreten der Regelung berichten viele Christen von den Herausforderungen, die für ihr Glaubensleben entstanden sind. Die neuen Regelungen schreiben in allen Fällen eine staatliche Genehmigung vor, bei denen religiöse Inhalte auf Webseiten und in den sozialen Medien öffentlich gemacht werden sollen. Wer dies ohne vorherige Genehmigung tut, kann Schwierigkeiten bekommen. Ein Beobachter schildert kreative Wege, wie zB kodierte Worte in verschlüsselter Sprache, um heikle Wörter zu vermeiden und so zu verhindern, dass sie wegen der Veröffentlichung ‚illegaler Inhalte‘ gesperrt oder gelöscht werden. Man müsse jederzeit damit rechnen, dass ein „freundlicher Hinweis“ auf dem eigenen Bildschirm aufblinke. In diesem Fall habe man offenbar die Community-Regeln verletzt und werde dazu aufgefordert, bestimmte, nicht mehr erlaubte Wörter zu entfernen. Für öffentliche Konten gilt: Sobald bei einem Beitrag die Verwendung nicht erlaubter Schlagwörter angezeigt wird, wird der entsprechende Inhalt verborgen.

Beten wir um Stärkung unserer Glaubensgeschwister in China im Glauben und dass sie sich durch den immer stärkeren Druck nicht einschüchtern lassen.

... Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat 

Eine lokale Kontaktperson berichtet: „Bislang können wir uns noch regelmäßig virtuell treffen, indem wir verschiedene Kommunikationsmittel und -plattformen abwechselnd nutzen. Da wir mit der Zensur zu kämpfen haben, versuchen wir, bei der Wortwahl wachsamer zu sein. Wir mussten viele Artikel mehrfach bearbeiten, bevor wir sie online stellen konnten. Freunde wollten neue christliche öffentliche Konten erstellen, nachdem sie gesperrt worden waren. Aber ein solches Vorgehen wurde nicht mehr toleriert, das neu erstellte Konto wurde sehr schnell gesperrt.“ In einigen Provinzen wurden kleine Online-Gottesdienste inmitten des Treffens unterbrochen, ohne dass die Verbindung wiederhergestellt werden konnte. Die Kirchenmitglieder vermuten, dass bei den Treffen bestimmte Schlagwörter genannt wurden, auf die das System reagiert hat. Ähnliche Berichte gab es teilweise bereits vor der Einführung der neuen Verordnung. „Die Maßnahme hat unsere Besorgnis geweckt und die Folgen sind unklar, wir sehen jetzt, dass der Online-Zugang zu geistlichen Ressourcen und die Möglichkeit zur Verbindung mit anderen Brüdern und Schwestern weiter eingeschränkt wird. Aber wir finden immer wieder Wege, um online in Verbindung zu bleiben“, berichtet eine andere lokale Quelle von Open Doors.

Beten wir für alle Christen um Weisheit und göttliche Kreativität, um trotz aller Zensur Gemeinschaft zu pflegen und im Glauben zu wachsen.

... Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters…

Im Namen des Vaters…

Danke für Euer Mitbeten!