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Wortspiel zum Sonntag - "Bock-Hirt"

von und mit Diakon Roland


Am Christkönigssonntag wird uns ein bekanntes Evangelium (Mt 25,31-46) vorgelesen:
In der Einleitung spricht Jesus zu seinen Jüngern:

„31 Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm,
dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen.
32 Und alle Völker werden vor ihm versammelt werden und er wird sie voneinander scheiden,
wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet.
33 Er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zur Linken.“

Was mir an dieser Bibelstelle neu auffällt, ist, dass der Menschensohn der Hirt der Schafe und der Böcke ist. Er ist also auch der „BOCK-HIRT“!
Und als Hirt der Böcke sagt er ihnen „bockhirt“ und klar die Meinung:

„42 Ich war hungrig und ihr habt mir nichts zu essen gegeben;
ich war durstig und ihr habt mir nichts zu trinken gegeben;
43 ich war fremd und ihr habt mich nicht aufgenommen;
ich war nackt und ihr habt mir keine Kleidung gegeben;
ich war krank und im Gefängnis und ihr habt mich nicht besucht.“

Es ist nicht immer klar und eindeutig, ob wir zu den Schafen oder den Böcken gehören. Ich glaube sogar, dass die Grenze in uns selbst verläuft. Einmal gelingt es uns das Gute zu tun, dann wieder nicht.
…Doch am meisten habe ich dazu gelernt, wenn mir jemand „bockhirt“, gerade und ehrlich die Meinung gesagt hat.

Wir haben hoffentlich & Gott sei Dank noch Zeit bis wir dem Menschensohn beim Gericht gegenüber stehen. ER wird uns bzw. dem Schaf und Bock in uns - dann - so glaube ich – liebevoll und bockhirt die Meinung sagen. Bis dahin dürfen wir noch viel dazu lernen.

Für viele ist die momentane Situation mit Corona und einem verschärften Lockdown auch eine sehr harte Zeit – eine bockhirte Zeit.
In dieser Zeit dürfen wir vertrauen, dass der Hirt der Schafe und der Böcke uns begleitet!

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