CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CIN-Gebetsstunde                                                                                                   29.04.2021

Im Namen des Vaters und des Sohnes…

Herr Jesus Christus, wir denken auch heute wieder an die Menschen, die für ihren Glauben leiden, die für ihre Hoffnung bedrängt werden, die für ihre Treue zu dir sterben. 

Indien Eine kleine christliche Gruppe traf sich zum Gebet im Haus eines Pastors, als dieses von Anhängern einer militanten nationalistischen Hindu-Organisation gestürmt wurde. Der Vorfall ereignete sich im Bundesstaat Bihar. Während des Gebets drangen die radikalen Hindus gewaltsam in das Haus von Pinky Niwas und ihrem Mann, Pastor Ram, ein und verletzten die Anwesenden teilweise schwer. Während Pastor Niwas Schulter verletzt wurde, erlitt seine Frau schwere Kopfverletzungen. Der Angriff wurde durch Kameras im Inneren des Hauses zwar aufgenommen, die Aufnahmen wurden aber beschlagnahmt und die Polizei unternahm seither nichts gegen die Täter. Pastor Ram, der aufgrund eines Unfalls seit seiner Kindheit behindert ist, zog die Aufmerksamkeit der radikalen Hindus auf sich, weil bei ihm immer wieder Menschen aus der Umgebung zum Christentum konvertieren. Er erhielt deshalb in letzter Zeit verstärkt Drohungen, die Pastor Ram den Behörden meldete, die jedoch nichts unternahmen

Beten wir für dieses Ehepaar und ihre Gemeinde um Kraft und Zuversicht aber auch um ein Einsehen der Verantwortlichen, dass Religionsfreiheit ein unverhandelbares Menschenrecht ist. 

… Jesus, der von den Toten auferstanden ist.

Ägypten Der Kopte Nabil El-Habaschi wurde im November entführt und wie jetzt bekannt wurde vom Islamischen Staat mit einem Schuss in den Hinterkopf hingerichtet. In einer Stellungnahme der Al-Azhar-Moschee in der Zeitung „Egypt Independent“ wird die Tat verurteilt und der Familie des 62-jährigen Opfers Beileid ausgesprochen. Die Tat bestätige, dass „diesen terroristischen Gruppen das niedrigste Maß an Menschlichkeit fehlt“, so die Stellungnahme. Die Al-Azhar-Moschee ist die älteste Moschee Kairos und gehört mit ihrer Universität zu den bedeutendsten Lehrautoritäten des sunnitischen Islams. Laut ägyptischem Innenministerium sollen drei Täter bei einem Schusswechsel mit staatlichen Sicherheitskräften getötet worden sein. Weitere Anschläge auf koptische Einrichtungen seien geplant gewesen.

Wir beten für Nabil El-Habaschi und seine Hinterbliebenen. Nimm ihn auf in dein Reich und sei allen, die um ihn trauern, Trost und Zuversicht auf ein Wiedersehen.

 …Jesus, der in den Himmel aufgefahren ist.

Pakistan Die katholische Christin Asia Bibi bezeichnete das pakistanische Blasphemiegesetz als „Schwert“ in den Händen der muslimischen Bevölkerungsmehrheit. Gotteslästerung gilt in Pakistan als schwerwiegendes Verbrechen und wird meist mit dem Tode bestraft. Sie selbst saß deshalb lange Zeit in der Todeszelle. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Kanada. Bibi forderte die internationale Gemeinschaft auf, das Recht auf Religionsfreiheit weltweit durchzusetzen. Besonders dramatisch sei die Situation für Mädchen in Pakistan: viele Minderjährige werden entführt, vergewaltigt, zwangskonvertiert und anschließend mit ihren Tätern zwangsverheiratet. Sie kritisiert dabei auch die pakistanische Politik, allen voran Premier Imran Khan: „Wenn der Islam Frieden und Harmonie lehrt, wie kann dann im Namen der Religion ausgeübte Gewalt gegen christliche Mädchen und Frauen rechtens sein?“

So wie wir für Asia Bibi gebetet haben, beten wir für alle verfolgten Christen weltweit. Wir, die ohne Angst unseren Glauben leben dürfen, wollen durch unser Gebet unsere Solidarität ausdrücken und darum bitten, dass ihr Zeugnis in unserem Leben fruchtbar wird.

…Jesus, der uns den Heiligen Geist gesandt hat.

Südsudan Der aus Italien stammende Comboni-Missionar Christian Carlassare ist bei einem Anschlag in Südsudan verletzt worden. Unbekannte Angreifer gaben mehrere Schüsse auf Carlassare ab, den der Papst unlängst zum Bischof des südsudanesischen Bistums Rumbek ernannt hat. Der Missionar, dessen Bischofsweihe für den 23. Mai angesetzt war, wird derzeit in einem Krankenhaus in Rumbek behandelt. Zeugen gehen von einem gezielten Angriff auf den Italiener aus. Die Bewaffneten hätten ihn in die Beine geschossen. Der Zustand des Verletzten ist stabil. Die Ärzte erwägen jedoch, ob Carlassare zur weiteren Behandlung in die kenianische Hauptstadt Nairobi verlegt werden soll. Über das Motiv für den Angriff gibt es bisher keine Angaben. Carlassare ist seit 2005 in Südsudan tätig. Der Bischofssitz in Rumbek ist schon seit 2011 vakant – demselben Jahr, in dem Südsudan seine Unabhängigkeit vom Sudan erreichte. 

Beten wir für die rasche Genesung des zukünftigen Bischofs von Rumbek. Herr gib ihm Glaube, Liebe und Hoffnung für alle bevorstehenden Herausforderungen.

…Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.

USA Das Massaker von 1915 an der christlich-armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich bezeichnet nun nach Ronald Reagan 1981 auch Joe Biden als Völkermord und sieht darin eine historische Tatsache. „Jedes Jahr erinnern wir an diesem Tag an all jene, die beim Völkermord an den Armeniern im Osmanischen Reich starben, und verpflichten uns erneut zu verhindern, dass sich eine solche Gräueltat jemals wiederholt“, heißt es in der Erklärung. Außerdem betont Biden, dass es ihm nicht darum geht, der Türkei „Vorwürfe zu machen“. Immer wieder kam es aufgrund von Neid und Missgunst zu gewaltsamen Racheakten an der christlich-armenischen Bevölkerung im Osmanischen Reich. Die Lage spitzte sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts weiter zu: die unter westlichem Schutz stehenden Christinnen und Christen wurden zum Sündenbock für den Verfall des osmanischen Einflusses gemacht. Bis zu 1,5 Millionen Angehörige christlicher Minderheiten wurden zwischen 1915 und 1918 ermordet. Über die historische Einordnung kommt es mit der Türkei als Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs immer wieder zum Streit. Bereits 2015 hat sich Papst Franziskus unmissverständlich geäußert und bezeichnete die Ereignisse als „ersten Genozid des 20. Jahrhundert“. Außerdem mahnte er die Türkei, die Erinnerung an den Völkermord zu pflegen: „Wo es keine Erinnerung gibt, hält das Böse die Wunde weiter offen.“

Herr, wir vertrauen Dir auch Ihre Verfolger an: Öffne ihr Herz für das Leid, das sie anderen antun.
Lass sie Dich in den Opfern ihres Handelns erkennen und führe sie auf den Weg der Bekehrung.

… Jesus, der dich, o Jungfrau im Himmel gekrönt hat.

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters…        

Im Namen des Vaters…                    

Danke für Euer Mitbeten!