Willkommen "mittendrin"

„Mittendrin“ so heißt das neue Lied von Udo Lindenberg. Es ist eines von seinen typischen Liedern, mit denen er all jenen Mut machen will, die
gerade von einem heftigen Sturm durchgeschüttelt werden, wenn er singt:
„Hey, willkommen mittendrin, schönen Gruß hier aus dem Hurricane.“

Mittendrin in der Pandemie

„Ja“, so denke ich beim Hören dieses Liedes: „Wir sind gerade alle mittendrin.“ Wir leben seit zwei Jahren in einer Zeit, die wir uns nicht wirklich
ausgesucht haben. Wir befinden uns in einer Pandemie, die es gemeinsam zu
meistern gilt.

Mittendrin im eigenen Leben

Und dann sind wir noch mittendrin in unserem eigenen Leben, in dem es für jede/n viel zu tun gibt. Viele von uns leben in Partnerschaften, ziehen
Kinder groß, einige von uns pflegen ältere Angehörige und im beruflichen
Alltag sind wir auch auf unterschiedliche Weise gefordert. Die meisten von
uns sind eingebunden in einen durchgetakteten Alltag und bei manchen
entsteht die Sehnsucht nach Unterbrechungen, Pausen, Tankstellen für die
Seele, sowie dem Neuen und dem Ausprobieren von Fähigkeiten, die im
Alltag manchmal zu kurz kommen.

Mittendrin bei Gott

Die Sehnsucht nach guten Leben ist so alt, wie es uns als Menschheit gibt. Für uns Menschen ist wichtig, dass unsere Grundversorgung gesichert ist
und wir ein Dach über dem Kopf haben. Manchmal spüren wir aber auch,
dass ein erfülltes Leben noch eine weitere Dimension hat. Im Nachspüren
der Sehnsüchte eines jeden Einzelnen, aber auch der Sehnsüchte einer
größeren Gemeinschaft, einer Stadt, eines Stadtteils erleben wir, dass wir
nicht alleine sind. Das eine oder andere Mal entsteht vielleicht auch der
Gedanke, dass wir uns von Gott begleitet wissen, der von sich selbst sagt:
„Ich bin da.“ (Ex 3, 14). Er sagt uns in biblisch-bildhaften Worten zu, dass er
uns begleitet, bei Tag als Wolkensäule und bei Nacht als Feuersäule (vgl. Ex 3, 22). Diese Zusage wird bestärkt, indem Gott seinen Sohn Jesus mitten in diese Welt sendet. Jesus ist mittendrin bei den Menschen der damaligen Zeit und auch heute – auf ihn hin richten wir Christ/inn/en uns aus, um ihn herum bilden wir Gemeinschaft. Früchte dieses Bemühens sind unsere Pfarrgemeinden.

Mittendrin in der Pfarrgemeinde

Menschen, die sich in der Pfarrgemeinde engagieren, wissen, dass es unsere Pfarrgemeinden aus einem guten Grund gibt: Weil Gott etwas Gutes und
Segensvolles für die Menschen in unserer Stadt bewirken will. Diesem
Grundsatz fühlen sich viele Menschen verpflichtet und leisten etwa im
Pfarrgemeinderat einen Beitrag, sodass eine bunte, lebendige und vom
sozialen Engagement vieler getragene Pfarre entsteht.

Mittendrin – bei der Pfarrgemeinderatswahl am 20. März.

Alle fünf Jahre finden in den Bregenzer Pfarren und in allen österreichischen Pfarrgemeinden die Pfarrgemeinderatswahlen statt. Am 20. März ist
es wieder so weit. Das Motto der diesjährigen Pfarrgemeinderatswahl lautet
„mittendrin“, was wohl sehr gut in unsere derzeitige Lebenssituation passt. Die Aufgabe von Pfarrgemeinderät/inn/en ist die gute Entwicklung der Pfarre in den Blick zu nehmen. Maßstab dafür ist das Handeln Jesu Christi. Es gilt jenen Bregenzer/innen Dank auszusprechen, die sich als Kandidat/in für die Pfarrgemeinderatswahl zur Verfügung stellen und dadurch ihre Bereitschaft zeigen, sich in den nächsten fünf Jahren für eine lebendige Pfarrgemeinde einzusetzen.

Mittendrin als Wähler/in

Als Referent für die Pfarrgemeinderäte möchte ich Sie ermutigen, sich an der Pfarrgemeinderatswahl zu beteiligen, um den Kandidat/inn/en den
Rücken zu stärken und sie in ihrem Tun zu ermutigen. Aktiv und passiv
wahlberechtigt sind alle Katholik/inn/en, die in der Pfarre ihren Wohnsitz
haben und 16 Jahre alt sind. So können bereits junge Menschen in den
Pfarrgemeinderat gewählt werden und auch selber durch ihre Stimmabgabe
das Pfarrleben aktiv mitgestalten. Geben Sie am 20. März Ihre Stimme im
Wahllokal in Ihrer Pfarre ab oder kommen Sie in der Woche davor im Haus
der Kirche vorbei. In diesem Jahr bieten die Pfarren in Bregenz ein besonde
res Service an. Alle wahlberechtigten Personen bekommen die Wahlunterlagen direkt nach Hause zugestellt.

Ihre Teilnahme an der Pfarrgemeinderatswahl macht Mut und stärkt das Miteinander, das in Zeiten wie diesen besonders wertvoll ist.
Vielen herzlichen Dank!

Mag. Josef Fersterer
Pfarrgemeinderatsreferent der Diözese Feldkirch