CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CSI-Gebetsstunde 13.6.2019

 

Vater im Himmel, wir bitten um deinen Schutz und Segen für alle religiös Verfolgten und beten für sie. 

Im Namen des Vaters..................

 

Westafrika

Vom 13. bis 20. Mai 2019 fand in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, die dritte Vollversammlung der Bischöfe Westafrikas statt. Überschattet wurde diese Begegnung von schweren terroristischen Anschlägen im Land.

Der aus Deutschland stammende Bischof Martin Happe, der die Diözese Nouakchott in Mauretanien leitet, nahm an dem Bischofstreffen in Burkina Faso teil. 

BISCHOF MARTIN HAPPE: Trotz dieser dramatischen Ereignisse sind über hundert Bischöfe aus mehreren westafrikanischen Ländern zu dem Treffen in Burkina Faso gekommen. Es war für die Kirche und das ganze Land ein Zeichen der Ermutigung. Nicht nur Burkina Faso ist von Gewalt betroffen, sondern die ganze Region. Die Gewalt geht von islamistischen Fundamentalisten aus, die Konflikte innerhalb der Volksgruppen und zwischen Katholiken und Muslimen loszutreten versuchen. Niemand weiß genau, wer dahintersteckt. Man muss auch festhalten: Die meisten Opfer dieser Gewaltwelle sind Muslime.

Bevor ich nach Mauretanien kam, habe ich 22 Jahre lange in Mali gearbeitet, die meiste Zeit im Norden des Landes. Damals fingen die Attacken an. Die Fundamentalisten haben gezielt die kleine christliche Minderheit angegriffen. Wobei man auch herausstellen muss: Bis zu 160 0000 muslimische Flüchtlinge aus Mali haben in Mauretanien Zuflucht gefunden. Für die Fundamentalisten sind auch diese Muslime „Ketzer“, die nicht diesem wahabitischen und fundamentalistischem Islam folgen. Die Nicht-Muslime sind für diese Terroristen natürlich noch schlimmer einzustufen. Deshalb sind die Christen ihre erste Zielscheibe.

Bitten wir den Heiligen Geist um Weisheit und Stärke für diese Bischöfe in ihrem Bemühen 

um ein friedliches Zusammenleben.

 

Jesus, der von den Toten auferstanden ist 

 

Der religiöse Fanatismus ist oft ein Vorwand. Es geht um Bodenschätze, es geht um politische Macht.

Sowohl die westafrikanischen Bischöfe als auch die Regierung in Burkina Faso haben in den vergangenen Tagen eindeutig gesagt: Wir lassen uns nicht spalten. Wir lassen uns nicht auseinanderbringen zwischen den verschiedenen Religionen und Volksstämmen. Denn sonst fallen wir genau auf das herein, was die Terroristen wollen.

Wir Bischöfe haben in der Schlussbotschaft unseres Treffens formuliert: Die Religionsführer müssen gezielt zusammenarbeiten. Wir müssen gemeinsam deutlich Stellung beziehen: Wer im Namen Gottes tötet, kann sich nicht als von Gott Gesandter bezeichnen. Wir müssen diesen Schulterschluss noch verstärken; es gibt ihn schon. Das ist das einzige Mittel, wie wir gegen die Gewalt vorgehen können.

Bitten wir in dieser Not:

„Komm du Geist der Heiligkeit, komm du Geist der Wahrheit, komm du Geist der Liebe, wir ersehnen dich.“

Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist

 

Die Ausgangssituation in Westafrika ist sehr unterschiedlich. Es gibt Länder mit einer christlichen Bevölkerungsmehrheit wie Ghana. Und es gibt Länder, wo die Christen eine kleine Minderheit darstellen, zum Beispiel in Mauretanien - ungefähr 4000 Katholiken.

In Mauretanien legen Regierung und Bevölkerung starken Wert darauf, dass sie eine islamische und keine islamistische Republik sind. Der Islamismus wird sehr stark überwacht. Es hat Anschlagspläne gegeben, aber die wurden alle im Voraus entdeckt und vereitelt. Ich als katholischer Bischof fahre im ganzen Land herum und habe keine Angst. Ich weiß aber nicht, wie lange das so bleibt.

Was können wir Christen in Europa tun?

Solidarität zeigen, das ist wichtig. Es ist schon sehr wichtig, dass wir Besuch bekommen, dass die Menschen Interesse zeigen, sich informieren und für uns beten.

Bitten wir in diesen Anliegen:

„Komm du Geist, mach du uns eins, komm du Geist erfülle uns, komm du Geist belebe uns, wir ersehnen dich.“

Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat

 

UN-Gedenktag für "Religiöse Verfolgung"

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ begrüßt die Entscheidung der Vollversammlung der Vereinten Nationen, wonach der 22. August als neuer „Internationaler Gedenktag für Opfer von Gewalt wegen ihrer Religion oder ihres Glaubens“ begangen werden soll. 

„Diese Entscheidung ist eine klare Botschaft und ein klarer Auftrag, dass die Vereinten Nationen, ihre Mitgliedsstaaten und die Zivilgesellschaft religiös motivierte Gewalt nicht tolerieren können und werden.“ 

Die Reaktionen der internationalen Gemeinschaft auf Meldungen über religiöse Gewalt seien bislang zu spärlich und zu spät erfolgt. Internationale Berichte wie die Untersuchung des US-Außenministeriums oder die Studie „Religionsfreiheit weltweit“ von „Kirche in Not“ verzeichneten eine „dramatische Zunahme der Gewalt gegen Gläubige praktisch aller Glaubensrichtungen auf allen Kontinenten, wobei Christen am stärksten verfolgt werden.

Allein in den vergangenen fünf Jahren sei es zweimal zu einem Völkermord an religiösen Minderheiten gekommen, „wie er in Syrien und im Irak vom IS an Christen und anderen religiösen Gruppen sowie von Militäreinheiten an muslimischen Rohingyas in Myanmar verübt wurde.“ Hinzukämen die anhaltenden „organisierten Gräueltaten“, die sich vermehrt gegen Christen auf dem afrikanischen Kontinent richten.

Vater im Himmel, wir danken dir, daß sich weltweite Organisationen nun öffentlich des Problems der religiös Verfolgten annehmen und bitten um deinen Geist, damit ihr Bemühen von Weisheit und Gnade erfüllt sei und zum Wohl der Unterdrückten führt.

 

Jesus, der dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat 

 

Der neue Gedenktag könne deshalb nur ein erster symbolischer Schritt sein. 

Am Ende müsse ein internationaler Aktionsplan stehen, um religiöse Verfolgung einzudämmen „oder um zu verhindern, dass sie zu noch größeren Gräueltaten wie Völkermord eskalieren“. Bislang fehle es dazu an politischen wie organisatorischen Möglichkeiten. „Unser Schweigen zur religiösen Verfolgung ist unsere Schande.“

Der neue „Internationale Gedenktag für Opfer von Gewalt wegen ihrer Religion oder ihres Glaubens“ wurde bei der UN-Vollversammlung am 28. Mai verabschiedet. Der Vorschlag war von Polen eingebracht worden. Die USA, Kanada, Brasilien, Ägypten, Irak, Jordanien, Nigeria und Pakistan hatten die Initiative unterstützt. 

Die Idee zum neuen Gedenktag geht auf die polnische Anwältin Ewelina Ochab zurück, einer international anerkannten Expertin für Religionsfreiheit. Bei einer im Herbst 2017 von „Kirche in Not“ veranstalteten Konferenz in Rom zur Lage der Christen im Irak stellte Ochab ihre Idee vor, durch einen UN-Gedenktag die weltweite Aufmerksamkeit auf Verletzungen der Religionsfreiheit zu lenken. „Kirche in Not“ hatte sie auf diesem Weg ermutigt.

Herr Jesus Christus sorge du, daß es nicht nur bei einem Gedenktag bleibt. sondern

für viele ein Anstoß zur Besinnung und Umkehr wird und segne Frau Ewelina Ochab für ihre gute Idee.

 

Jesus, der dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat

 

 

 

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin sein. Amen.