Rund um die geplanten Sommeraktivitäten für Kinder und Jugendliche gab es viele offene Fragen und Unsicherheiten. Die Bundesregierung informiert in ihrem Leitfaden von 04. Juni 2020 mit welchen Maßnahmen die Umsetzung von Sommerlagern und Feriencamps möglich ist. Neben der Freude über die Möglichkeiten im Sommer, ist die Einhaltung der vielen gesetzlichen Maßnahmen herausfordernd. Wir empfehlen deshalb – egal ob ihr unsicher in der Planung und Umsetzung oder motiviert für Sommeraktivitäten seid – die folgenden Informationen sorgfältig zu lesen und individuell für eure Situation und eure Pfarre zu entscheiden, ob und in welchem Format Sommeraktivitäten bei euch stattfinden können.

Für Kinder und Jugendliche sind Kontakte zu anderen Gleichaltrigen und eine Abwechslung im Sommer von besonderer Bedeutung, nichtdestotrotz ist die Einhaltung der aktuellen Maßnahmen wichtig und muss von allen eingefordert werden. Deshalb möchten wir auch anregen, über Alternativen zu geplanten Sommeraktivitäten z.B. in Form eines Tagesangebotes nachzudenken.
Nachfolgend haben wir die unterschiedlichen geltenden Gesetzeslagen für die Durchführung eines Sommerlagers oder Feriencamps angeführt. Am Ende findet ihr noch Links mit weiterführenden Informationen, die bei der Entscheidung für Sommeraktivitäten mit Kindern und Jugendlichen unbedingt gelesen werden sollten. Zudem empfehlen wir, einen Leitfaden für unterschiedliche Szenarien (z.B. Checkliste Zimmer, Essenszeiten, Umgang mit Heimwehkindern, Umgang mit Verdachtsfällen …) während der gemeinsamen Zeit zu erstellen.

Stand 17.06.2020 (Ergänzung zu Stand 04.06.2020)

Für Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit gilt seit 29. Mai 2020 das Veranstaltungsgesetz (§10 Covid19-Lockerungsverordnung), sodass Sommerlager, Feriencamps und andere Sommerangebote als Veranstaltungen anzusehen sind. Mit Montag, 15. Juni wurden weitere spezifische Regelungen für Sommerlager und Feriencamps bekannt gegeben.

  • Der Mindestabstand von einem Meter zu Personen, die nicht in einem Haushalt leben, und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes können entfallen, wenn im Vorfeld ein Präventionskonzept erstellt wird.
  • Die mittlerweile gewohnten Hygieneregelungen (Hände waschen, Niesen in die Armbeuge, kein Händeschütteln, nicht ins Gesicht greifen, …) gelten nach wie vor.
  • Aktivitäten sind vorzugsweise im Freien durchzuführen, ohne körperliche Nähe.
  • Besuche am Lager sind nicht gestattet bzw. zu unterbinden.
  • Es sind maximal 100 Kinder/Jugendliche erlaubt (Gruppenleiter/innen, die zur Betreuung notwendig sind, werden nicht eingerechnet).

Präventionskonzept

  • Einschulung aller Betreuer/innen
  • spezifische Hygienemaßnahmen
  • Einteilung der Gesamtgruppe in Kleingruppen von max. 20 Teilnehmer/innen (Betreuer/innen können separat dazu gerechnet werden). Innerhalb der Kleingruppen kann der Abstand minimiert werden. Zu anderen Gruppen darf der Abstand von mindestens einem Meter nicht unterschritten werden.
  • weitere organisatorische Maßnahmen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2 Infektion
  • Eine Vorlage für ein Präventionskonzept wird von Seiten der Bundesjugendvertretung erarbeitet. Die Jungschar Linz hat bereits eines erarbeitet und ist auf ihrer Homepage zu finden. https://www.dioezese-linz.at/site/kjs/home/news/article/148214.html

Übernachtungen (§7 COVID-19-Lockerungsverordnung):

  • In Beherbergungsbetrieben muss mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Personen außer gegenüber Personen aus dem gemeinsamen Haushalt oder Mitreisenden in derselben Wohneinheit eingehalten werden.
  • In Schlaflagern muss zwischen schlafenden Personen, die nicht im selben Haushalt leben oder aus der gleichen Kleingruppe sind, ein Mindestabstand von 1,5 Metern (oder eine geeignete Schutzeinrichtung) eingehalten werden.
  • Informiert euch bei eurer gebuchten Unterkunft über die Anzahl an belegbaren Plätzen mit den aktuellen Maßnahmen und fragt nach den Sicherheitsvorrichtungen zur Umsetzung und Einhaltung der Maßnahmen.
  • Wir empfehlen euch, ein Zimmer mit Bett unbelegt zu lassen um dies bei einem begründeten Verdachtsfall nutzen zu können.

Mahlzeiten (§6 COVID-19-Lockerungsverordnung):

  • Es gelten die Regelungen der Gastronomie.
  • Schaut das Kinder / Jugendliche aus einem Zimmer bzw. gleicher Kleingruppe an einem Tisch sitzen.
  • Achtet grundsätzlich bei der Servierart darauf, dass Kinder und Jugendliche ihren Platz nicht verlassen müssen, sondern dass ihnen das Essen serviert wird.

 

 

Stand 04.06.2020

Für Angebote der außerschulischen Jugenderziehung und Jugendarbeit gilt seit 29. Mai 2020 das Veranstaltungsgesetz (§10 Covid19-Lockerungsverordnung), sodass Sommerlager, Feriencamps und andere Sommerangebote als Veranstaltungen anzusehen sind.

  • Der Mindestabstand von einem Meter zu Personen aus einem anderen Haushalt muss jederzeit eingehalten werden.
  • Die mittlerweile gewohnten Hygieneregelungen (Hände waschen, Niesen in die Armbeuge, kein Händeschütteln, nicht ins Gesicht greifen, …) gelten nach wie vor.
  • Mund-Nasen-Schutz muss derzeit noch in geschlossenen Räumen getragen werden, außer alle Personen sitzen mit Mindestabstand an einem Platz. Weitere Lockerungen sind ab dem 15. Juni 2020 zu erwarten!
  • Kinder unter 6 Jahren brauchen keinen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Personen, die aus gesundheitlichen Gründen keinen MNS tragen können, sind von der MNS-Pflicht ausgenommen.
  • Aktivitäten sind vorzugsweise im Freien durchzuführen, ohne körperliche Nähe.
  • Besuche am Lager sind nicht gestattet bzw. zu unterbinden.
  • Es sind maximal 100 Kinder/Jugendliche erlaubt (Gruppenleiter/innen, die zur Betreuung notwendig sind, werden nicht eingerechnet).

Übernachtungen (§7 COVID-19-Lockerungsverordnung):

  • In Beherbergungsbetrieben muss mindestens 1 Meter Abstand zu anderen Personen außer gegenüber Personen aus dem gemeinsamen Haushalt oder Mitreisenden in derselben Wohneinheit eingehalten werden.
  • In Schlaflagern oder Gemeinschaftsschlafräumen muss gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Mindestabstand von 1,5 Metern (oder eine geeignete Schutzeinrichtung zur räumlichen Trennung) eingehalten werden.
  • Informiert euch bei eurer gebuchten Unterkunft über die Anzahl an belegbaren Plätzen mit den aktuellen Maßnahmen und fragt nach den Sicherheitsvorrichtungen zur Umsetzung und Einhaltung der Maßnahmen.
  • Wir empfehlen euch, ein Zimmer mit Bett unbelegt zu lassen um dies bei einem begründeten Verdachtsfall nutzen zu können.
  • Mahlzeiten (§6 COVID-19-Lockerungsverordnung):
    Es gelten die Regelungen der Gastronomie. Dabei soll es ab 15. Juni zu weiteren Lockerungen kommen.
    Achtet grundsätzlich bei der Servierart darauf, dass Kinder und Jugendliche ihren Platz nicht verlassen müssen, sondern dass ihnen das Essen serviert wird.

An- und Abreise

  • An- und Abreisen sind so zu organisieren, dass es zu keinen Personenhäufungen kommt.
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln Abstand zu den übrigen Fahrgästen halten und Mund-Nasen-Schutz tragen.
    Gem. § 4 Abs. 3 ist bei der Beförderung von Personen in Reisebussen § 1 Abs. 3 sinngemäß anzuwenden, wonach gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Abstand von mindestens einem Meter einzuhalten und ein MNS zu tragen ist. Ist auf Grund der Anzahl der Fahrgäste sowie beim Ein- und Aussteigen die Einhaltung des Abstands von mindestens einem Meter nicht möglich, kann davon ausnahmsweise abgewichen werden.
  • Fahrgemeinschaften: wenn die Insassen nicht im gemeinsamen Haushalt wohnen, ist MNS-Pflicht einzuhalten und es dürfen maximal 2 Personen pro Sitzreihe befördert werden.

Räumlichkeiten:

  • Die Gestaltung der Räume soll die Einhaltung des Mindestabstandes sicherstellen.
  • Dies kann durch Zuweisung und Kennzeichnung der Sitzplätze erfolgen.
  • Aufstauungen und Ansammlungen beim Eintreten und Verlassen der Räume sollen bestmöglich vermieden werden.
  • Bekannte Hygienerichtlinien sicherstellen und darauf hinweisen.
  • Regelmäßiges Händewaschen: Nach Betreten einer Einrichtung und bei Bedarf (z.B. Niesen), sowie regelmäßig (z.B. vor Einnahme von Mahlzeiten) für mind. 30 Sekunden.
  • Möglichkeit der Händedesinfektion schaffen und für Kinder unerreichbar verwahren.
  • Beim Betreten und Verlassen der Räumlichkeiten muss derzeit ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Lockerungen sind ab 15. Juni 2020 zu erwarten.

Tipps:

  • Stellt sicher, dass ausreichend Vorräte an Seifen/Desinfektionsmittel für das häufige Händewaschen vorhanden sind.
  • Besorgt einen Vorrat Einweg-Mund-Nasen-Masken.
  • Ergänzt die Packliste für die teilnehmenden Kinder/Jugendliche mit „Mund-Nasen-Schutz“.
  • Erstellt eine Einverständniserklärung für die Eltern/Erziehungsberechtigten (eine Vorlage wird von uns noch ausgearbeitet) und lasst diese ausfüllen.
  • Erstellt Checklisten für verwendete Bereiche und verschiedene Szenarien, die während der gemeinsamen Zeit auftreten können.
  • Hinweisschild zu Schutzmaßnahmen ist am Eingang zu einem Angebot bzw. der Einrichtung gut sichtbar anzubringen.

Verhalten bei Verdachtsfällen oder bei COVID-19-Erkrankung

  • Kontaktieren der Gesundheitsbehörde unter der Nummer 1450.
  • Die Anweisungen sind auf jeden Fall zu befolgen.
  • Klärt im Vorfeld, wer im Team für die Umsetzung der nötigen Schritte zuständig ist.
  • Informiert die Eltern im Vorfeld darüber, dass das Ansteckungsrisiko nicht vollständig verhindert werden kann und es bei einer Erkrankung während oder nach dem Sommerlager notwendig sein kann, dass das Kind in Quarantäne muss.
  • Setzt die Eltern in Kenntnis, dass sie eine Erkrankung innerhalb von 14 Tagen nach dem Sommerlager der Lagerleitung melden müssen.
  • Leitfaden zum Download gibt es hier.

Quellen und weiterführende Links: