Anregungen für die Adventzeit mit der Familie!

Nestbautrieb im Advent

Kennen Sie das? Aus eigener Erfahrung oder aus ihrem Bekanntenkreis?

Steht die Geburt eines Kindes an, versucht die werdende Mutter ihr Bestes, alles in der Wohnung noch einmal so perfekt wie möglich herzurichten, in der Meinung, ist das Baby erst einmal da, wird dazu kaum noch Zeit sein. Aussenstehende nennen dieses Treiben amüsiert den Nestbautrieb. Und es stimmt: ist ein neues Baby da, bleiben viele andere Dinge erst einmal liegen. Aber auch bei den Eltern tritt eine Veränderung ein. Es ist nicht mehr so wichtig, ob alles perfekt aufgeräumt ist, das Dreigängemenü wie jeden Sonntag auf dem Tisch steht, das Auto innen und aussen staubfrei ist, etc. Das Kind bestimmt den Tagesablauf mit. Und es verschiebt die Perspektiven seiner Eltern. Es will genährt werden, es braucht Zuwendung und Pflege.

Der Advent ist die Vorbereitung auf ein großes Geburtsfest. Als Kind will Gott auf die Welt kommen. Auch dieses Kind wird uns die Frage stellen: Was ist wesentlich? Worauf kommt es eigentlich an? Wir von der Katholischen Jugend und Jungschar der Diözese Feldkirch geben an dieser Stelle keine Antwort. Wir rufen auf zu mehr Gelassenheit und weniger Nestbautrieb im Advent. Geniessen Sie die Zeit und suchen Sie mit uns nach dem Wesentlichen.

Anregungen für einen gemütlichen Sonntagnachmittag:

1. Bratäpfelrezept
aus „Auf dem Weg zum Weihnachtsfest. Das etwas andere Adventwerkbuch“ Katholische Jugend und Jungschar Linz, S. 140

Was du dazu brauchst:
5 Äpfel (je nach Anzahl der Personen, die mitschmausen wollen)
15 dag geriebene Nüsse
10 dag Zucker
5 Löffel Marmelade
1 Messerspitze Zimt
eventuell Rosinen

Und so wird es gemacht:
Die Äpfel waschen und das Kerngehäuse mit einem Entkerner aus dem Apfel auslösen.
Für die Fülle die Nüsse, Rosinen, Zucker, Zimt und Marmelade vermischen.
Die Fülle wird nun in die Äpfel „gestopft“.
Die gefüllten Äpfel auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Backrohr bei 200°C backen bis sie ganz weich sind (ca. 30 min).
Dann braucht man es sich nur mehr so richtig gemütlich zu machen -  und kann den Bratapfel genießen!

2. Witz
Der kleine Junge fragt den Nikolaus: „Du Nikolaus, musst du dein Gesicht eigentlich waschen oder nur kämmen?“

3. Gute Taten Wichteln
Auf kleine Zettel kommen alle Namen aus der Familie. Sie werden gefaltet und in einen Korb getan. Jede/r zieht einen Zettel und überlegt sich, was er für den/die Person Gutes tun kann. Das kann eine Kleinigkeit sein, z.B. Am Tisch bedienen...

4. Geschichte
„Geteiltes Licht brennt heller“ aus: „Mit Kindern Advent und Weihnachten feiern. Katholische Jugend und Jungschar der Diözese Graz-Seckau, S.57

Es gab einmal die Laterne Lumina. Sie schien und strahlte hell, besonders in der Nacht. Da ging sie gerne im Wald spazieren, und ihr heller Schein erleuchtete den dunklen Weg. Einmal, als sie wieder durch den finsteren Wald  wanderte, kam ein Sturm auf. Er rauschte in den Blättern und und bog die Bäume hin und her. Die Flamme der Laterne begann hilflos zu flackern, sie zuckte angstvoll, und plötzlich war sie ausgelöscht.

Stockdunkel war es jetzt, nichts konnte die Laterne Lumina mehr erkennen. Wie sollte sie nun den Weg finden? Ziellos irrte sie umher, müde und traurig stolperte sie zwischen den Bäumen. Da, auf einmal entdeckte sie von weitem einen schwachen Schimmer, ein Licht, das langsam immer näher kam. Lumina lief darauf zu und erkannte eine andere Laterne, die wunderbar leuchtete. „Gib mir bitte von deinem Licht!“ bat Lumina, „meins hat der Sturm ausgeblasen.“. „Nein“, antwortete die andere Laterne. „Wenn ich von meinem Licht etwas weggebe, dann sehe ich ja nicht mehr so gut.“ Lumina aber bat und flehte weiter. „Wie soll ich mich denn im Dunkeln zurechtfinden? Ohne Licht bin ich verloren! Bitte, gib mir ein kleines bisschen von deinem Licht. Es soll für dich noch genug übrig bleiben.“

Schließlich hatte die andere Laterne Mitleid mit Lumina. Sie teilte mit ihr das Licht. Und siehe da! Nun staunten beide. Jetzt war es noch viel heller als vorher. Das geteilte Licht leuchtete viel stärker und viel schöner.

[Kath. Jugend und Jungschar am 12. Dezember in den Vorarlberger Nachrichten, Familienseite]