Das diesjährige Carl-Lampert-Gedenken stand unter dem Motto „Vom Wert des Lebens und wer darüber entscheidet, was lebenswert ist.“

Das diesjährige Carl-Lampert-Gedenken stand unter dem Motto „Vom Wert des Lebens und wer darüber entscheidet, was lebenswert ist.“

Eindrucksvoll war gleich zu Beginn der Veranstaltungsreihe der Pilgerweg von der Rankweiler Basilika zum Valduna-Friedhof. Während dieses Weges wurden die Namen all jener Menschen vorgelesen, die in der NS-Zeit von der Valduna zur Tötung in Richtung Tirol/Oberösterreich abtransportiert worden sind.

In Göfis war es dann der Historiker Meinrad Pichler, der von der NS-Verfolgung Andersdenkender und Andersseiender bedrückende Tatsachen berichtete.

In der künstlerischen Auseinandersetzung ‚Mors et vita duello‘ mit Capella Stella und Renate Bauer waren es Musik und Texte, die sehr nahe gegangen sind und all das Leid, die Angst und Trauer aber trotz allem auch die Hoffnung und Zuversicht in die Mitte stellten.

Am Todestag des seligen Carl Lampert, dem 13. November, gedachten wir im Rahmen einer Andacht zur Todesstunde, begleitet auf der Orgel von Jitka Natter, und des Gedenkgottesdienstes mit Bischof Benno, mitgestaltet von der Männerschola, an diesen ganz besonderen Göfner und all der damaligen Opfer.

Einmal mehr zeigte sich, dass durch die Zusammenarbeit zwischen dem diözesanen Carl-Lampert-Forum und dem Göfner Freundeskreis Carl Lampert ideal Synergien genutzt werden können. Dieses jährliche Gedenken soll nicht nur an die Person Carl Lampert erinnern, sondern auch dazu beitragen, dass Geschichte nicht vergessen wird. Nur so lassen sich heutige Entwicklungen früh genug durchschauen und einordnen – damit nie mehr passiert, was nie passieren hätte dürfen.

Freundeskreis Carl Lampert 
Rainer Nägele