„Taufe Jesu“ oder: Gott stärkt unser Vertrauen

Aus einer Predigt von Anthony Sijan Manuveliparambil (gekürzt von Norbert Attenberger)

(…) Im Evangelium zum Fest „Taufe Jesu“ haben wir einen solchen Mut­mach-Satz gehört: „Du bist mein ge­liebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.“ Da macht Gott etwas ganz Wichtiges. Jesus steht mitten unter den Menschen, die voller Fragen und Nöte sind.

Da ist Jesus mitten unter den Men­schen, die wissen wollen, wie sie in ihrem Leben froh werden können. Und jetzt spricht ihn Gott an. Und Er sagt zu ihm: „Ich halte zu dir. Ich stehe zu dir. Ich lasse dich nicht al­lein. Ich traue dir zu, dass du auf dem richtigen Weg bist. Ich bin bei dir.“ (…)

Und das, was Jesus erfahren hat, das gibt er weiter. Jesus zeigt den Men­schen, dass Gott sie liebt. Deshalb ist Weihnachten gewesen, damit wir das noch deutlicher spüren. Wenn ich weiß, dass jemand ganz fest zu mir hält, dass er mich liebt, dass ich mich getragen und unterstützt weiß, da gehe ich ganz anders an mein Leben hin. Denn da wächst in mir mein Selbstvertrauen. Und das ist für jeden von uns wichtig.

Das ist nicht bloß ein Gefühl. Dafür gibt es auch ein Zeichen. So ein Zei­chen hat Gott für uns: die Taufe. Da sind wir Kinder Gottes geworden. Da hat uns Gott gezeigt: Ich halte zu dir. Du bist mein geliebter Sohn, meine geliebte Tochter. An dir habe ich Ge­fallen. Ich stehe zu dir. Ich liebe dich so, wie du bist. Du brauchst dir deine Daseinsberechtigung nicht zu erkau­fen oder zu verdienen. (…)

Jedes Mal, wenn wir die Kirche be­treten oder verlassen, nehmen wir das Weihwasser und machen ein Kreuz­zeichen, um uns an unsere eigene Taufe zu erinnern. Tun wir es bewusst und denken wir auch immer wieder beim Kommunionempfang, wenn Je­sus zu uns kommt, daran, was Gott einem jeden von uns bei der Taufe gesagt hat: „Du bist mein Kind. Ich habe an dir Gefallen. Ich liebe dich!“

Davon gestärkt lasst uns unseren Weg mit Gottvertrauen und Selbstvertrau­en gehen. (…)