Kaplan Cliford Antony hat im letzten Rundbrief die Frage aufgeworfen, ob die diversen vorweihnachtlichen Aktivitäten und Feiern wirklich DEM den Weg bereiten, um den es zu Weihnachten eigentlich geht.

Evangelium Mt 11,2-22

Johannes hat IHN angekündigt als den, der größer ist als er, weil er mit Feuer und Hl. Geist taufen werde. Und doch ist sich Johannes nicht sicher: Dieser Jesus scheint ihm zu harmlos zu sein mit seinem „Gerede“ von der Liebe, mit der Gott die Welt retten wird.

Er, Johannes, ist noch ein Mann der alten Schule und deshalb für die robuste Methode: „Man muss den Leuten den Kopf waschen; man muss sie wach rütteln, ihnen ein wenig drohen, Angst machen, dann werden sie sich bekehren!“

Aber die Wahrheit ist: Eine auf diese Weise aufgedrängte oder gar erzwungene Bekehrung kommt nicht von Herzen und umfasst nicht den ganzen Menschen.

Himmelreich – davon war Jesus überzeugt und davon sollten auch wir überzeugt sein – wird durch Menschen kommen, die sich von der Liebe Gottes im Herzen treffen lassen, wie sie im Kreuz Jesu sichtbar geworden ist, und die ihr Leben – wo und wie auch immer – dem einen großen Ziel unterwerfen: dass sein Reich kommt.

Pfarrer Pfr. Arnold Feurle