Coronafreundliche Weihnachtsfeier - Die Weihnachtsgeschichte als Stationenweg

Vorbereitung:

  • Der Stationenweg sollte mit Bildern ergänzt werden. Die Bilder und Texte werden an verschiedenen Orten im Dorf aufgehängt. Entweder erhalten die Familien einen Plan, in dem die Stationen eingezeichnet sind, oder man ergänzt jede Station mit einem Hinweis auf die nächste Station.
  • Zusätzlich können auch Kerzen mitgegeben werden, die dann an der letzten Station angezündet und abgestellt werden. So sieht man, wie viele Menschen sich schon auf den Weg gemacht haben.

1. Station

Bild: Maria und Josef gehen los
Vor vielen, vielen Jahren regierte ein mächtiger Kaiser. Sein Name war Augustus.
Eines Tages kam Augustus auf die Idee, alle Menschen in seinem großen Reich zählen zu lassen. Jeder musste sich in eine Steuerliste eintragen. Um das zu tun musste jeder in den Ort gehen, in dem er geboren war.
In Nazareth in Galiläa lebt Josef mit seiner Frau Maria. Auch sie müssen sich in die Listen eintragen lassen. Da Josef aus Bethlehem stammt, müssen sie den weiten Weg nach Bethlehem gehen. Für Maria ist das sehr beschwerlich, weil sie ein Kind erwartet. Ihr Bauch ist schon sehr dick.

2. Station

Bild: Maria und Josef auf dem langen Weg
Viele Tage gehen Josef und Maria durch das Land. Der Weg ist anstrengend. Josef macht sich Sorgen um Maria. Hoffentlich kommen sie noch rechtzeitig nach Bethlehem. Es wäre nicht gut, wenn das Kind unterwegs schon zur Welt kommen würde. Hier in der Wildnis gibt es keinen geschützten Ort.
Leider kommen sie nicht so schnell voran, wie Josef es gerne hätte. Doch jeder Schritt bringt sie Bethlehem näher. Irgendwann erblicken sie in der Ferne die Stadt Bethlehem.

3. Station

Bild: Stall
Josef und Maria kommen endlich in Bethlehem an. Sie suchen ein Zimmer für die Nacht. Es ist sehr viel los in Bethlehem. Alle Gasthäuser sind schon voll. Menschen drängen sich überall.
Josef und Maria kommen sich sehr hilflos vor. Doch sie geben nicht auf. Und tatsächlich hat ein Wirt Erbarmen mit ihnen. Er lässt sie in seinen Stall. So haben sie wenigstens ein Dach über dem Kopf und ein trockenes Lager. Endlich kann Maria sich von der anstrengenden Reise ausruhen.

4. Station

Bild: Hirten auf dem Feld
Etwa zur gleichen Zeit legen sich die Hirten auf den Feldern zur Ruhe. Sie bleiben immer bei ihren Schafen, denn die Schafe müssen auch in der Nacht beschützt werden.
Da erscheint in hellem Lichterglanz ein Engel. Die Hirten erschrecken und fürchten sich. Doch der Engel spricht zu ihnen: „Fürchtet euch nicht. Ich bringe euch eine Frohe Botschaft. Stellt euch vor: Gott selbst ist Mensch geworden. Als kleines Kind ist er zu uns gekommen. Dieses Kind liegt in Bethlehem in einem Stall. Sein Name ist Jesus!“
Die Hirten wissen nicht recht, was das bedeuten soll. Aber sie spüren, dass es wichtig ist. Und so gehen sie los, um dieses Kind mit eigenen Augen zu sehen.

5. Station

Bild: Krippe oder die Station direkt bei einer Krippe
Als die Hirten in den Stall kommen, finden sie Josef, Maria und das Jesuskind. Es liegt eingewickelt in Windeln in einer Krippe. Ehrfürchtig stehen die Hirten da und staunen. Manche knien nieder, denn sie spüren, dass Gott die Welt nicht vergessen hat.
Später gehen die Hirten wieder zu ihren Schafen und erzählen allen, die sie treffen, von dem Wunder, das sie gesehen haben.
Weihnachten ist nicht etwas, das nur vor 2020 Jahren stattgefunden hat. Nicht irgendeine alte Geschichte. Weihnachten ist auch heute. Gott will hier bei uns Menschen, in jedem Haus, in jeder Familie und in jedem Herzen zur Welt kommen.

Judith Zortea

Dieser Artikel erschien im anstösse Winter 2020. Dieses findet ihr hier als Download.

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