CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

Gebetsstunde 

CSI-Gebetsstunde 9.8.2018

 

Vater im Himmel, wir beten heute für alle Christen, die schon jahrelang unter unmenschlichen Verfolgungen leiden um Erlösung aus ihrem Elend.

Im Namen des Vaters................

 

Pakistan: Christen nach Wahlausgang besorgt 

„Wir stellen uns für die kommenden Monate auf Herausforderungen und Gewalt ein“

Am 26. Juli wurde der ehemalige Kricket-Star Imran Khan zum Wahlsieger und künftigen Präsidenten Pakistans erklärt. Landesweit hatten tausende Christen für die Wahl gebetet, unterstützt von Betern in aller Welt. Wenige Stunden nach der Bekanntgabe erklärte Khan in einer Ansprache an die Nation, seine bevorzugte Regierungsform sei „der islamische Staat, wie er vom Propheten Mohammed in Medina gegründet wurde“. 

Unter Imran Khan haben religiöse Minderheiten nichts Gutes zu erwarten. Liberalisierung der drakonischen Blasphemie-Vorschriften wird es nicht geben - Christen bleiben islamistischer Gewalt schutzlos ausgesetzt. Imran Khan, ein früherer Cricket-Star und Playboy, sei in den vergangenen Jahren immer religiöser geworden und stehe heute streng islamischen Parteien nahe. Er strebe die Schaffung eines islamischen Wohlfahrtsstaates an, in dem religiöse Minderheiten nur geduldet sind.

„Da Imran Khan als großer Bewunderer des türkischen Autokraten Recep Tayyip Erdogan gilt, ist auch nicht zu erwarten, dass sich Pakistan in Sachen Menschenrechte und Demokratie weiterentwickelt“, warnte Delius. 

Imran Khan wurde immer wieder in Verbindung mit den Taliban gebracht und drückte seine Unterstützung für das berüchtigte Blasphemiegesetz aus, das unter anderem zum Todesurteil für Asia Bibi geführt hat. Ein christlicher Leiter analysiert: „Jetzt ist ein Mann an der Macht, der tief verwurzelt ist in genau dem Extremismus, der die Christen seit Jahrzehnten quält. Und doch hat Gott es zugelassen. So kann es die Kirche nur voranbringen.“

Beten wir, dass die Christen sich nicht entmutigen lassen, sondern trotz aller Enttäuschung im Glauben stark bleiben.

Jesus, der von den Toten auferstanden ist

Mitarbeiter christlicher Organisationen waren wochenlang unterwegs, um die Christen im Land zu ermutigen, sie zum Gebet aufzurufen und ihnen dabei zu helfen, sich über die Kandidaten zu informieren. “Über die sozialen Medien erhielten Christen Nachrichten wie: „Ihr täuscht die Menschen mit euren falschen christlichen Lehren. Wir werden euch nicht dulden. Wir werden euch fertigmachen!“  Eine Rhetorik des Hasses erfüllte die Luft.   

Beten wir, dass der Einfluss antichristlicher Kräfte auf die Regierenden zurückgedrängt wird und stattdessen Gott die Herzen lenkt.

Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist

 

Kinder beten und stellen schwierige Fragen

Auch bei christlichen Kinderevents waren die Wahl und die Zukunftsperspektiven der Christen seit Wochen ein wichtiges Thema. Ein Mitarbeiter erläutert: „Wir hatten sogar Gebetsfeiern mit Kindern, bei denen wir sie lehrten, ihr Land zu lieben und für den Frieden beten. Wir diskutierten auch schwierige Fragen wie: ‚Wenn wir beten und trotzdem sterben 140 Menschen bei einer Bombenexplosion, warum beten wir dann weiter? Terroristen werden immer Terroristen sein, oder? Sie werden uns immer hassen, oder? Stimmt es, dass wir Pakistan verlassen müssen, um leben zu können?‘“

Ernüchternder Ausblick

Eine Gebetsleiterin, ergänzt: „Wir danken Gott für all diejenigen, die uns liebevoll unterstützen und die uns ermöglicht haben, überall im Land Hoffnung zu verbreiten; besonders dort, wo Verzweiflung und Entrechtung am stärksten sind. Er wird uns unser tägliches Brot geben, uns vergeben und helfen, anderen zu vergeben, so wie er es immer getan hat.“

Beten wir für alle christlichen Dienste im Land, dass sie weiterhin mit Kühnheit und unter Gottes Leitung sein Reich in Pakistan bauen.

Maria, wir bitten, nimm die Christen in Pakistan unter deinen Schutz und laß sie nach deinem Vorbild auch im Schmerz das Vertrauen auf Gott nicht verlieren und nicht  resignieren.

Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat

 

Nordkorea: 

Zum 70. Jahrestag der Staatsgründung von Nordkorea erinnert Open Doors an das Leid der Brüder und Schwestern in dem Land, in dem es weltweit am gefährlichsten ist, sich zu Jesus Christus zu bekennen.

Mit der Gründung der Demokratischen Volksrepublik Korea am 9. September 1948 begann die Herrschaft von Kim Il Sung im Norden der Halbinsel – und damit auch der Personenkult um ihn und später seinen Sohn Kim Jong Il. Sie müssen von allen Bewohnern Nordkoreas gottgleich verehrt werden. Dabei waren die Eltern und Großeltern von Kim Il Sung überzeugte Christen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Pjöngjang wegen seiner starken Kirche noch als „Jerusalem des Ostens“ bekannt. Kim Il Sung etablierte in Anlehnung an den christlichen Glauben eine eigene Version der Dreieinigkeit mit sich selbst als „Vater“, seinem Sohn Kim Jong Il und der Juche-Ideologie als Pendant für den Heiligen Geist. Das Narrativ um seine Geburt ist der Geburt von Jesus nachempfunden. Gleichzeitig prägen großer Hass und unvorstellbare Grausamkeit gegen Christen das Denken und Verhalten des Kim-Regimes.

Vor 1945 zählte man noch etwa 500.000 Christen im Norden, zehn Jahre später schien die Gemeinde ausgelöscht. In den Wirren des Koreakriegs flohen um 1950 etwa 1,5 Millionen Menschen nach Südkorea, darunter viele Christen. Von den in Nordkorea verbliebenen wurden Zehntausende getötet oder verschleppt. Die kleine Gemeinde im Untergrund wuchs jedoch wieder, sodaß die Anzahl der Christen heute auf bis zu 400.000 geschätzt wird, davon sind jedoch mehr als 50.000 in den berüchtigten Straflagern von Kim Jong Un.

Laut UN-Berichten gibt es kein Land, das Christen so unmenschlich und grausam verfolgt. Gerade an einem solchen Jahrestag ist es wichtig, an die Christen in Nordkorea zu erinnern und für sie zu beten.

Allmächtiger Vater, wir vertrauen deiner Vorsehung die Christen in Nordkorea an und beten für ein Ende ihres Martyriums.

 

Jesus, der dich o Jungfrau in den Himmel aufgenommen hat

Kim Jong Un kündigt Amnestie an – auch für Christen?

Anlässlich des 70. Jahrestages der Staatsgründung Nordkoreas hat die kommunistische Führung eine Amnestie für Strafgefangene angekündigt. Laut staatlichem Nachrichtenportal soll sie zum 

1. August 2018 in Kraft treten und betrifft Menschen, „die wegen Verbrechen gegen das Land und seine Menschen verurteilt wurden“. Beim historischen Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump im Juni war die Lage der Menschenrechte in Nordkorea laut Präsident Trump „ein wichtiges Thema“. Ob die Amnestie in diesem Zusammenhang steht und ob Christen unter den Freigelassenen sein werden, ist nicht bekannt.

Herr Jesus Christus, wir bitten für die Christen in Nordkorea um Erlösung aus ihrer jahrzehntelangen Drangsal und um ein Auferstehen der Menschlichkeit für sie.

Jesus, der dich o Jungfrau im Himmel gekrönt hat

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. Laß den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin sein.