CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CSI-Gebetsstunde 29.7.2021

Allmächtiger Vater im Himmel, wir bitten heute besonders für die Christen im Sudan, um deine Hilfe gegen Gewalt und Rechtlosigkeit und beginnen unser Gebet 

Im Namen des Vaters................

Sudan: Glaubensfreiheit der Christen wieder gefährdet? 

Die Ende 2019 zugesicherten Verbesserungen für Christen stehen in Frage 

Der Berater des sudanesischen Ministers für religiöse Angelegenheiten, der Christ Boutros Badawi, wurde Anfang des Monats in Khartum angegriffen. Am späten Abend des 3. Juli hielten bewaffnete Männer das Auto an, in dem er unterwegs war, zwangen ihn zum Aussteigen und verprügelten ihn schwer. 

Nachdem das Regime von Langzeit-Machthaber Omar al-Bashir im April 2019 abgesetzt worden war, wurde im November 2019 den Christen und Kirchen die Rückgabe gestohlenen Eigentums zugesagt sowie die freie Ausübung ihres Glaubens. Kirchengemeinden sollte der Bau eigener Gebäude und die Registrierung ermöglicht werden. Eine Nationale Kommission für Religionsfreiheit sollte eingerichtet werden. Ersten Verbesserungen folgen nun besorgniserregende Entwicklungen.

Das wurde auch bei dem Angriff auf Boutros Badawi deutlich. Laut Christian Solidarity Worldwide (CSW) hatte sich Badawi offen beschwert über „Verzögerungen der Regierung bei der Aufarbeitung historischen Unrechts, das die christliche Gemeinschaft erfahren hat. Dazu gehören Rückgabe von Eigentum, Ausstellung von Registrierungszertifikaten für Kircheneigentum und die offizielle Anerkennung rechtmäßiger Kirchenkomitees, die die Verwaltung kirchlicher Angelegenheiten erleichtern“. Bei der Prügelattacke gegen Badawi drohten ihm die Angreifer, er solle sich zukünftig nicht mehr dazu äußern. Mit einem Brief gegen ihn an das Ministerium wurde auch versucht, ihn zu diskreditieren.

Beten wir für Boutros Badawi, dass er sich schnell von seinen Verletzungen erholt.

Beten wir für ihn und die christlichen Leiter im Land um Weisheit, wie sie in der sensiblen Situation weiter vorgehen sollen.

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat

Die Hilfsorganisation Christian Solidarity Worldwide (CSW) berichtete, daß am 28. Juni Rafat Obid, Leiter der Sudan Evangelical Presbyterian Church in Khartum verhaftet wurde.

Er wurde beschuldigt, ein illegitimes Kirchenkomitee zu leiten, das die Angelegenheiten dieser sudanesischen Kirche in Khartum verwaltet. Bereits 2017 hatte ein Gericht Obid von ähnlichen Anschuldigungen freigesprochen. Die aktuellen Vorwürfe stammen von einem noch unter al-Bashir gegründeten alternativen Komitee, als Einmischungen der Behörden in kirchliche Angelegenheiten regelmäßig stattfanden.

Beten wir für Rafat Obid, dass die Anklagen gegen ihn als falsch fallengelassen werden und er auf freien Fuß gesetzt wird.

Jesus, der für uns gegeißelt worden ist 

Antichristliche Stimmung hält an

Während die sudanesische Übergangsregierung sich bemüht, die Menschenrechtsstandards einschließlich der Religionsfreiheit im Land zu verbessern, wird die Gesellschaft weiterhin von einem konservativen Islam dominiert. Christen erhalten weiterhin nur schwer Baugenehmigungen für neue Kirchen, da die Regierung die lokalen konservativen Muslime nicht beleidigen wolle.

Die Angriffe auf Kirchen gehen weiter. Ein Kirchengebäude, das letztes Jahr durch Brandstiftung zerstört und danach wieder aufgebaut worden war, wurde im Mai nach Drohungen von Dorfbewohnern und Behörden wieder abgerissen. Drei Monate zuvor wurde ein christlicher Jugendleiter verhaftet und von Sicherheitsbeamten verhört, die ihn davor warnten, eine neue Kirche zu gründen, da das Christentum „böse“ sei.

Vater im Himmel wir bitten, steh diesen tapferen Christen in ihren Enttäuschungern und Rückschlägen im Bemühen um Anerkennung ihres Glaubens bei und schenke ihnen Gnade und Frieden.

Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist

Die Sprecherin von Open Doors für Subsahara-Afrika, Jo Newhouse, sagt dazu: „Diese Situationen zeigen, dass es zwar einige entscheidende rechtliche Veränderungen gegeben hat, aber in der Gesellschaft die antichristliche Stimmung weiter besteht. Die internationale Gemeinschaft sollte die sudanesische Regierung weiterhin in diesen Belangen unterstützen und sie ermutigen, die Täter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Diese Art der Einschüchterung wird nur dann zurückgehen, wenn deutlich gemacht wird, dass Straflosigkeit für solche Angriffe der Vergangenheit angehören.“ Sie ruft dazu auf, weiter im Gebet für die Christen im Sudan zu bleiben.

Auf dem Weltverfolgungsindex 2021 steht der Sudan an 13. Stelle der Länder, in denen Christen am stärksten wegen ihres Glaubens verfolgt werden.

Vater im Himmel, wir bitten um deine Hilfe für die sudanesische Bevölkerung, von

ihrer antichristlichen Gesinnung abzukommen und Gewalttaten zu unterlassen.

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat

Vater im Himmel, wir bitten aber auch, daß die internationale Gemeinschaft die sudanesische Regierung in ihrem Bemühen, die Unruhestifter zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen, weiterhin unterstützt.

 

Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist.

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. Laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin sein. Amen.