Am 23. Dezember 2019 ist Pfarrer Eberhard Amann im Alter von 89 Jahren verstorben.

Am 23. Dezember 2019 ist Pfarrer Eberhard Amann im hohen Alter von 89 Jahren im Krankenhaus Bludenz verstorben. Als Neupriester kam er 1955 unter dem damaligen Pfarrer von Bludenz-Heilig Kreuz, Prälat Dr. Adolf Ammann, der auch Regens im Priesterseminar in Innsbruck war, als Frühmesser in unsere Pfarrgemeinde. Neben dem Schuldienst übernahm er anfangs die Burschen-Jugendseelsorge, dazu gehörte auch die Katholische Arbeiterjugend (KAJ) und später die Mädchen-Seelsorge. Das Frühmesshaus in der Herrengasse war unter seiner Köchin Hedi Tschütscher ein offenes Haus. Wichtig war für ihn, dass die Jugend sich mit dem Glauben auf der Grundlage des Evangeliums und nach den Vorgaben von Joseph Cardijn „Sehen – Urteilen – Handeln“ auseinandersetzte. Es war ihm auch wichtig, dass Menschen, die am Rande der Gesellschaft standen, nicht ausgegrenzt wurden und so waren viele am Rande Stehende z.B. am Heiligen Abend an seinem Tisch. Auch dem damaligen Krampus Rummel hat er Einhalt geboten und die Nikolausaktion mit Nikolaus und Knecht Ruprecht ins Leben gerufen, die heute in Bludenz von der Pfarre noch organisiert wird. Es war ihm wichtig, Kindern nicht Angst zu machen, sondern ihnen Freude zu bringen. Die Schiwochen in Lech und am Golm, die er organisierte, sind vielen noch in guter Erinnerung. Er war aber auch ein begnadigter Prediger, die geprägt waren von Emotion. Nach dem Tod von Prälat Dr. Adolf Ammann 1968 wurde er zum Pfarrer von Heilig Kreuz bestellt und war ein sehr engagierter Seelsorger mit christlich-politischem Engagement bis zum Jahre 1984. Pfarrer Eberhard Amann hat die Pfarrseelsorge von Bludenz in den fast 30 Jahren seines Wirkens sehr geprägt. Dafür gebührt ihm nicht nur große Anerkennung, sondern auch ein großer Dank. Viele, die mit ihm zusammengearbeitet haben, schätzten seinen tiefen Glauben, sein großes Engagement, denn er hat auch ihr Leben geprägt.

Heinz Seeburger