Im Dominikanerinnenkloster St. Peter in Bludenz befindet sich eine der vier Heiligen Pforten in Vorarlberg. Am Samstag, dem 19. Dezember wurde sie von Diözesanbischof Benno Elbs im Beisein vieler Gläubigen und Priester feierlich eröffnet.

Papst Franziskus hat am Fest Maria Empfängnis in Rom das „Jahr der Barmherzigkeit“ ausgerufen und die „Heilige Pforte“ geöffnet. Um aber weltweit allen Menschen die Möglichkeit zur Durchschreitung der „Heiligen Pforte“ zu ermöglichen, hat er angeordnet, dass in allen Diözesen solche Pforten eingerichtet werden. Bischof Benno Elbs hat verfügt, dass solche in unserem Land im Dom zu Feldkirch, in der Wallfahrtskirche Vens, der Pfarrkirche Schoppernau und im Kloster St. Peter eingerichtet werden.

Beim feierlichen Eröffnungsgottesdienst in der Klosterkirche am Samstag 19. Dezember konnte Bischof Benno ein volles Gotteshaus begrüßen und eine große Zahl von Priestern sozusagen Vertreter aus allen Erdteilen, aus der Stadt und Europa, aus Afrika und Indien. Er sagte in seiner Begrüßung, er komme sich vor wie bei der Familiensynode in Rom, wo die Synodenteilnehmer auch aus allen Erdteilen und Kontinenten zusammenkamen und spürbar wurde, dass die Katholische Kirche weltumfassend ist.

In seiner Predigt nahm Bischof Benno Bezug zur „Heilige Pforte“ im Jubeljahr der Barmherzigkeit. Zum einen soll uns das Durchschreiten der Heiligen Pforte in den Raum der „Nächstenliebe und Solidarität“ hineinführen und er berief sich auf Papst Franziskus, der sagte: „Gott wird nicht müde, unsere Herzen offen zu halten“. Wir sind also aufgerufen, Menschenherzen zu öffnen. Mit dem Durchschreiten der Heiligen Pforte betreten wir auch den Raum der Versöhnung für uns selbst und mit den Menschen, das heißt „Die Zärtlichkeit Gottes wird sein wie Vater und Mutter“. Verbunden mit Gebet, Bußsakrament und Eucharistiefeier wird die Schuld vergeben, der innere Frieden wird wieder hergestellt. Ja, es muss unser tiefer Wunsch sein, die Welt wieder in Ordnung zu bringen. Deshalb ist dieser Ablass ein Weg der Versöhnung. Und wie der Bischof weiter sagte, hat z. B. Papst Franziskus auch Zellentüren in Gefangenenhäusern zu „Heiligen Pforten“ gemacht,  um zu verdeutlichen, niemand ist ausgeschlossen vom Weg der Versöhnung. Es ist der besondere Wunsch von Bischof Benno, dass dieses „Jubeljahr der Barmherzigkeit“  eine Revolution der Zärtlichkeit im Raum unseres Lebens auslöst. Gott möge dieses „Jahr der Barmherzigkeit“ mit vielen kleinen Wundern bereichern.

Die Dominikanerinnenschwestern vom Kloster St. Peter bieten mehrere Möglichkeiten an, um gemeinsam dem barmherzigen Vater zu begegnen. So sind die Gläubigen am 31. Dezember 2015 um 22:30 Uhr zum Jahresabschlussgottedienst mit Anbetung bis 24:00 Uhr eingeladen, dabei soll das Neue Jahr 2016 in die Hände des barmherzigen Gottes gelegt werden. Weitere Angebote sind die Barmherzigkeitsabende jeweils am 1. Freitag im Monat, besonders gestaltet von der Jugend und am Barmherzigkeitssonntag, dem 3. April 2016 um 15:00 Uhr die Barmherzigkeitsstunde. Die Gläubigen besonders im Seelsorgeraum sind also eingeladen diese Angebote der inneren Einkehr zu nützen.