CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CIN-Gebetsstunde 16.1.2020

 

Wir beten für unsere verfolgten Glaubensgeschwister um Kraft, in der Nachfolge Christi das Kreuz zu tragen und auch in der Drangsal ihren christlichen Glauben zu bewahren.

Im Namen des Vaters................

Syrien - Ermordung der Erzbischöfe bestätigt

Bereits im Dezember 2016 sollen die jahrelang als Geiseln gehaltenen Erzbischöfe von Aleppo, der griechisch-orthodoxe Boulos Yazigi und der syrisch-orthodoxe Gregorios Yohanna Ibrahim von Milizionären ermordet worden sein. Die beiden Erzbischöfe wurden am 22. April 2013 im Gebiet zwischen der syrischen Metropole Aleppo und der Grenze zur Türkei verschleppt. Mitglieder des während des Syrienkonflikts sowohl von Saudi-Arabien als auch von den USA unterstützten Nour al-Din al-Zenki-Bewegung sollen die beiden Erzbischöfe getötet haben.

Nach Angaben der Autoren der Recherche sollen die beiden Erzbischöfe von Aleppo am 22. April 2013  einen Toyota-Kleinlastwagen verlassen haben, der vom Fahrer Fatha 'Allah Kabboud gesteuert wurde, um gemeinsam die Freilassung von zwei Priestern zu erwirken. Der armenisch-katholische Priester Michael Kayyal und der griechisch-orthodoxe Geistliche Maher Mahfouz waren zuvor von Anti-Assad-Rebellen entführt worden, die damals die Gebiete östlich der syrischen Metropole Aleppo kontrollierten. Die in Zivil gekleideten Bischöfe sollen nach einer Rekonstruktion der Autoren, dabei jedoch in eine Falle geraten sein, da die beiden entführten Priester Kayyal und Mahfouz nur als "Köder" benutzt worden sein sollen, um an die beiden Erzbischöfe zu gelangen. Das Fahrzeug, in dem die beiden Erzbischöfe von Aleppo unterwegs waren, wurde von den Entführern angehalten und der Fahrer Fatha Allah Kabboud, ein Katholik und Vater von drei Kindern, mit einem Kopfschuss getötet. Zu der Entführung hatte sich keine Gruppe bekannt.

Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.

In diesem Sinne beten wir zu unserem Vater im Himmel, daß all das Böse, das der Familie des Fahrers und den entführten Priestern und Bischöfen zugefügt wurde in 

Gutes verwandelt werde.

Jesus, der als König herrscht

In den folgenden Monaten und Jahren wurden Gerüchte über ihre bevorstehende Freilassung mehrmals in Umlauf gebracht, erwiesen sich jedoch immer als unwahr. Wie aus der jetzt auf medium.com veröffentlichten Untersuchung hervorging soll auch der türkische Geheimdienst MIT an der Entführung beteiligt gewesen sein und man begründet dies mit der Behauptung, dass die Gebiete, in denen die Entführungen stattfanden zu dieser Zeit "Sammelbecken der ausländische Geheimdienste" waren, die dort ohne die Unterstützung "gewöhnlicher Terroristen" kaum hätten operieren können.

Die Geschichte des Verschwindens der beiden Erzbischöfe war geprägt von irreführenden und falschen und Informationen, wie die einige Tage nach ihrer Entführung verbreitete Notiz über ihre angebliche Freilassung, nach der sie sich auf dem Weg zur syrisch-orthodoxen Kathedrale in Aleppo befinden sollten, wo dann eine Vielzahl von Christen aus Aleppo vergeblich auf sie warteten.

Beten wir um Trost und Kraft für die dortigen Christen, die mit all dieser Falschheit und Feigheit zurechtkommen müssen. 

Vater im Himmel steh ihnen in den vielen Enttäuschungen bei

Jesus, der in seiner Kirche lebt und wirkt

Es wird vermutet, dass die beiden Erzbischöfe gefoltert wurden und dass einer von ihnen im Jahr 2015 in einer der „Antakya Devlet Hastanesi-Klinik“ in Antiochia in der türkischen Provinz Hatay behandelt wurde. Im letzten Teil der Untersuchung wird behauptet, daß die beiden Bischöfe im Dezember 2016 an einem nicht näher bezeichneten Ort getötet und begraben worden sind, während Gebiete östlich von Aleppo von der syrischen Armee zurückerobert wurden. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die auf medium.com veröffentlichte Umfrage hilfreich sein kann, um Einzelheiten der Entführungsdynamik zu Beginn der Ereignisse  aufzuklären. In vielen Passagen scheint sie jedoch nicht ausreichend und endgültig zur Aufklärung des Schicksals der Erzbischöfe Boulos Yazigi und Mar Gregorios Yohanna Ibrahim beitragen zu können. 

Vater im Himmel wir bitten für alle, die mit dem Opfer ihres Lebens Zeugnis für dich abgelegt haben: Lass sie deine Herrlichkeit schauen.

Jesus, der wiederkommen wird in Herrlichkeit

Nigeria - Priesterseminaristen entführt

KIRCHE IN NOT reagiert bestürzt auf die Nachricht über die Entführung von vier jungen Priesteramtskandidaten in Nigeria. Nach lokalen Quellen ereignete sich der Vorfall bereits am 8. Januar 2020 im Priesterseminar „Good Shepherd“ (Guter Hirte) in der nordnigerianischen Stadt Kaduna.

Kurz nach 22:30 Uhr überwanden die Entführer den Zaun um den Wohntrakt der Seminaristen und drangen in das Gebäude ein. Sie schossen um sich, entwendeten Wertsachen und brachten vier Seminaristen in ihre Gewalt. Bei den Entführten handelt es sich um die Priesteramtskandidaten Pius Kanwai (19 Jahre), Peter Umenukor (23 Jahre), Stephen Amos (23 Jahre) und Michael Nnadi (18 Jahre). Sie stammen aus verschiedenen nordnigerianischen Diözesen und befanden sich am Beginn ihres Studiums. Seit der Entführung gibt es kein Lebenszeichen von ihnen, ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Auch über die Identität und die Hintergründe der Entführer liegen bislang keine Informationen vor. 

Gott unser Vater, schütze das Leben der vier Priesteramtskandidaten und sorge für die baldige Freilassung.

Jesus, der richten wird die Lebenden und die Toten

Der Geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“, Dr. Thomas Heine-Geldern, zeigte sich entsetzt: „Die Entführung unschuldiger junger Priesteramtskandidaten ist ein grausamer Akt. Wir appellieren an das Gewissen der Entführer, die jungen Männer freizulassen. Wir bitten gleichzeitig die Öffentlichkeit, sich unseren Gebeten anzuschließen, damit die vier Seminaristen bald unverletzt freikommen.“ 

Beten wir, daß die Regierung Nigerias die Dringlichkeit erkennt, das Leben und Eigentum der Menschen zu schützen und nicht Kriminelle die unsichere Lage ausnützen 

Jesus, der alles vollenden wird

 

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin sein. Amen.