Im Evangelium verknüpft der Evangelist Lukas die Geschichte von der Versuchung Jesu mit den Wüstenerfahrungen des Volkes Israel.

In der Einsamkeit, ohne Gesprächspartner, begegnet Jesus der Versucher. Er flüstert ihm Alternativen ein: aus Steinen Brot machen - von der Zinne in die Tiefe stürzen und doch aufgefangen werden - sich die ganze Welt zu Füßen legen lassen.

Jesus wehrt den Verwirrer ab, indem er auf Worte verweist, die eine Verheißung in sich tragen: Der Mensch lebt nicht von Brot allein - Du sollst Gott nicht auf die Probe stellen - Du sollst Gott allein vertrauen. Hier sehen wir die Entscheidung reifen. Der Weg und die Entscheidung Jesu ist klar!

Die Geschichte des Evangeliums könnte aber auch unsere Geschichte des Suchens und Ringens sein. Es gehört zu unserem Leben, Grenzen zu überwinden, Durststrecken zu überstehen und uns Ziele zu setzen.

Ich lade deshalb ein, in den 40 Tagen der Fastenzeit darüber nachzudenken, was wir verlieren und was wir gewinnen können, wenn wir es mit Gott einfach nur wagen und ihm vertrauen.

Vikar Peter Moosbrugger