Ab wann ist der Mensch ein Mensch?

Ab welchem Zeitpunkt beginnt das Leben eines Menschen?
Ist es die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle? Ist es die Einnistung in die Gebärmutter? Oder vielleicht das Ende einer möglichen Zwillingsbildung der Zygote zwei Wochen nach der Befruchtung? Sind es die ersten Synapsen im sich ausbildenden Gehirn, welche diesen Zeitpunkt markieren? Oder ist es gar erst die Geburt des Menschen, welche ihn zu einem personalen Wesen mit unverletzbarer Würde und allen Rechtsansprüchen und damit absolut schutzwürdig macht?

Die Katholische Kirche hat dazu eine eindeutige Position: Das Leben beginnt mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle. Ab diesem Zeitpunkt ist der Embryo mit personaler Menschenwürde versehen, d.h. er hat absoluten Schutzanspruch. Eine Güterabwägung ist ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zulässig und der Embryo ist gegen kein anderes Gut verrechenbar.
Die aktuelle Instruktion der Glaubenskongregation "Dignitas Personae" zu einigen Fragen der Bioethik steht im Zeichen dieser Grundhaltung und stellt eine Weiterführung und Aktualisierung der von Johannes Paul II. verfassten Enzyklika "Evangelium vitae" dar. 
Hier finden Sie eine zusammenfassende Übersicht, welche zentralen theologischen und philosophischen Argumente für einen möglichst frühen Beginn menschlich-personalen Lebens sprechen sowie einen Kommentar zur aktuellen Debatte über die embryonale Stammzellenforschung.