Zuerst stellt sich die Frage „Was bedeuten die Begriffe „Integration“ und „Inklusion“?“

Das Wort Integration – zu Deutsch „Herstellung eines Ganzen“ bezeichnet in der Pädagogik den gemeinsamen Unterricht von Kindern mit und solchen ohne sonder- oder heilpädagogischem Förderbedarf. 
Integration erlaubt die Unterschiedlichkeit, sie ermöglicht individuelle Entwicklung und gleichwertige Zugehörigkeit zu einer Gruppe.
Integration ist kein einmal erreichter Zustand, sondern eine innere Haltung, jeden so anzunehmen, wie er ist. Sie fordert nicht nur Toleranz, sondern auch die Bereitschaft, Berührungsängste abzubauen.

„Inklusion“ geht noch einen Schritt weiter- sie geht davon aus, dass jeder Mensch in seiner Einzigartigkeit gleich viel wert ist, und dass in dieser Grundhaltung alle Menschen ihren Platz in der Gesellschaft – verbunden mit größtmöglicher Selbständigkeit, aber auch mit allen Rechten und Pflichten- haben. Eine Grundhaltung der „Inklusion“ ist seit 2006 in der UN-Behindertenrechtskonvention“ geregelt.

Inklusion im Kindergarten

Ziel der inklusiven Förderung und Betreuung in unserem Kindergarten ist es, die Einzigartigkeit eines jeden Kindes anzuerkennen, und jedem von ihnen jenes Maß an Aufmerksamkeit und Begleitung zu schenken, das es braucht. So entwickeln alle Kinder der Gruppe Einfühlungsvermögen und Hilfsbereitschaft. 

Eine Kindergartengruppe ist so bunt wie unsere Gesellschaft. So bietet ein inklusives Umfeld für alle Kinder eine Chance, an ihren Erfahrungen zu reifen und für das spätere Leben zu wachsen. Inklusive Erziehung soll dazu beitragen, dass es für junge Menschen zur Selbstverständlichkeit wird, auch Spielkameraden und Freunde sowie Freundinnen zu haben, die in ihren Ausdrucksmöglichkeiten, ihrem Tempo oder ihrer Leistungsfähigkeit anders sind.

Es geht somit auch um soziales Lernen, und das ist für Kinder mit und ohne speziellen Förderbedarf gleich wichtig. Zahlreiche praktische Erfahrungen und auch wissenschaftliche Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, dass von der sozialen Situation in inklusiv geführten Gruppen alle Kinder profitieren. 

Ingrid Schierle, Domenica Buda und Marion Fröis haben die 2 ½  jährige berufsbegleitende Ausbildung zur Sonderkindergartenpädagogin absolviert, um die Kinder nach den Grundlagen der Heil- und Sonderpädagogik zu unterstützen und zu begleiten. Zu den Aufgabenbereichen einer Sonderkindergartenpädagogin zählen die gezielte Beobachtung aller Kinder in allen Entwicklungsbereichen, die individuelle und ganzheitliche Förderung und Begleitung und die enge Zusammenarbeit mit den Eltern und den verschiedensten Institutionen und Ärzten.

Die Förderung erfolgt während des gesamten Kindergartenalltags und wird in der Gesamtgruppe, in Kleingruppen, aber auch im Einzelsetting durchgeführt.

Für uns Kindergartenpädagoginnen ist es wichtig, jedes Kind am derzeitigen Entwicklungsstand abzuholen und wir arbeiten nach der Devise „Nicht jedem das Gleiche, sondern jedem das Seine“. Wir fördern und  unterstützen jedes Kind so, dass es den Kindergartenalltag gut bewältigen kann und es einen Platz in der Gruppe findet, an dem es sich wohl fühlt.

Integrtion - Inklusion