CSI-Gebet für verfolgte Christen

Jeden Donnerstag von 18:30 - 19:00 Uhr beten wir in der Erlöserkirche einen Rosenkranz vor dem ausgesetzten Allerheiligsten für verfolgte Christen aus der ganzen Welt. 

Weitere Informationen über verfolgte Christen finden Sie unter www.csi.or.at 

CIN (Christen in Not) Gebetsstunde 17.10.2019

Vater im Himmel, wir beten heute für alle wegen ihres Glaubens Verfolgte, besonders aber für die Christen in Syrien.

Im Namen des Vaters.................

Türkei-Offensive bringt Christen und andere Minderheiten an den Rand der Auslöschung. „Es war nicht klug, den Truppenabzug einzuleiten. Es war klar, dass den Kurden niemand helfen würde. Jetzt werden sie alles verlieren, wie es bereits in Afrin geschehen ist.“ Jacques Behnan Hindo, der emeritierte syrisch-katholische Erzbischof von Hassaké-Nisibi, macht sich im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ keine Hoffnung, was die jüngste Invasion der Türkei im Nordosten Syriens angeht. Die Entscheidung von US-Präsident Trump, seine Truppen aus dem Nordosten Syriens abzuziehen, hat eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, von denen die türkische Offensive nur ein erstes Fanal sein könnte. Verlierer aber werden nicht nur die Kurden sein.

Allmächtiger Vater im Himmel, wir bitten um deinen Schutz für alle Menschen, die in den umkämpften Gebieten leben und um ein baldiges Ende der Kämpfe.

Jesus, der für uns Blut geschwitzt hat

Christen ohne kurdischen Schutz

„Wie immer hat jede Kriegspartei ihre eigenen Interessen, aber wir Christen werden die Konsequenzen tragen“, sagt Hindo. Im Nordosten Syriens leben rund 30 000 bis 40 000 Christen verschiedener Konfessionen. Trotz Einschränkungen waren sie unter dem Schutz kurdischer Truppen relativ sicher in der Region, die sich zwischen dem Euphrat und der Grenze zur Türkei und der irakisch-türkischen Grenze erstreckt. Die Kurden waren nicht zuletzt wichtige Partner im Kampf gegen den Terror des sogenannten „Islamischen Staates“.

Beides scheint nun unter türkischem Militärfeuer ausgelöscht. Nun, da die Kurden um ihr eigenes Überleben kämpfen, stehen die Christen wie die anderen Minderheiten, zum Beispiel die Jesiden, ohne Schutz da. Ein neuer Exodus sei vorprogrammiert, so Bischof Hindo. Hinzu komme jedoch noch eine weitere, weit gefährlichere Entwicklung. „Es wurde gemeldet, dass eines der Gefängnisse, in dem IS-Kämpfer festgehalten wurden, im Kampf getroffen wurde und weitgehend unbewacht ist. Die meisten von den Terroristen werden jetzt frei sein. Das folgt einem Plan, Syrien zu zerstören – und nicht nur Syrien. Jetzt werden die Terroristen nach Europa kommen, durch die Türkei und mit der Unterstützung Saudi-Arabiens.“

Herr Jesus Christus, wir beten für die Christen und die Kurden, denen durch neuerliche Verfolgung und Vertreibung schon durch Jahre kein Leben in Ruhe und Frieden vergönnt ist, um ein Ende dieser Leiden.

Wir beten auch für die IS-Kämpfer um Bekehrung aus ihrer Verwirrung.

Jesus, der für uns gegeißelt worden ist 

Neu Flüchtlingswelle – vor allem in den Irak

Eine neue Flüchtlingswelle, die vor allem den Irak mit voller Härte trifft, befürchtet auch der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, der Hauptstadt der Region Kurdistan, Bashar Warda, da der Irak die nächstgelegene Zufluchtsoption darstellt. In Erbil haben wir in den vergangenen beiden Jahren schon eine steigende Zahl von Vertriebenen aus Nordsyrien festgestellt“, schreibt Warda in einer Erklärung, die dem Hilfswerk vorliegt. 

Der Libanon, der seit Ausbruch des Syrienkriegs die höchste Zahl von Flüchtlingen aus Syrien aufgenommen hat, beginnt nun Berichten zufolge mit einem verstärkten Rückführungskurs. Warda befürchtet deshalb: „Sollten Christen keine ausreichende Versorgung im Nordirak finden, werden sie den Nahen Osten ganz verlassen.“ Einmal mehr ist die Gefahr der Auslöschung des Christentums in einer seiner Ursprungsregionen zum Greifen nah. Letztlich könnte die erneute Eskalation sogar einem der Hauptziele des IS doch noch zum Erfolg verhelfen, macht Warda deutlich: „Der Ausrottung des Christentums in der Region.“

Vater im Himmel stärke du die Regierung und die Internationale Gemeinschaft, daß sie sich nicht abwenden, sondern Unterstützung und Beistand den Christen und den anderen unschuldigen Menschen, welche Religion sie auch haben, geben können und ihnen zu einer sicheren Heimat verhelfen.

Jesus, der für uns mit Dornen gekrönt worden ist

Greift der Konflikt auch auf Aleppo über?

Offen bleibt, ob der Plan der Türkei, eine Sicherheitszone im Nordosten Syriens einzurichten, auf die Region begrenzt bleibt. Sollte der Konflikt auch auf den Nordwesten überschwappen, wäre unter anderem Aleppo betroffen, wo derzeit rund 30 000 Christen leben. „Das könnte der Anfang vom Ende sein“, erklärt der in Aleppo ansässige armenisch-katholische Priester Mesrob Lahian gegenüber „Kirche in Not“.

„Die Menschen in Syrien leiden nach wie vor unter den unübersichtlichen Kriegswirren“, erklärt Herbert Rechberger, Nationaldirektor von Kirche in Not - Österreich. „Unser Hilfswerk hat in den vergangenen acht Kriegsjahren immer an der Seite der syrischen Christen gestanden. Wir werden sie auch jetzt nicht verlassen, während die Politik noch diskutiert, was jetzt zu tun ist.“

Vater im Himmel, wir beten und bitten, daß endlich Frieden in dieser Region einkehrt und die Politiker Erbarmen mit der kriegsgeplagten Bevölkerung haben.

Maria, nimm du besonders die Christen, die von allen Seiten bedrängt werden unter deinen Schutz und Schirm.

Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat 

Es darf nicht vergessen werden, dass die Kirchen oft die einzigen Anlaufstellen für die kriegsgeplagte Bevölkerung sind. Lebensmittel- und Medikamentenhilfen, Beiträge für Lebenshaltungskosten und Unterbringung von Flüchtlingen ist derzeit eine Priorität von "Kirche in Not".

Um die humanitäre und pastorale Sorge der christlichen Gemeinden für die notleidende Bevölkerung Syriens weiterhin unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden 

Wir beten für die kirchlichen Organisationen, die unter widrigsten Umständen ausharren und den Menschen helfen um Kraft und Schutz in dieser gefährlichen Situation.

Jesus, der für uns gekreuzigt worden ist 

Herr Jesus Christus, Sohn des Vaters, sende jetzt deinen Geist über die Erde. Lass den Heiligen Geist wohnen in den Herzen aller Völker, damit sie bewahrt bleiben mögen vor Verfall, Unheil und Krieg. Möge die Frau aller Völker, die selige Jungfrau Maria unsere Fürsprecherin sein. Amen.