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Denn uns ist ein Kind geboren

Weil Gott in tiefster Nacht erschienen,
kann unsre Nacht nicht traurig sein.
Der immer schon uns nahe war,
stellt sich als Mensch den Menschen dar.
Weil Gott in tiefster Nacht erschienen,
kann unser Nacht nicht endlos sein.
Dieter Trautwein (In: Der Andere Advent 2009/2010. Andere Zeiten e.V. Hamburg)

Die Weihnachtskrippe ist aufgebaut, der Weihnachtsbaum steht geschmückt bereit für das Fest und der große Stern, dem wir durch den Advent hindurch gefolgt sind, hat seine Reise fortgesetzt und ist über Bethlehem angekommen. Er leuchtet nun über einem kleinen, armseligen Stall. Er zeigt an, dass sich hier etwas Besonderes ereignet hat. Er ist jetzt nicht mehr das bestimmende Element, denn von der Krippe strahlt nun ein ganz helles Licht, ein besonderer Glanz, der noch viel größer ist.

Das Weihnachtsevangelium zum Download.

Adventweg_AusschnittSternstunde der Menschheit

Was keiner gedacht hat, wird wahr. In der kleinen Stadt Betlehem ist der Retter hervorgegangen. Maria hat der Verheißung des Engels geglaubt und hat sich auf Gott eingelassen, der Großes mit ihr und mit allen Menschen vor hat. Mit ihr dürfen wir die Sternstunde der neuen Schöpfung erleben!
Mit der Geburt Jesu hat eine Wendezeit der Menschheit begonnen. Seit Menschengedenken sind die dunklen Tage den Lichtgöttern geweiht und der Sonne, auf deren Wiederkehr man für das neue Jahr hoffte. In der Geburt Jesu wurde aber nicht irgendein Licht geboren, sondern das Licht der Welt selbst. Gott bringt sich nun selbst ins Spiel des Lebens und zeigt, wie Menschlichkeit Hand und Fuß bekommt.
Mit dem Kind in der Krippe will er uns sagen, dass er unser Licht und unsere Hoffnung ist inmitten unserer Ängste, Sorgen und menschlichen Nöte. Im kleinen Kind in der Krippe beginnt Gott auf der Erde zu atmen und sein Wort wird hörbar. 

Hostie in KrippeUnd das Wort ist Fleisch geworden

Gott bringt sich selbst ein und kommt in Jesus als Mensch zur Welt. Seine Treue lässt sich durch nichts beirren. Plastischer kann man eigentlich nicht mehr erzählen, was Mut zu menschlichem Menschsein bedeutet: vertrauensvoll, spontan, kreativ, einfühlsam, liebevoll, hilfsbereit und lebenslustig zu werden wie ein Kind. So ist Weihnachten die Einladung, selbst ganz Mensch zu werden . Damit werden wir auch für den anderen zum Segen.  So leicht ist das – und doch so schwer.

Von Herzen wünschen wir Ihnen eine gesegnete Weihnacht die hineinstrahlen möge in das Neue Jahr!