60 Jugendliche aus Vorarlberg verbrachten das Pfingstwochenende in Taizé. Bereits seit über 50 Jahren organisiert die Katholische Jugend und Jungschar Vorarlberg die Reise zur bekannten Bruderschaft in Frankreich. Dieser Ort scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen, denn über die Hälfte der Teilnehmer/innen waren schon öfter dort. An was das liegt?

Wie überlebt man mit einem Löffel?

Ganz klar – man braucht noch einen Gewürzstreuer! Das Leben in Taizé ist einfach. Dafür bekommt man für wenig Geld das All-inclusive-Paket. Dieses beinhaltet einen Schlafplatz im Zelt oder in einer „Baracke“, Programm und Essen. Messer und Gabel braucht man nicht, da es immer Nudeln oder Eintopf gibt. Es reicht ein Löffel und eben der besagte Gewürzstreuer – dann schmeckt das Ganze gleich doppelt so gut. Wegen des Essens kommt man offensichtlich nicht nach Taizé. Es muss also am Ort liegen.

Tausende Jugendliche in einer Kirche

Es gibt drei Gottesdienste am Tag, die in einer riesigen Kirche abgehalten werden. Man glaubt es kaum, aber diese ist immer voll. Die Bruderschaft ist ökumenisch, was bedeutet, dass verschiedene christliche Glaubensgemeinschaften zusammen feiern. Damit alle mitfeiern können, besteht so ein Gottesdienst aus gemeinsamem Singen und Stille. Das hat schon was Magisches.

Mach was du willst

Ansonsten kann man sich einer Bibelrunde anschließen oder sich für einen der vielen Dienste einteilen lassen. Kochen, putzen, abwaschen – praktisch alle Arbeiten, die anfallen, werden von den Besucher/innen in Taizé erledigt. Natürlich spricht auch nichts gegen eine Runde Uno oder einen Nachmittag am kleinen See den man „Oase“ nennt.

Zwischen Spaß und Stille

Die drei Tage zwischen ganz Laut und ganz Leise gingen für die 60 Vorarlberger/innen trotz Regen viel zu schnell vorbei. Für mich ist nun klar, warum es viele Jugendliche immer wieder hier her verschlägt: Die bunte Mischung von Menschen aus der ganzen Welt, die Mischung zwischen Spaß und Stille, und das Gefühl willkommen zu sein, machen diesen unscheinbaren Ort in Frankreich zu etwas einzigartigem.