Friedhöfe sind Orte der Ruhe und Besinnung, Orte des Gedenkens und der Erinnerung. Doch sie sind eigentlich viel mehr. Vielfach sind Friedhöfe Orte der Vielfalt mitten im Dorf – Naturoasen, die Schmetterlingen, Eidechsen sowie vielen anderen Tieren und Pflanzen Lebensraum geben. Papst Franziskus schreibt in Laudato si´ 36, “die Pflege der Ökosysteme setzt einen Blick voraus, der über das Unmittelbare hinausgeht.“

Der Friedhof ist ein Ort des Trauerns und stillen Gedenkens unserer Verstorbenen. Friedhöfe sind Orte der Ruhe, des Innehaltens und der Besinnung. Aber Friedhöfe sind mehr als nur Begräbnisstätten, sie können auch als Naturoasen in der Mitte unserer Städte und Gemeinden fungieren. Mächtige Bäume, Hecken, Freiflächen, Steine und alte Mauern bieten wichtige Rückzugsorte für unsere pflanzlichen und tierischen Mitgeschöpfe. Es sind wertvolle Grünflächen mit positiven Auswirkungen auf die Luft und das Klima. Die liebevoll gepflegten Grabstätten können ein eigenes kleines Biotop – lebendige Inseln der Ruhe – für Mensch, Pflanzen und Tiere darstellen.

   
Es ist heilsam und weckt Hoffnung, wenn Friedhöfe den Gesetzen der Schönheit ebenso wie denen der Natur und der Ökologie folgen.

Leider können unsere Friedhöfe auch ökologische Problemzonen sein. Gifte gegen Schädlinge und Unkraut vernichten auch wertvolle Nützlinge. Nicht heimische Grabbepflanzung bietet unseren Wildbienen und Schmetterlinge oftmals keine Nahrungsgrundlage. Die Verwendung von torfhaltiger Graberde trägt dazu bei, dass jahrtausendealte Lebensräume, sprich Moore, zerstört werden. 

Die Broschüre natur.oase.friedhof zeigt praktische Tipps für eine spirituelle und ökologische Grabpflege auf.

Für Veranstaltungen und weitere Infos bitte hier klicken!