Kirche kann mehr als Orgel und "David". Ein kurzer Einblick in musikalische Abenteuer in Gottesdiensten.

Die musikalischen Geschmäcker sind verschieden. Wo die einen sich bei einer Orchestermesse und feierlichem Orgelspiel mit dem Himmel verbunden fühlen, wird es für die anderen erst mit David-Liedern lebendig. Für die einen müssen es die mystischen Gesänge aus Taizé sein und für andere die fetzigen Lobpreislieder der Kisi-Kids.

Doch das Feld der Musikrichtungen ist natürlich größer und viele Stilrichtungen haben noch keinen Weg in unsere gemeinsamen Gebete und Gottesdienste gefunden. Dabei kann die Wirkung der Musik im Gottesdienst gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Wenn hier meine Musik gespielt wird, fühle ich mich willkommen. Wenn mich die Musik befremdet, fühle ich ich, dass ich hier nicht dazu gehöre. Und das gilt natürlich auch für die Lieder aus dem Gotteslob.

Drei Beispiele für Pionierarbeit in Sachen Musik und Christentum möchte ich hier verlinken:

  1. Gottesdienste für Fans der Schlagermusik
  2. Eine christliche Gemeinde für Metalfans (inkl. Familiengottesdienst den „Keiner zu klein ein Metaller zu sein“)
  3. Jazz und Spiritualität

Alle drei Beispiele befremden mich, denn ich bin ausgewiesener Taizé-Fan. Aber dieses Befremden haben viele Menschen aus anderen kulturellen Milieus, wenn sie sich in unsere Messen oder in ein Taizégebet verirren. Deshalb schätze ich solche Brückenbauer*innen. Denn Gott und Kirche können mehr, auch musikalisch.

Thomas Berger-Holzknecht,
Gemeindeleiter Mariahilf