Über das verlängerte Wochenende wanderten 18 Abenteuerlustige ziellos durchs Ländle. Von Donnerstag bis Sonntag waren sie mit der Jungen Kirche Vorarlberg unter dem Motto „Ziellos zu Fuß“ unterwegs. Ziellos bedeutet jedoch auf keinen Fall planlos, denn einen Plan, den gab es.

Der Plan

Donnerstag, pünktlich um halb Neun, trafen sich die Jugendlichen, drei Wanderführer und Hund Kira im Diözesanhaus Feldkirch. Dort wurde zunächst einmal der Proviant verteilt. Mit Hilfe eines Würfels und einer Karte vom Ländle wurde der Startpunkt ermittelt: Lech. Von dort entschied ebenfalls der Würfel an Wegkreuzungen die weitere Route. So führte der Weg zur Ravensburger Hütte, Richtung Formarinsee und nach Marul.

Lernen fürs Leben

Wegen Regen und Wind wurde in der ersten Nacht in der Ravensburger Hütte übernachtet, danach folgten zwei Nächte unter freiem Himmel. Gekocht wurde am Feuer, zum Beispiel Couscous mit Zucchini und als Highlight gab es frisch gegrillte Schokobananen. Ein bisschen Weiterbildung gab es auch noch, denn die Teilnehmerinnen wissen jetzt wie man Steinkaffee kocht, ein Tarp baut und wo man das beste Holz für ein Lagerfeuer findet.

Was ist schon Zeit?

So weit oben in den Bergen tickt eine andere Uhr. Man geht schlafen sobald es kalt und dunkel ist und steht mit der Sonne wieder auf. Gespräche am Lagerfeuer sind wichtiger als Leistung und das Beobachten von Steinböcken und Murmeltieren besser als jedes TV-Programm.

Einer für alle, alle für einen

Vier Tage den Elementen ausgesetzt zu sein, schweißt zusammen. Man geht denselben Weg, passt die Geschwindigkeit an und hilft einander. So wurde in den vier Tagen aus 18 sich fremden jungen Leuten eine Gemeinschaft. Auch das kann Kirche sein.