CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

Gebetsstunde 

CSI-Gebetsstunde 22.8.2019

Im Namen des Vaters........................

Gebet ist die tragende Kraft für unsere verfolgten Glaubensgeschwister

Wenn wir mit den Geschichten und Schicksalen von Menschen konfrontiert werden,
die für ihren christlichen Glauben leiden,kann man sich schnell hilflos fühlen. Man kann Christenverfolgung als etwas weit Entferntes,nicht Änderbares und zu Komplexes abtun. Und dennoch werden wir durch die Worte des Hl. Apostels Paulus zur Solidarität berufen: „Wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit.“ (1 Kor 12,26) Gebet ist dafür das wichtigste Mittel. Es überschreitet Entfernungen und kommt bis an Orte, die wir uns nicht vorstellen können. Die Apostelgeschichte (vgl. Apg 12, 5-11) lehrt, dass das Gebet Ketten zerbrechen, Gefangene befreien und Hoffnung in düstere Gefängniszellen bringen kann. Gebet bringt Hilfe und Erleichterung in aussichtslosen Situationen. Gebet dringt durch Mauern und Gitter. Gebet ruft die Engel des Herrn als Trost und Schutz. Gebet ist die tragende Kraft für unsere verfolgten Glaubensgeschwister. Die für uns selbstverständliche Religionsfreiheit wird in zahlreichen Ländern der Erde ignoriert, mit Füßen getreten und mit Gewalt verhindert. Angesichts dessen ist Gebet wichtiger denn je

So beten wir nun wie die junge Gemeinde in der Apostelgeschichte.

Jesus, der als König herrscht

London 

Das britische Außenministerium hat einen Bericht über Christenverfolgung veröffentlicht – die erste Studie dieser Art einer nationalen Regierung. Demnach habe die Gewalt gegen Christen in einigen Weltregionen „beinahe das Ausmaß eines Völkermords“ angenommen. Der Bericht geht detailliert auf aktuelle Übergriffe gegen Christen ein und formuliert Empfehlungen an das britische Außenministerium. Das Christentum sei die am meisten angegriffene Religionsgemeinschaft. Die westlichen Regierungen würden „ihre Augen vor dieser Realität verschließen“, beklagt der anglikanische Bischof Mountstephen. Die vorliegenden Ergebnisse und Handlungsempfehlungen sollten ein Aufruf an Politiker und Öffentlichkeit sein, „nicht länger Zuschauer zu sein, sondern Akteure zu werden“.

Religionsfreiheit und Maßnahmen als Reaktion auf Gewalt gegen Christen sollten deshalb „im Mittelpunkt der Prioritäten des britischen Außenministeriums“ stehen. Der Bericht wollendazu beitragen, Großbritannien „zur weltweit führenden Kraft bei der Verteidigung der Religionsfreiheit“ zu machen. Das Dokument wurde von einer unabhängigen Kommission verfasst. Dieser gehörten neben Regierungsmitarbeitern und Experten auch Nichtregierungsorganisationen an – unter ihnen das päpstlichen Hilfswerks „Kirche in Not“. 

Vater im Himmel, laß die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft die große Not der Christen erkennen und stärke sie, in ihren Handlungen weise und mit Gottes Kraft vorzugehen.

Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt

Eritrea

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur (idea) haben die eritreische Christin Twen Theodros zur Gefangenen des Monats Juli ernannt. Twen wurde erstmals im Jahr 2004 verhaftet. Damals war sie 23 Jahre alt und hatte sich soeben für das Christentum entschieden. Sie kam zunächst frei, nachdem ihr Vater den Behörden versichert hatte, dass sie den Kontakt zu einer Untergrundkirche abbrechen und nicht weiter missionieren werde. Im Jahr darauf wurde Twen abermals festgenommen. Sie weigerte sich, ihrem Glauben abzuschwören und sitzt seither ohne Gerichtsverfahren im Gefängnis. Von den rund sechs Millionen Einwohnern sind etwa 50 Prozent Muslime und 47 Prozent Christen.

Vater im Himmel stärke die in Eritrea inhaftierte Christin Twen Theodros und schenke ihr die Kraft, den unmenschlichen Bedingungen der Haft zu trotzen. Wende die Herzen jener, die sie verfolgen und schenke ihr die Freilassung

Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit

Kamerun:

Am 29. Juli kam es im Norden Kameruns zu einem brutalen Überfall auf mehrere Frauen durch Kämpfer der islamistischen Boko Haram. Dabei wurde mehreren Frauen jeweils ein Ohr abgeschnitten. Unter den Opfern sind sowohl christliche als auch muslimische Frauen. Der Vorfall ereignete sich in der Ortschaft Gakara an der Grenze zu Nigeria. Nach einem Bericht von Kirche in Not drangen die Angreifer nachts in verschiedene Privathäuser ein und hatten es offenbar nur auf die Frauen abgesehen. Mit brutaler Gewalt entführten sie acht von ihnen vor den Augen ihrer Kinder, brachten sie an den Rand des Dorfes und schnitten jeder von ihnen ein Ohr ab. Danach ließen sie die Frauen wieder frei, drohten jedoch mit weiteren Angriffen.

Es soll sich bei dem ungewöhnlichen Angriff um eine Strafaktion gehandelt haben. Die Frauen hätten den Extremisten zufolge Botschaften nicht an die Gemeinschaft weitergegeben.Sie berichteten, dass die Boko Haram Kämpfer ihnen gesagt hätten, dass sie wütend auf sie seien, denn wenn sie ihnen eine Nachricht geben, geben sie sie gar nicht oder nur in anderer Form weiter. Sie sagten, sie würden ihre Ohren abschneiden und ihre Münder zunähen.

Beten wir für die Menschen im Norden Kameruns:

Beten wir für die emotionale und körperliche Heilung der Frauen wie auch der Kinder, die während der Entführung anwesend waren.

Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten

Islamisten umwerben lokale Muslime, viele Kirchen sind geschlossen. Die meisten Menschen in diesem Gebiet sind Muslime, aber es gibt dort einige Kirchen. Wegen der herrschenden Unsicherheit ist der Gottesdienstbesuch drastisch zurückgegangen, so dass vier von fünf Gemeinden in Kolofata ihre Türen schließen mussten. Ein örtlicher Kirchenleiter kommentiert die Übergriffe der Islamisten so: „Ihr Ziel seit 2014 ist es, Nicht-Muslime dazu zu bringen, zu gehen, damit sie ihr Kalifat errichten können. Sie haben ihren örtlichen Glaubensbrüdern gesagt: ‚Ihr gehört zu uns. Ihr werdet ein gutes Leben und viel Land für euch allein haben.‘ Viele Einheimische haben sich ihnen nach diesen Versprechungen angeschlossen.Sie informieren sie über Militärpatrouillen und sind nicht leicht zu erwischen... Angesichts all dessen kann uns nur Gott helfen. Bitte betet weiterhin für uns.“

Beten wir um Schutz der Bevölkerung in der Grenzregion vor weiteren Angriffen.

Beten wir für die in dem Gebiet lebenden Christen, dass sie wieder Gottesdienste besuchen können und im Glauben gestärkt werden.

Beten wir, dass die Unterstützung für die Islamisten abnimmt und stattdessen das Evangelium Gehör bei den Menschen findet.

Jesus, der alles vollenden wird

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, …................