Hotspot-Talk „g.flüchtet“

Der Hotspot-Talk am 18. Dezember drehte sich um die Flüchtlingskrise. 60 Jugendliche diskutierten mit Bischof Benno Elbs und Stefan Arlanch (Caritas Flüchtlings- und Migrantenhilfe) im Pfarrheim St. Karl, Hohenems, über dieses brisante Thema. Die Hot-Spot-Talks sind eine offene Veranstaltungsserie für junge Leute aus ganz Vorarlberg, geplant und durchgeführt von jungen Leuten zwischen Bludenz und Bezau und der Berufungspastoral der Diözese Feldkirch.

„Flüchtlinge werden von verschiedensten Institutionen als Bedrohung dargestellt. Dass Flüchtlinge uns nur ausnutzen und die Arbeitsplätze klauen, ist mittlerweile die Meinung der Mehrheit der Gesellschaft. Dass ein Flüchtling flüchtet, weil er keine Zukunft bei sich zu Hause sieht und die Flucht lebensgefährlich ist, daran denken die Wenigsten“, so stieg Arlanch in die polarisierende Diskussion ein. Das Thema wurde kritisch hinterfragt und dank Arlanch konnten die meisten offenen Fragen beantwortet werden. Auch Bischof Benno Elbs macht sich Sorgen, wohin diese Situation uns führt: „Wir müssen dem Mensch ins Antlitz schauen um zu begreifen, welche Persönlichkeit dahinter steckt. Nur dann können wir aufrichtiges Mitgefühl für diese Person haben.“ Ein Statement, das sich nicht nur auf Flüchtlinge ummünzen lässt, sondern auf die gesamte Gesellschaft.
„Es wär ger ned so deppat, wenn wir unser Schubladendenken aufbrechen und den Menschen als Ganzes sehen“, so ein Fazit der Diskussionen.

Vorarlbergs Jugendliche beschäftigen sich intensiv mit dieser Thematik. Das zweistündige Diskutieren war sicher keine Lösung, ein Schritt in die richtige Richtung ist dennoch getan.