Tägliche Impulse in einer besonderen Zeit

29. März 2020
Jesus ist gerne bei uns und möchte uns gerne auch in schweren Situationen zur Seite stehen. Deshalb sagt er uns zu:
"Kommt alle her zu mir, die ihr müde seid und schwere Lasten tragt, ich will euch Ruhe schenken.“ (Mt 11,28)
In diesem Vertrauen dürfen wir Jesus auch alle Menschen, die uns am Herzen liegen, mit ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen anvertrauen, mit ihren Problemen, mit ihren Freuden.
Dieses Gebet kann dir helfen, deine Lieben Jesus anzuvertrauen und für deine Freunde zu beten:
Gebet für meine Freunde:
Das folgende Gebet ist gestaltet wie eine kleine Litanei. An den Leerstellen kannst du den Namen und die Situation der Personen einfüllen, für die du beten möchtest. Du kannst mit Jesus reden, wie mit einem guten Freund, einer guten Freundin. Es gibt kein richtig oder falsch. Erzähle ihm, wer die Person ist, für die du bittest, was dein Anliegen ist, wie es dem Menschen geht, alles, was du möchtest. Mit der Bitte: „Sei du ihm nahe!“, schließt du dein Gebet für diese Person ab. Du kannst eine kurze Stille halten und dann für eine oder mehrere weitere Personen beten.
Kreuzzeichen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Jesus, du hast gesagt ich darf mit allen Anliegen zu dir kommen. Ich danke dir, dass du für mich da bist und mich begleitest. Ich vertraue dir.
Diese Begleitung wünsche ich mir auch für _____________ Ich bitte dich, sei du ihm/ihr nahe!
Ich bitte dich auch für _________________ -Sei du ihm/ihr nahe! (Diese Bitte kann beliebig oft wiederholt werden)
Jesus, jetzt habe ich dir vieles erzählt und dir die Menschen, die mir am Herzen liegen anvertraut. Ich weiß, dass sie bei dir gut aufgehoben sind. Bitte begleite auch mich auf meinem Weg und nimm mich an der Hand, wenn ich das Gefühl habe nicht mehr weiter zu kommen, oder den Weg verliere, der mich zu meinem Ziel führt.

28. März 2020
Gestern hast du deine Freundschaft mit Jesus besonders gepflegt. Wie war das für dich? Hast du seine Gegenwart gespürt?
Jesus war gerne in Gemeinschaft. Er verbrachte viel Zeit mit seinen Jüngern und er sagt auch uns jeden Tag neu zu, dass er bei uns/mit uns sein möchte: "Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Mt 18,20)
Gemeinschaft, wie wir sie gewohnt sind, ist momentan leider nicht möglich. Und dennoch  möchte ich dich heute dazu ermutigen, Gott in deinen Beziehungen zu suchen, indem du jemanden anrufst , wenn du magst auch per Videoanruf und so die Gemeinschaft auch in diesen Tagen so gut es geht zu leben versuchst.
Vielleicht magst du dich ja mit einem Segenswunsch von der Person verabschieden, oder ein gemeinsames Gebet sprechen, bevor du das Gespräch beendest.

27. März 2020
In den letzten Tagen haben wir uns mit unseren Freundschaften auseinandergesetzt. Heute lade ich dich ein, hinzuschauen, wie es mit deiner Freundschaft zu Jesus aussieht.
Eine Freundschaft braucht Zeit und Pflege. So nehmen sich auch die Jünger Jesu, seine Freunde, Zeit für Jesus, ja mehr noch: Sie lassen sogar alles zurück, um ihm nachzufolgen.
"Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm." (Mk 1,16f.
Heute lade ich dich ein, ganz bewusst deine Freundschaft mit Jesus zu pflegen, Momente zu suchen, in denen du Jesus ansprechen magst, in denen du ihm zeigst was dich heute freut, oder ihm eine Sorge anvertraust.
Nimm Jesus einen Tag ganz bewusst als Freund und Ansprechpartner mit auf deinen Weg. Wenn du magst, kannst du auch das Freundschaftsband aus der letzten Woche noch einmal anziehen.

26. März 2020
Am heutigen Tag erhältst du einen Brief von Gott, für dich ganz persönlich. (ab morgen findest du ihn hier). Freust du dich auch, wenn dir jemand einen Brief schreibt?
Überlege dir heute, wer sich über einen Brief von dir freuen könnte und nimm dir Zeit, ihn zu schreiben.
Ich lade dich ein, deinen Erinnerungen an diesen Menschen Raum zu geben. Ist es jemand, der dir gestern in den Sinn gekommen ist, jemand, der mit dir regelmäßig unterwegs ist oder jemand, den du schon lange nicht mehr gesehen hast?
Warum hast du dich entschieden genau dieser Person einen Brief zu schreiben?

25. März 2020
"Ich sah noch ein weiteres Beispiel der Sinnlosigkeit auf der Welt: Ein Mann, der alleine lebt und weder Kind noch Bruder hat und auch keine Freunde oder Bekannte. Er arbeitet, soviel er kann, und will immer noch mehr haben. Müsste er sich denn nicht fragen: »Für wen arbeite ich eigentlich? Warum gönne ich mir kein Vergnügen?« Auch das ist sinnlos und eine Vergeudung von Zeit. Zwei haben es besser als einer allein: Zusammen erhalten sie mehr Lohn für ihre Mühe. Wenn sie hinfallen, kann einer dem anderen aufhelfen." (Kohelet  4,7-10 )
Die Bedeutung zwischenmenschlicher Solidarität und Nächstenliebe wird uns in den letzten Tagen auf eine ganz neue Art bewusst. Unser Leben wurde reduziert auf das Notwendigste, unsere Kontakte eingeschränkt auf den engsten Familienkreis und doch gibt es viele Menschen, die sich für andere einsetzen, die füreinander da sind, auf ganz unterschiedliche Weise.
Ich lade dich heute dazu ein an all jene Menschen zu denken, die dir in dieser Zeit beistehen, die dir aufhelfen, wenn du niedergeschlagen oder hingefallen bist und die dich in dieser Zeit der Unsicherheit unterstützen. Vielleicht magst du es ihnen auch sagen.

24. März 2020
"Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt." (Joh 9,5)
Dieser Satz stammt aus dem Evangelium vom vergangenen Sonntag.
Es ist eine wunderbare Zusage Jesu, eine Zusage, die Hoffnung und Zuversicht schenkt.
Vielleicht habt ihr schon davon gehört, dass die evangelische, die orthodoxe und die katholische Kirche zu einer gemeinsamen Gebetszeit einladen, jeder bei sich zu Hause und doch alle zusammen. Ich lade euch heute ein, dass wir uns dieser Bewegung anschließen und um 20:00Uhr ein Vater unser beten. Als Zeichen dieses Lichtes der Hoffnung und der Verbundenheit der Christen auf der Welt zünden wir eine Kerze an und stellen sie nach dem Gebet ins Fenster. So können wir das Licht Jesu in die Welt hinaus scheinen lassen.

23. März 2020
„Ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.“ (Joh 17,21)
Dieser Satz stammt aus dem hohespriesterlichen Gebet Jesu für seine Jünger. Es lohnt sich, das ganze Gebet nachzulesen (Joh 17,1-26)
In diesen Tagen erfahren wir immer wieder von Menschen, denen es nicht gut geht. Sie haben gesundheitliche Probleme, sind einsam, haben Existenzängste. Heute nehme ich mir Zeit und vertraue alle diese Menschen Jesus als meinem Freund an. Ihm kann ich von ihren und meinen Sorgen erzählen. Er teilt unsere Fragen, unsere Sorgen und Anliegen.

22. März 2020
Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe.“ (Joh 15,15)
Jesus will unser Freund sein. Ich bin heute eingeladen, mir ein Band / ein Freundschaftsband (die TN finden es in ihrem Kuvert) um das Handgelenk zu binden als Erinnerung, dass Jesus als mein Freund den ganzen Tag an meiner Seite ist und mein Leben teilt, gerade auch in dieser Zeit der Unsicherheit und er großen Veränderungen. Ihm darf ich immer wieder sagen, was mich bewegt. Er hört zu, tröstet und stärkt. Der Blick auf das Band kann immer wieder an diese Jesusfreundschaft erinnern.

21. März 2020
„Was willst du, dass ich für dich tun soll“ (Lk 18, 41)
Auch dort, wo Leid offensichtlich war, hat Jesus gefragt, was er für den anderen tun soll. Er hat sich zugewandt, Anteil genommen am anderen.
Gestern waren wir eingeladen darauf zu achten, was uns Gutes getan wird. Heute können wir die Blickrichtung ändern: Wem kann ich etwas Gutes tun? Die Möglichkeiten in dieser Zeit sind sehr unterschiedlich, manchmal ist es nur eine kleine Geste. Und doch ist sie so viel wert.

20. März 2020
„Er sah ihn und hatte Mitleid, ging zu ihm hin, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie.“ (Lk 10,33)
Der barmherzige Samariter hatte Mitleid mit dem Verletzten und kümmerte sich um ihn.
Mitleid haben, „im Innersten bewegt sein“ – wie es die Bibel auch ausdrückt. In diesen Tagen erfahren wir immer wieder, wie Menschen sich um andere annehmen, wie Solidarität und Hilfsbereitschaft wachsen.
Auch mir geschieht Gutes. Die großen Gesten fallen auf, aber es ist wohl auch viel Kleines, das mir geschenkt wird. Ich versuche, heute besonders darauf zu achten und sage Danke dafür!

19. März 2020
Und Sara sagte: Gott hat mir ein Lachen bereitet; jeder, der es hört, wird mir zulachen. (Gen 21,6)
Für Sara ist Unmögliches möglich geworden. Sie ist im Alter noch Mutter geworden. Die Freude darüber ließ sie lachen, und dieses Lachen hat angesteckt. In diesen Tagen ist vielen von uns das Lachen vergangen. Sorgen breiten sich aus. Menschen haben Angst um ihre Gesundheit, ihren Arbeitsplatz, ihre Existenz.
Mitten in diese Ängste hinein kann ein Lächeln gut tun. Es zeigt: Ich meine es gut mit dir. Ich bin dir dankbar, für das, was du tust, für andere und für dich selber.
Deshalb versuche ich, heute Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Durch einen Witz, ein Foto, eine lustige gemeinsame Erinnerung. Ein Anruf, ein WhatsApp genügt. Welche Reaktionen nehme ich wahr? Wie wirkt das auf mich im Lauf des Tages?

18. März 2020
Die Bibel erzählt von unzähligen Begegnungen. Begegnungen von Menschen miteinander, Begegnungen mit Gott. „Der Mensch wird am Du zum Ich“, sagt Martin Buber.
Unsere sozialen Kontakte sind sehr eingeschränkt. Die Begegnungen sind anders, flüchtig, mit Abstand. Auf viele muss ich verzichten.
Ich nehme wahr, wie ich heute den Menschen begegne. Vielleicht am Telefon, beim Schreiben einer Nachricht, kurz im Vorbeigehen, … Bekannte und unbekannte Menschen kreuzen meinen Weg.
Ich spüre nach, welche Begegnungen mich freuen, welche mich belasten, welche mir auch fehlen. Am Abend lasse ich sie noch einmal in mir wach werden uns bitte Gott um seinen Segen für diese Menschen.

17. März 2020
„Ein Mensch kann seinen Weg planen, seine Schritte aber lenkt der Herr.“ (Spr 16,9)
In der vergangen Woche waren wir damit konfrontiert, dass unsere geplanten Wege sich sehr verändert haben. Vieles hat sich grundlegend verändert, unsere Schritte haben uns auf völlig unbekannte Wege geführt.
Ich nehme mir heute Zeit, noch einmal zurück zu schauen. Was hat das in mir ausgelöst? Wie gehe ich auf diese kommenden Wochen zu?
Alle Gefühle, alle Gedanken, die jetzt in mir da sind, versuche ich Jesus zu erzählen, so wie ich sie einem Freund, einer Freundin erzählen würde.

16. März 2020
Wer ins Stolpern geriet, den richteten deine Worte auf, und wer beinahe in die Knie ging, fand bei dir Halt. (Hi 4,4)
Diese Bibelstelle ist aus dem Buch Hiob. Für ihn ist Gott dieser Aussage nach Halt in seinem Leben. Auf ihn kann er sich verlassen, sollte er auch straucheln.
Hiob findet Halt bei Gott.
Wo findest du in dieser herausfordernden Zeit Halt? Welche Worte oder Dinge machen dir Mut?
Achte am heutigen Tag besonders auf die kleinen Freuden-Momente: ein gutes Essen, eine nette Nachricht, ein schönes Bild oder ein Lied, welches dich erfreut.
Teile deinen Freuden-Moment mit jemand anderem, indem du ihm/ihr eine Nachricht sendest oder telephonisch Kontakt aufnimmst.
Vielleicht gelingt es uns gemeinsam einige solcher aufrichtenden Worte, von denen in der Bibelstelle die Rede ist, in der Welt zu verbreiten.

15. März 2020
Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er geschaffen hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk vollbracht hatte. Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn für heilig; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk der Schöpfung vollendet hatte. (Gen 2,2).
In dieser turbulenten Zeit lade ich dich ein, einen Moment ganz bewusst zur Ruhe zu kommen und dir Gedanken zu machen, was dir Kraft gibt. Das kann ein Nickerchen, ein Gebet, ein gutes Buch, ein Telephonat mit deinen Lieben, ein Blick ins Fotoalbum,... sein.
Nutze den heutigen Sonntag, um genau das zu tun und Kraft zu tanken für die neue Woche.
Vielleicht magst du am Abend Gott davon erzählen.

14. März 2020
Lies dir die Bibelstelle von gestern (1Sam 3,1-21) noch einmal durch.
Gott spricht Samuel direkt an. Er ruft ihn beim Namen.
Auch uns versucht Gott anzusprechen, wenn vielleicht auch nicht so direkt, wie er es bei Samuel tut, aber doch durch kleine Zeichen, Symbole, schöne Momente,..
Heute lade ich dich ein, besonders auf diese Rufe Gottes zu hören.
Größtenteils sind unsere Wege zur Zeit wohl recht eingeschränkt, aber Gott lässt sich auch bei uns zu Hause finden.
Vielleicht in den Sonnenstrahlen, die durch die Scheibe blinzeln? Oder im kühlen Luftstoß, wenn du am Morgen das Fenster öffnest?

13. März 2020
Die eigene Berufung finden? Gar nicht immer so leicht!
Wozu bin ich denn heute berufen, was ist heute meine Aufgabe? Was möchte Gott heute von mir?
Diese Frage versuche ich mir heute immer wieder zu stellen. Es ist nicht leicht. Und wir sind in guter Gesellschaft, wenn wir Gottes Ruf nicht immer gleich verstehen. Lies dazu die Bibelstelle 1 Sam 3,1-21.
Wozu fühlst du dich berufen? Achte heute darauf, wo und wann du etwas tust, was dich erfüllt, was dich glücklich macht und wo dir bewusst wird: genau DAS mache ich jetzt/sollte ich jetzt tun, genau dazu fühle ich mich heute berufen.

12. März 2020
Gestern haben wir darauf geachtet, welche Wege wir geplant gehen, welche uns mehr oder weniger zufallen, welche wir spontan entscheiden zu gehen und was uns auf diesen Wegen erwartet. Heute schauen wir genauer hin, WIE wir unsere alltäglichen Wege gehen.
Welche Wege sind schwer zu gehen? Wozu muss ich mich regelrecht überreden? Welche Wege gehe ich gerne, welche bereiten mir Freude?
Hilft mir die Gewissheit, dass ich all diese Wege nicht alleine gehen muss? Wo spüre ich, dass Gott mit mir meinen Weg geht?
Er geht doch vor euch her und wählt die geeigneten Lagerplätze aus: in der Nacht in der Feuersäule, um euch den Weg zu zeigen, den ihr gehen sollt, und am Tag in der Wolkensäule.
(Dtn 1,33)

11. März 2020
Ein Mensch kann seinen Weg planen, seine Schritte aber lenkt der Herr. ( Spr 16,9 )
Welches sind die Wege, die du dir für heute vorgenommen hast? Wo bist du zufällig gelandet?
Welche Schritte fallen dir leicht? Wo ist es mühsam zu gehen?

Was könnte der Grund sein, weshalb du heute genau diese Wege gehst und vielleicht schon gegangen bist? Gehe deine Wege am Abend vor dem Schlafengehen noch einmal gedanklich durch.
Welche Wege waren von dir geplant und welche sind dazu gekommen? Was hast du auf den Wegen erlebt? Hat es Schritte gegeben, wo vielleicht Gott „die Finger im Spiel“ hatte?

10. März 2020
Der gute Hirt (Psalm 23)
Der Herr ist mein Hirte, / nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben, lang und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Welche Bedeutung hat der Psalm für dich? Auf welchen grünen Auen durftest du die Woche über lagern? Welche Ruheplätze hast du gefunden?
Gab es eine finstere Schlucht, die du durchquert hast, oder Momente, in denen du Angst verspürt hast? Was gab dir in diesem Moment Halt?
Durftest du an einen gedeckten Tisch sitzen?

Lies den Psalm zum Abschluss noch einmal und nimm dir einen Satz mit auf den Weg, der dich heute begleitet.

9. März 2020
„Nicht das Glück ist die Quelle der Lebensfreude, sondern die Haltung der tiefen Dankbarkeit“ (David Steindl-Rast)
Dieses Zitat nehme ich mit auf meine Wege durch den Tag. Kann ich diese Dankbarkeit spüren? Oder kann ich mich zumindest nach einer solchen Dankbarkeit sehnen?
Ich versuche, am Abend zumindest drei Dinge, für die ich dankbar bin, in mein Heft zu schreiben.

8.März 2020
Ich suche mir heute im Lauf des Tages einen ruhigen Ort. Ich stelle mir vor, dass Jesus mich ansieht. Wie ist der Blick Jesu für mich? Kann ich spüren, dass Er es gut mit mir meint? Dass Er meinen Herzenswunsch spürt?

7. März 2020
Zeige mir, HERR, deine Wege, lehre mich deine Pfade!  Führe mich in deiner Treue und lehre mich; denn du bist der Gott meines Heils. Auf dich hoffe ich den ganzen Tag.  (Ps 25,4-5)
Ich lerne diese zwei Zeilen auswendig, „by heart“ – mit dem Herzen. (Ich kann sie mir auch auf einen kleinen Erinnerungszettel schreiben). Ich wiederhole sie immer wieder einmal während des Tages und spüre nach, ob ich dieses Vertrauen auf den Weg Gottes mit mir in mir trage oder ob ich darum bitte, dass es wachsen möge.

6. März 2020
„Nicht das Vielwissen sättigt die Seele, sondern das Verspüren und Verkosten von innen her.“ (Hl. Ignatius)
Heute versuche ich, alles was ich esse, rieche und ertaste ganz bewusst wahr zu nehmen. Es bekommt eine eigene Qualität.
Die Achtsamkeit für meine Sinne will mich bewusster leben lassen.
Wenn mich etwas überrascht hat, schreibe ich es am Abend in mein Heft.

5. März 2020
Das Ohr, das hört, und das Auge, das sieht, der HERR hat sie beide geschaffen. (Spr 20,12)
Heute geht es um die Achtsamkeit. Ich versuche, heute ganz aufmerksam die Geräusche und Bilder des Tages in mir aufzunehmen, die mir heute begegnen.
Am Abend schreibe ich mein Heft, was mir besonders aufgefallen ist.

4. März 2020
Jer 29,13-14
Sucht ihr mich, so findet ihr mich. Wenn ihr von ganzem Herzen nach mir fragt, lasse ich mich von euch finden.

Ich erinnere mich an meinen Herzenswunsch, den ich gefunden habe.
Wenn ich heute durch den Tag gehe versuche ich zu erspüren, ob das, was ich tue, mich meinem Herzenswunsch näherbringt.
Es geht dabei nicht darum, mein Tun zu bewerten, sondern nur darum, es achtsam wahrzunehmen.

3. März 2020
Joh 1,35-38
Am Tag darauf stand Johannes wieder dort und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes!
Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus.
Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was sucht ihr?
Die Jünger sind Jesus gefolgt. Und Jesus stellt ihnen die Frage: „Was suchst du?“ – Wenn Jesus uns / mir heute die Frage stellt, was ich suche, worin meine Sehnsucht liegt, was würde ich antworten? Was ist mein Herzenswunsch, heute, im Blick auf diese kommenden Wochen? Was möchte ich, dass geschehen soll?