Tagtäglich werden wir im Fernsehen, Radio und den Medien mit dem Thema Flüchtlinge und Asylsuchende konfrontiert. Zu Tausenden kommen sie auch zu uns nach Österreich und in unser schönes Vorarlberg. Allein im Bludenzer Stadtgebiet sind derzeit 90 Asylwerber in der Grundversorgung. Doch die Kommunen oder die Caritas, die sich um die Flüchtlingsbetreuung kümmert, sind überfordert, um das alles allein zu bewältigen. Es braucht die Bevölkerung und hier vor allem Ehrenamtliche, die mithelfen, Flüchtlingen und Asylsuchenden das Leben bei uns möglichst annehmbar zu gestalten, ihnen Hilfe bieten, dass sie Fuß fassen können.

Im Alten Testament bei Lev 19,33-34 steht:

,,Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben, wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. lch bin der Herr, euer Gott."

Die Flüchtlings- und Migrantenhilfe der Caritas Vorarlberg bietet vier Möglichkeiten an, um sich selbst und den Fremden in unserem Land etwas Gutes zu tun:

Das Projekt ,,Nachbarschaftshilfe" der Caritas.

Die Asylsuchenden dürfen keiner regulären Arbeit nachgehen, aber sie können durch Vermittlung der Caritas kleine Hilfsdienste in einem zeitlich begrenzten Rahmen übernehmen: z. B: lm Haushalt, im Garten...(der Kreativität ist keine Grenze gesetzt). 
Für eine Stunde zahlen Sie an die Caritas € 8,-, die Asylsuchenden erhalten davon € 6,- und sind durch die Caritas für diese Arbeit haftpflicht- und unfallversichert.

Das Projekt ,,Deutsch lernen".

Deutschkurse werden von der Caritas angeboten, was es aber zusätzlich braucht, ist: Einfach gemeinsam reden, lesen, Aufgaben korrigieren, etwas diktieren. Fast alle Asylwerber sind derzeit noch im Anfangsstadium beim Deutschlernen. Es braucht keine Lehrererfahrung. Es sollte nur regelmäßig sein, z. B. 1 Stunde pro Woche.

Das Projekt ,,Wohnen".

Die Caritas sucht dringend Wohnungen für Asylwerber und  Konventionsflüchtlinge. Die Asylwerber werden mobil durch die Caritas betreut, Personenwechsel können öfters stattfinden (Wohnungsmieter ist die Caritas).

Konventionsflüchtlinge sind selbst Mieter der Wohnung, die sie auch selbst finanzieren. Wenn kein eigenes Einkommen vorhanden ist und die Wohnung bestimmten Standards entspricht erhält der Mieter Unterstützung zur Finanzierung der Miete durch die BH. Die Caritas tritt lediglich als Vermittler auf, das Mietverhältnis besteht zwischen Konventionsflüchtling und Vermieter.

Das Projekt ,,Feriengestaltung" mit Kindern von 4-13 Jahren.

Wandern, Ballspiele, Schwimmbad gehen....

Sie beginnen mit dem Kennenlernen der Kinder, durch einen Besuch in Gaisbühel. Sie werden dort von den Mitarbeiternlnnen der Caritas beraten. Wenn Sie die Aufgabe übernehmen, werden Sie als ehrenamtliche Mitarbeiter der Caritas angemeldet, um unfallversichert zu sein. Auch hier ist Regelmäßigkeit erwünscht: z. B: 1x wöchentlich einen Nachmittag (2-3 Stunden).

Information und Auskunft gibt es  bei der Flüchtlingshilfe der Caritas: 
T: 05522-200-1796 Mail: nachbarschaftshilfe@caritas