Der Advent ist die Zeit, in der wir uns auf Weihnachten vorbereiten. Johannes der Täufer ist eine entscheidende Person in dieser Vorbereitung. Wir hören seine Predigt im Evangelium des zweiten Adventssonntags.

Der Evangelist Matthäus (Mt 3,1-12) stellt Johannes als Wegbereiter auf Jesus hin dar. Für den Evangelisten ist der Täufer ein Zeuge der Wahrheit. Sein Ziel ist in jeder Hinsicht die Umkehr des Volkes.
Viele Menschen damals, die schon lange auf den Messias warteten, dachten, Johannes selber sei schon der Erwartete. Deshalb kamen sie, um sich taufen zu lassen. Aber Johannes macht sehr deutlich, dass Jesus stärker und mächtiger in Worten und Taten ist.

Von Jahr zu Jahr, so kommt es mir vor, gehen wir ratloser auf Weihnachten zu. Fast jeder stöhnt über den gewaltigen Betrieb, klagt über steigende Arbeitsflut, über das, was er noch alles machen und erledigen muss: kaufen, schenken, putzen, backen, schreiben. Und eine Weihnachtsfeier jagt die andere. In diese atemverschlagende und stressstrapazierte Zeit tönen die Worte des Rufers in der Wüste: „Bereitet dem Herrn den Weg!“

Wem dienen eigentlich unsere Weihnachtsvorbereitungen?

  • Bereiten wir mit all unserem vorweihnachtlichen Tun IHM den Weg?
  • Werden wir an Weihnachten mit dem bereiteten Gabentisch auch ein bereites Herz haben?
  • Wenn die Kerzen am Christbaum brennen, wird Christus uns auch innerlich erleuchtet finden?
  • Ist der 24. Dezember Schlusspunkt einer fruchtbaren inneren Vorbereitung?

In einem adventlichen Tagesgebet der hl. Messe  heißt es: „Lass nicht zu, dass irdische Aufgaben und Sorgen uns hindern, deinem Sohn entgegenzugehen!“

Ich wünsche Ihnen eine gnadenvolle Adventzeit.
Cliford Antony
Kaplan