Der Kirchenchor St. Martin-Dornbirn

wurde am 11. April 1907 in Dornbirn über Initiative des damaligen Landeshauptmannes Dr. Adolf Rhomberg als Verein gegründet, der auch bis zu seinem Tode im Jahre 1921 dessen Obmann war.

Es war aber eher eine Um- oder Neuorganisation als ein eigentlicher Beginn der Kirchenmusik in Dornbirn. Die meisten Mitbegründer hatten schon seit Jahrzehnten regelmäßig bei den Gottesdiensten gesungen oder im Orchester gespielt. Viele waren maßgebliche Mitglieder der 1871 gegründeten "Gesellschaft der Musikfreunde".

Die Jahre von 1938 bis 1945, waren zweifellos der schwierigste Abschnitt in der Geschichte des Kirchenchores St. Martin. Der Chor wurde als Verein aufgehoben. Jede Tätigkeit des Chores außerhalb des Gottesdienstes war verboten. Es zeugt von großem Mut, dass trotz aller Repressalien durch das herrschende Regime alle "Chorämter" gesungen wurden und die Mitglieder, soweit sie nicht einrücken mussten, dem Kirchendienst "jetzt erst recht" treu blieben.

Seit der Aufhebung des Chores als Verein im Jahre 1939 wird er als Pfarrgruppe der Pfarre St. Martin in einer der Struktur eines Vereins vergleichbaren Form geführt.