Johannes Schrott gf. Vorsitzender des Pfarrgemeinderat im Gespräch über seine religiöse Laufbahn, die Zukunft der Kirche und seine große Familie.

Wie bist du auf die „Kirchenschiene“ gekommen, welche Menschen
haben dich geprägt?
Mir kommt vor, als wäre ich direkt vom Taufbecken auf die „Kirchenschiene“
gestellt worden. Geprägt haben mich in erster Linie meine Eltern, meine
Mutter war in verschiedenen kirchlichen Bereichen sehr gut vernetzt.
Ebenfalls stark geprägt haben mich mein Förderer Pfarrer Dr. Johann Sähly,
die Salvatorianer und besonders die Missionsbenediktiner.


Warum engagierst du dich in der Pfarre?
Ich bin von Jesus und seiner Botschaft überzeugt. In Herz Jesu habe ich das
Glück, Teil einer besonders engagierten Pfarrfamilie zu sein, mit der ich auf
verschiedenste Art und Weise versuche, diese Botschaft zu leben und an
möglichst viele weiterzugeben.


Was wünschst du dir für die Zukunft der Kirche, welche Visionen
hast du?
Wichtig ist, dass die Kirche immer ein Ort mit offenen Türen und mit
unterschiedlichen Begegnungsmöglichkeiten ist, wo Menschen Mut gemacht
wird, sich mit ihrem Glauben auseinanderzusetzen, wo es auch Raum
für Neues gibt. Es wird für Laien immer mehr Beteiligungsmöglichkeiten
und Verantwortungsbereiche geben. Unsere Blicke müssen stark nach vorne
gerichtet sein. Wenn wir gemeinsam und mit aller Kraft die Hände an den
Pflug legen, wird die Kirche immer Erfolg und Zukunft haben. Der Heilige
Geist wird uns dabei unterstützen.


Was sind für dich die positivsten Erfahrungen der letzten Jahrzehnte?
Meine „Großfamilie“. Damit meine ich sowohl meine eigene Familie, meine
Herkunfts- als auch meine Schwieger- und die Pfarrfamilie von Herz Jesu.
Bei ihr habe ich immer Orientierung und Halt gefunden.
Das Zweite Vatikanum. Dort hat eine positive Entwicklung unter dem
Motto „Aggiornamento“ begonnen, die dringend fortgeführt und intensiviert
werden muss. Mit Papst Franziskus, Bischof Benno, Abt Vinzenz und
Pfarrer Arnold hat der liebe Gott „Top-Winzer“ für seinen Weinberg
ausgesucht. Das finde ich äußerst positiv und dafür bin ich dankbar.